Audi AG

Audi-Belegschaft wählt neuen Betriebsrat

Pressemitteilung   •   Feb 05, 2014 09:56 CET

- Start der Briefwahl am 5. Februar
- Investitionen in den Standort, Vereinbarkeit von Beruf und Privat sowie Reduzierung des Leistungsdrucks als wichtigste Zukunftsthemen
- Audi-Betriebsratsvorsitzender Peter Mosch: „Wählen gehen heißt mitbestimmen“


Aktive Mitbestimmung bei Audi: Mit dem Start der Briefwahl kann die Audi-Belegschaft als eine der deutschlandweit ersten ab heute einen neuen Betriebsrat wählen. Bis einschließlich 7. März sind die rund 37.000 Beschäftigten im Stammwerk Ingolstadt zur Stimmabgabe aufgerufen – so viele wie nie zuvor.

Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer spielen bei Audi traditionell eine besondere Rolle.  „Ohne die gelebte Mitbestimmung bei Audi wäre der Standort heute nicht derselbe“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Peter Mosch. „Wir Arbeitnehmervertreter legen viel Wert darauf, Audi mit der Unternehmensleitung gemeinsam zu gestalten. Wer wählen geht, kann die Zukunft des Unternehmens mitbestimmen“, so Mosch.

Zu den jüngeren Erfolgen des Betriebsrats zählen etwa die Audi-Ergebnisbeteiligung sowie eine Beschäftigungsgarantie für alle Belegschaftsmitglieder am Standort bis zum Jahr 2018. Zuletzt einigten sich Betriebsrat und Vorstand auch auf die Fertigung des neuen Audi Q1 in Ingolstadt. Er folgt ab 2016 dem Audi Q5 nach, dessen Produktion das Unternehmen in das mexikanische San José Chiapa verlegt.

Der neue Betriebsrat wird personell stärker denn je aufgestellt sein. Die Anzahl der Mandate richtet sich nach dem Personalstand; sie steigt von bisher 51 auf 55 Mandate. Insgesamt stehen 180 Kandidaten auf drei verschiedenen Listen zur Wahl: „FUCB – Freier unabhängiger christlicher Betriebsrat“, „CGM – Christliche Gewerkschaft Metall“ und „IG Metall – Gemeinsame Liste Industriegewerkschaft Metall“.

Die Kandidatinnen und Kandidaten stammen aus allen Bereichen des Unternehmens – von der Fertigung über die Technische Entwicklung bis hin zum Finanzwesen.

Sie bilden einen Querschnitt der Audi-Belegschaft. So wird gewährleistet, dass die Belange jedes einzelnen Geschäftsbereichs vertreten sind.

Gewählt wird per Listenwahl, den reibungslosen Ablauf der Wahl verantwortet der Wahlvorstand. Dessen Vorsitzender Klaus Mittermaier betont: „Mitbestimmung ist enorm wichtig. Wir möchten deshalb so viele Belegschaftsmitglieder wie möglich erreichen und zur Wahl auffordern.“ Neben Aushängen im Werk und in mehr als 30 Außenstellen informiert der Wahlvorstand auch im Intranet und den internen Medien umfangreich über die Wahl. „Mit der Möglichkeit zur Briefwahl sprechen wir zudem diejenigen an, die vom 5. bis 7. März nicht persönlich in einem der 36 Wahllokale ihre Stimme abgeben können“, so Mittermaier.

Wahlberechtigt sind alle Belegschaftsmitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben – darunter auch das Management und Auszubildende sowie Leiharbeiter, die für mindestens drei Monate bei Audi beschäftigt sind.

Nachdem sich der neu gewählte Betriebsrat in einer konstituierenden Sitzung formiert hat, wird er sich bereits ab 1. Mai seinen neuen Herausforderungen stellen. Neben dem Einsatz für weitere Investitionen in den Standort Ingolstadt – in innovative Technologien, neue Modelle und Fertigungsstrukturen – stehen auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privat sowie Lösungen, den zunehmenden Leistungsdruck am Arbeitsplatz und seine Folgen zu begrenzen, ganz oben auf der Agenda.


Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.