Audi AG

Audi museum mobile präsentiert: DKW VEMAG und der Aufbruch in Brasilien

Pressemitteilung   •   Mai 20, 2014 12:16 CEST

  • “Ordem & Progresso“: Neue Sonderausstellung im Audi museum mobile ab 21. Mai
  • Audi Tradition dokumentiert die Unternehmensgeschichte im Land der Fußball-Weltmeisterschaft 2014
  • Im Zwei-Takt-Rhythmus lieferte DKW Mobilität ins Land des Fußballs und des Bossa Nova

Als Brasilien 1958 erstmals die Fußball-Weltmeisterschaft gewann, war dies der Beginn einer neuen Ära für den größten und bevölkerungsreichsten Staat in Südamerika. Der Fußballstar Pelé faszinierte die Menschen, der Architekt Oscar Niemeyer entwarf mit der neuen Hauptstadt Brasilia eine Utopie der Moderne und der Bossa Nova-Sound eroberte von der Copacabana aus die Welt. Wie die Auto Union GmbH aus Ingolstadt diesen Aufbruch mit ihren DKW Automobilen begleitete, zeigt die aktuelle Sonderausstellung im Audi museum mobile: „Ordem & Progresso – DKW VEMAG und der Aufbruch in Brasilien“ (21. Mai bis 21. September 2014). „Ordnung und Fortschritt“ ist der offizielle Wahlspruch Brasiliens.

Wer weiß schon, dass DKW-Modelle auch in Brasilien gebaut wurden? Dass DKW in den 1960er Jahren das Auto des brasilianischen Mittelstands war und im Land bis heute als einzige brasilianische Marke verehrt wird? Dass Pelé zwar mit 17 Weltmeister wurde, aber erst mit 18 seinen Führerschein auf einem DKW machte? Dass die Motorsport-Ikone Emerson Fittipaldi mit 12 Jahren den elterlichen DKW beim Familienausflug kaputt  fuhr, um 1966 auf einem DKW GT Malzoni seinen ersten Motorsporterfolg seiner großen Karriere herauszufahren? Dass nach der Gründung Brasilias zuerst nur DKWs als Taxen zugelassen waren? Oder dass der letzte DKW Personenwagen nicht bei der Auto Union in Ingolstadt, sondern 1967 bei VEMAG in São Paulo vom Band fuhr? Die Ausstellung beantwortet diese und viele weitere Fragen rings um DKW in Brasilien.

Auf dem erhofften Weg zum Wohlstand spielte das Auto in Brasilien eine wichtige Rolle. Automobile kamen vor allem aus den USA, aber auch aus Deutschland. Volkswagen lieferte den Käfer, die Auto Union Teile, um in Brasilien den DKW F91 Universal zu montieren. Schon bald fertigte die Veículos e Máquinas Agrícolas S.A., kurz VEMAG, die DKW Modelle komplett in São Paulo. Die Modelle hießen Candango, Belcar oder Vemaguet und verkauften sich gut. Mitte der 1960er Jahre war VEMAG die Nummer drei auf dem brasilianischen Automobilmarkt. Insgesamt lieferte man 109 343 DKWs aus. VEMAG leistete sich sogar ein eigenes Modell, das deutsche Technik mit italienischem Design verband: den DKW Fissore. Für brasilianische Exotik sorgte Genaro „Rino“ Malzoni. Auf dem verkürzten Fahrwerk eines DKW entwarf der autobegeisterte Plantagenbesitzer einen schnittigen Sportwagen – den DKW GT Malzoni. Nur 35 Stück wurden insgesamt davon gefertigt, inklusive der speziell aufgebauten Motorsportmodelle.

2007 stellte Audi Tradition Kontakt mit der regen brasilianischen DKW-Szene her,  konnte ein Exemplar dieses seltenen Automobils finden und vor Ort restaurieren lassen. Insgesamt zwölf „Malzonis“ soll es weltweit noch geben. Dieser einzige DKW GT Malzoni in Europa ist nun eines der Highlights in der Sonderausstellung „Ordem & Progresso“ – DKW VEMAG und der Aufbruch in Brasilien. Der DKW GT Malzoni gilt als die „Blaue Mauritius“ der DKW-Enthusiasten. In der Ausstellung flankieren ihn zwei weitere brasilianische DKWs, im Eigentum von Audi Tradition: Der DKW Belcar, einer der letzten DKWs, die gebaut wurden und die Eigenkonstruktion DKW Fissore sowie weitere  automobile Zeitzeugen. Auto Union-Modelle waren schon in den 1930er Jahren in Rio und São Paulo im Handel. Den Anfang machte im November 1935 die Auto Union Brasil Ltda. in Rio de Janeiro, die Auto Union Produkte importierte. Sehr gut verkauften sich damals die Modelle der Auto Union-Marke Wanderer. Ein Wanderer W 24 ist im Audi museum mobile ebenso zu sehen wie Automobile aus der Zeit, als mit der Übernahme der Auto Union durch Volkswagen auch die DKW-Ära in Brasilien (1967) endete. Auf den DKW GT Malzoni folgte der DKW Puma GT und 1968 der VW Puma. Ebenfalls präsentiert Audi Tradition die späteren VW-Modelle für den brasilianischen Markt, Volkswagen EA 97 und Volkswagen SP2.

Für brasilianisches Lebensgefühl, die Kreativität des Aufbruchs, aber auch das Scheitern stehen drei besondere Inszenierungen im Audi museum mobile. Ein Pavillon mit Leuchtkästen dokumentiert den Mut der damaligen Regierung unter Präsident Juscelino Kubitschek, die neue Hauptstadt Brasilia in der geographische Mitte des Landes als Stadt der Moderne zu errichten. In zwei „Sound Chairs“  können die Ausstellungsbesucher Samba und Bossa Nova hören. „O jogo bonito“, der Fußball, spielt eine tragende Rolle in der Ausstellung: Auf einer Videowand lassen sich die großen Momente Pelés bei seinen drei WM-Titeln verfolgen, eine andere zeigt die elf schönsten Tore der brasilianischen WM-Mannschaft von 1982. Diese Elf um die Fußballkünstler Sócrates, Zico und Falcão gilt als eine der kreativsten aller Zeiten, scheiterte aber damals bereits in der Zwischenrunde.

Die heutige AUDI AG hat in São José dos Pinhais bei Curitiba von 1999 bis 2006 den Audi A3 gefertigt. Ab 2015 wird Audi dort erneut Automobile produzieren.

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.