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Was das Pflegestärkungsgesetz II bedeutet

Pressemitteilung   •   Okt 14, 2016 09:00 CEST

Stärkung von pflegenden Angehörigen

Unabhängige Patientenberatung Deutschland bietet Orientierung für Betroffene und Angehörige

Berlin, 14. Oktober 2016 – Pflegebedürftige besser zu versorgen und pflegende Angehörige besser abzusichern, das verspricht das zweite Pflegestärkungsgesetz. Es tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Bei vielen Pflegebedürftigen und Angehörigen wirft es jedoch Fragen auf: „Sie sind verunsichert, welche neuen Leistungen ihnen nun zustehen und ob sie etwas unternehmen müssen, um diese zu erhalten,“ weiß Heike Morris, die juristische Leiterin der UPD. Bei diesen und anderen Fragen rund um das neue Gesetz helfen die Pflegeexperten der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Sie beantworten unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 22 Fragen zu Fallstricken, Rechten und Pflichten.

Fundiertere Zuordnung zu Pflegegraden und sozialere Finanzierung

Das neue Pflegestärkungsgesetz ändert vieles, weiß Heike Morris: So ist der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff darauf ausgelegt, körperliche und psychische Beschwerden gleichberechtigt zu berücksichtigen. Das neue Begutachtungsverfahren soll eine fundierte Zuordnung der Pflegebedürftigen zu den neuen Pflegegraden ermöglichen. Zudem beziehen die fünf Pflegegrade, die die bisher geltenden drei Pflegestufen ablösen, psychische Einschränkungen stärker mit ein als bisher. Dadurch werden beispielsweise demente Pflegebedürftige besser unterstützt.

Das Versprechen zu den Sach- und Geldleistungen lautet, dass niemand weniger aber viele mehr erhalten. Die den Pflegegraden zugehörigen Leistungen werden entsprechend angepasst. „Da geistig beeinträchtigte Pflegebedürftige einen höheren Pflegegrad erhalten, kann das erheblich mehr Hilfe bedeuten“, erläutert Morris.

Stärkung von pflegenden Angehörigen

„Unsere Gesellschaft benötigt Angehörige, die die Pflege Ihrer Familienmitglieder selbst übernehmen. Nur so kann auf den Wunsch von Pflegebedürftigen auf Pflege im eigenen Zuhause nachhaltig eingegangen werden. Daher ist es richtig und wichtig die Position der pflegenden Angehörigen aufzuwerten, abzusichern und zu stärken,“ so die Juristin. Bereits seit diesem Jahr haben pflegende Angehörige einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Pflegeberatung. Das neue Gesetz soll sie aber auch finanziell besser absichern. Welche Leistungen ihnen hier zustehen und wie sie diese erhalten, können Angehörige bei Pflegekassen, aber auch bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland erfahren.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter der Trägerschaft der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH unterstützt durch ihre unabhängige, neutrale, kostenfreie, evidenzbasierte und für alle Menschen in Deutschland zugängliche Beratungsleistung Ratsuchende dabei, sich im komplexen Gesundheitssystem zu orientieren. Sie erfüllt dabei einen gesetzlichen Auftrag, der in §65b des Sozialgesetzbuchs V (SGB V) definiert ist. Durch die Beratung der UPD soll Menschen – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind – ermöglicht werden, selbstbestimmte, eigenverantwortliche Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen zu fällen. Gleichzeitig sieht sich die neue UPD in der Verantwortung, Missstände im Gesundheitswesen im Sinne der Patienten an die entsprechenden Stellen zu adressieren und auf Lösungen hinzuwirken.

Ziel der UPD ist es, eine gute Idee noch besser zu machen: Sie setzt dabei auf mehr Bürgernähe, bessere Erreichbarkeit und eine erweiterte Qualifikation der Berater, um Ratsuchenden schneller und besser zur Seite stehen zu können. Durch ihren gesetzlichen Auftrag, der u.a. zu Unabhängigkeit und Neutralität in der Beratung verpflichtet, bietet die UPD ein einzigartiges Beratungsangebot, das intensiv genutzt und breit akzeptiert wird.

Die telefonische Beratung der UPD steht über kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung Deutsch, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Türkisch, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Russisch, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Arabisch, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr. Alle Nummern sind auch für Anrufer aus dem Mobilfunknetz kostenlos. Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, erhalten Ratsuchende unter www.patientenberatung.de oder die Social Media Kanäle. Seit April 2016 steht die UPD außerdem regelmäßig in 130 Städten für eine Vor-Ort-Beratung zur Verfügung.


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