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Zeit für mehr Farbe im Badezimmer

Pressemitteilung   •   Jul 26, 2019 11:34 CEST

Pop up my Bathroom, eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) und der Messe Frankfurt zur ISH, ist eine experimentelle Plattform für Architekten, Badplaner, Interior Designer und Journalisten.
  • Mutigere Farbgebung im Bad folgt dem Trend zu mehr Farbe im Einrichtungsbereich
  • VDS-Trendforum Pop up my Bathroom auf der Weltleitmesse ISH in Frankfurt stößt das Farbthema für die Branche an
  • Besucher der Trendausstellung sahen umfassende Darstellung der Möglichkeiten stilvoller Farbkonzepte für das Badezimmer

   

Auch auf dieser ISH gab es sie wieder, die technischen Innovationen, gepaart mit ambitioniertem Design – in Form von ultradünner Keramik, diamantgeschliffenen Armaturen, Systemmöbeln aus Glasscheiben, genauso filigranen wie smarten Armaturen und sogar einem WC mit integriertem Abwasserfilter. Doch was blieb hängen vom Besuch der weltgrößten Messe für Sanitärprodukte, die alle zwei Jahre die Trends der Branche abbildet? Was zieht Badplaner und Kunden, deren Interesse an einem schönen Badezimmer noch nie so groß war wie heute, bei der Neuheiten-Schau am meisten an?

Es sind die Farben. Mit ihnen setzt sich endgültig der Anspruch an die Wohnlichkeit des Badezimmers durch. Die Inszenierungen der Aussteller und ihr Angebot an die Individualisierbarkeit der Sanitärprodukte zeigen, dass der Wunsch des Badnutzers bei der Industrie angekommen ist. Armaturen in Schwarz oder Weiß, Messing oder Kupferfarben setzen nicht nur edle Akzente zu Hölzern und Fliesen, sie bilden auch schon mal Kontraste zu starken Primärfarben oder zarten Pastelltönen von Wänden, Schrankfronten oder farbigen Keramikwaschbecken. Mit dem Lifestyle kommt auch (wieder) Farbe ins Bad.

Colour Selection – die Farbtrends im Badezimmer

Um die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und die angesagtesten Kombinationen vorzustellen, machten die Trendexperten von der Kommunikationskampagne Pop up my Bathroom ihre Ausstellung dieses Jahr zur Galerie: Sanitärobjekte wie Waschtische und Badewannen, Badmöbel und Armaturen verschmolzen mit ihrem künstlerisch verfremdeten Hintergrund – gestaltet von Illustrator Björn Steinmetzler – zu ungewöhnlichen 3D-Collagen. In insgesamt 12 Bildern zeichneten die Macher von Pop up my Bathroom inszenierte Farbräume, mit denen aktuelle Trendfarben und Stilmittel der Farbgestaltung speziell für das Baddesign adaptiert wurden. Der Übersichtlichkeit halber erschienen die 12 Farbtrends für das Badezimmer noch einmal auf Stelen aufgereiht in kompakten Moodboard-Vitrinen – wie Solitäre unter Glas.

Die enge Verbindung zum zeitgenössischen Interior Design macht den Unterschied zu den Farbexperimenten der 60er- und 70er-Jahre

Gleichwohl mag bei all jenen, die keine anschaulichen Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten stilvoller Farbgebung im Badezimmer vor Augen haben, die Skepsis gegenüber einem farbig gestalteten Bad noch überwiegen. Zu tief sitzt die Vorstellung eines in Gelb, Rosa oder Baby-Blau getunkten Einerleis, mit dem man lange 30 Jahre leben muss. Doch keine Angst: Im Unterschied zur Farbgebung der 60er- und 70er-Jahre besteht heute eine enge Verbindung zwischen dem Baddesign und dem zeitgenössischen Interior Design. Dieselben Maßstäbe, die an Wohnzimmer und Küche gestellt werden, legen Badplaner und Innenarchitekten, Designer und Sanitärhersteller auch an die Ästhetik der sanitären Raumplanung.

Die Trendexperten von Pop up my Bathroom beobachten auch die Einrichtungstrends im Möbelbereich sowie im gesamten Interior Design. Die hier herrschende Trendvielfalt lässt immer mehr Farbe zu. Warum also nicht auch im Baddesign?

„Wir freuen uns, dass die Thematik in der Branche und in den Medien auf so große Resonanz stößt“, kommentiert VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann das heiß diskutierte Messethema Nr.1, und beruhigt die Skeptiker: „Die Branche öffnet sich dem Thema Farbe vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl. Niemand mag den Farbeimer über Badewanne und Waschtisch ausschütten. Es geht nicht um fantasieloses Einfärben, sondern um Farbkonzepte wie Farbharmonien und Farbklänge, oder auch um die Entdeckung von Farben, die von Materialien wie Metallen oder Naturstein inspiriert sind. Uns ging es bei unserer diesjährigen Pop up my Bathroom-Kampagne nicht um bestimmte Trendfarben, sondern um das systematische Erschließen einer Gestaltungsebene für das Badezimmer – nämlich der Farbe an sich.“

Neutralfarben dominieren weiterhin – Grau ist das neue Weiß

Dabei sind sich die Macher von Pop up my Bathroom sicher, dass weiße Sanitärkeramik in Deutschland weiterhin Standard in der Badplanung bleiben wird. Farbe kommt mit Armaturen, Badmöbeln, Regalen, freistehenden Badewannen, weiteren Möbeln, Textilien, Böden und Wänden sowie Accessoires ins Bad. Paradoxerweise sieht Frank A. Reinhardt, Trendexperte der Intitiative Pop up my Bathroom, gerade Weiß als eine der Trendfarben im Baddesign: „Weiß ist aktuell im Einrichtungsbereich eine Trendfarbe, die für Minimalismus, Bauhaus, stylisches Ambiente und für eine moderne Inneneinrichtung steht. Doch da Weiß im Badezimmer seit Jahrzehnten als ‚Nicht-Farbe‘ ohne jeden Eigencharakter eingesetzt wurde, erscheint vielen dieser Trend im Widerspruch zu modernem Baddesigns zu stehen. Weiß wird nicht gleich als Trendfarbe wahrgenommen, weil das Umbruch-Gefühl ausbleibt. Es ist schwerer, Weiß im Badezimmer so zu verwenden, dass seine Modernität sichtbar wird.“

Dennoch würde Reinhardt eher auf Grau als neue Trendfarbe im Bad setzen: „Grau ist in absehbarer Zeit das neue Weiß und eignet sich hervorragend als Ausgangsbasis für alle Farbkombinationen und Gestaltungen im Badezimmer.“ Genauso wie Weiß hat auch Grau eine große Palette an ganz unterschiedlichen Neutraltönen anzubieten – vom warmen Greige über kühle Schiefertöne, vom hellen Maus- bis zum modernen Beton-Grau ist alles möglich.

Bunt ist nicht gleich kunterbunt – Farbe als Hintergrund und Farbe als Akzent

Daneben hat auch die Braun-Palette wieder Chancen im Bad. Eine im angesagten Nougat gestrichene Wand bringt in Kombination mit hellem Holz, wie etwa helle Eiche, sofort Gemütlichkeit ins Bad und ist zeitlos. Im Zusammenspiel mit Accessoires in ergänzenden aktuellen Akzentfarben – etwa in Petrol, Türkis, Orange oder Koralle, einem ins Beige gehenden Altrosa, Ultraviolett oder mit zu Olive und Braun passenden Senftupfern – wird das Badezimmer mit völlig staubfreien Brauntönen zum Lifestyle-Bad.

   

Foto: Constantin Meyer; Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS)

   

Trendsetter wagen sich auch schon mal an kräftige Farbklänge – etwa von Petrol oder Grün mit Koralle –, die an Indien oder exotische Umgebungen erinnern. Ein dunkles Ambiente wirkt besonders edel und chic, gerade in derzeit angesagten klassischen Arrangements mit warmen Holztönen und Metalleffekten. Zeitloser ist etwa ein Bad in edlem Schwarz oder in einem ganz minimalistischen Weiß-in-Weiß, das auch sehr elegant wirken kann. Hinzu kommen noch Optionen von Mustern, die mit Fliesen, Tapeten, Textilien oder auch edlen Holzoberflächen in 3D-Optik integriert werden können. Das Angebot ist groß.

Pop up my Bathroom war erst der Startschuss – positive Branchenreaktion

Wer ganz sicher gehen will, auch im Bad den ‚richtigen Ton zu treffen‘, sollte sich an Profis wenden. Badplaner erstellen gemäß den Bedürfnissen des Auftraggebers und den räumlichen Bedingungen für jeden das perfekte Badezimmer. Die deutsche Sanitärindustrie bietet hierzu mit ihren Farbpaletten und dem Angebot verschiedener Farbmilieus bewusst Hilfestellung an.

Fast scheint es, als hätte die Branche auf einen Startschuss wie die diesjährige Pop up my Bathroom-Kampagne gewartet: ISH-Neuheiten, die schon mit Farbe spielen, werden gefeiert, und neue Farbarrangements werden selbstbewusst in den Vordergrund gerückt. „Ich glaube, es war der richtige Impuls zur richtigen Zeit“, so Wischmann. „Die Branche ist hungrig geworden auf Lifestyle und Farbe. Und der Markt hat Appetit.“

Download Trendbuch „Colour Selection“ (PDF)

Pop up my Bathroom, eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) und der Messe Frankfurt zur ISH, ist eine experimentelle Plattform für Architekten, Badplaner, Interior Designer und Journalisten. Hier soll untersucht und gezeigt werden, welche Möglichkeiten das Bad als ästhetischer und funktionaler Raum für die Menschen noch bereithält. Zum einen können sich Fachleute hier über neue Entwicklungen informieren, zum anderen sollen die hier entwickelten Entwürfe in Bilder umgewandelt werden, die weltweit verstanden werden. Auf dem von rund 1 Mio. internationalen Usern besuchten Blog können sich Profis und interessierte Endverbraucher über die Pop up my Bathroom-Trends sowie über neue Entwicklungen in diversen Sanitärbereichen informieren. Zur ISH 2019 veröffentlichte die VDS das Trendbuch „Colour Selection“ - das Prinzip der zwölf Trend-Farbräume zeigt die enorme Bandbreite auf, die im Lifestyle-Bad möglich ist.

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