Audi AG

Abschied auf dem Höhepunkt: Audi-Pilot Allan McNish beendet LMP-Karriere

Pressemitteilung   •   Dez 17, 2013 15:13 CET

  • Audi-Werksfahrer tritt als Weltmeister und Le-Mans-Sieger ab
  • Ende einer außergewöhnlichen Laufbahn im Spitzensport
  • Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Eine große Karriere geht zu Ende“

Einer der erfolgreichsten und charismatischsten Rennfahrer verlässt die große Bühne des Motorsports: Wenige Tage vor seinem 44. Geburtstag hat Audi-Werksfahrer Allan McNish erklärt, seine aktive Laufbahn in der Saison 2014 nicht fortzusetzen.

Der Schotte begann seine sehr erfolgreiche Rennsport-Karriere vor 32 Jahren im Kart. Viele seiner größten Siege errang McNish seit der Saison 2000 gemeinsam mit Audi – zuletzt den ersten Weltmeistertitel seiner Laufbahn am Steuer des Audi R18 e-tron quattro. „Ich habe für mich einen idealen Augenblick gefunden, um einen Schlusspunkt unter meine LMP-Karriere mit Audi zu setzen“, sagt McNish. „Zusammen mit meinen Teamkollegen Tom Kristensen und Loïc Duval habe ich meine erfolgreichste Saison im Sportwagen hinter mir und wir haben die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Mehr als das, was wir in diesem Jahr erreicht haben, kann man sich nicht wünschen. Ich blicke auf eine fantastische Karriere zurück, in der keine Ziele mehr offen sind, und freue mich auf neue Herausforderungen, die vor mir liegen. Nun habe ich sehr viel mehr Zeit für meine Familie. Dem Motorsport werde ich trotzdem in verschiedenen Rollen erhalten bleiben, wenn auch nicht mehr als Rennfahrer für Audi.“

Auch künftig wird Allan McNish in engem Kontakt mit Audi Sport stehen und sein Wissen einbringen. „Allans Entscheidung, auf dem Höhepunkt seiner Karriere abzutreten, schätzen und respektieren wir“, erklärt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Zugleich fällt uns dieser Abschied besonders schwer. Die Rennerfolge von Allan sind uns allen wohl bewusst. Nicht vergessen sollten wir, wie wertvoll er bei der Entwicklung unserer Rennwagen gewesen ist, als welch guter Teamplayer er stets aufgetreten ist und wie professionell, loyal und engagiert er sich immer für die Ziele von Audi weit über den Motorsport hinaus eingesetzt hat. Wir bedauern, dass Allan für uns keine Rennen mehr bestreiten wird, freuen uns aber, dass er Audi Sport und der Marke Audi auch künftig erhalten bleibt.“

In der Saison 2000 gewann Allan McNish im Audi R8 erstmals die American Le Mans Series. 2006 und 2007 feierte er im Audi R10 TDI erneute Titelerfolge in der nordamerikanischen Sportwagen-Serie. Vier Gesamtsiege bei den 12 Stunden von Sebring ergänzen seine Nordamerika-Bilanz. Zwei seiner drei Erfolge bei den 24 Stunden von Le Mans feierte er mit Audi in den Jahren 2008 und 2013. Der vorzeitige Titelgewinn in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC vor fünf Wochen in Shanghai (China) markierte den Höhepunkt der Karriere des Schotten, der zunächst eine klassische Laufbahn im Formelsport verfolgt hatte. 

Mit Ausnahme der Jahre 2001 bis 2003, als der Renn-Profi mit der Jockey-Figur in der Formel 1 als Test- und Einsatzfahrer am Start war, stand er seit dem Jahr 2000 in den Diensten der Vier Ringe. Fast ausschließlich fuhr er die Sportwagen des Unternehmens, 2005 war er zudem ein Jahr lang in der DTM im Einsatz. Als einziger Fahrer hat er vom Audi R8R über die Modelle R8, R10 TDI, R15 TDI, R18 TDI und R18 ultra bis zum R18 e-tron quattro alle Sportwagen, die jemals in Ingolstadt und Neckarsulm entstanden sind, im Rennen gefahren. Er verbuchte 29 Gesamtsiege, 18 Pole-Positions, 17 schnellste Rennrunden und vier Titelerfolge in elf Jahren und ist damit einer der erfolgreichsten Audi-Sportwagen-Piloten. „Wir werden Allan in unserem Fahrerkader natürlich extrem vermissen“, sagt Chris Reinke, Projektleiter LMP bei Audi Sport. „Es ist aber typisch für Allan, dass er auch für das Ende seiner Karriere einen perfekten Zeitpunkt gefunden hat.“

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.