Audi AG

Audi Tool Trophy für Nachwuchsforscher

Pressemitteilung   •   Mai 02, 2014 14:32 CEST

  • Audi-Werkzeugbau kürt innovative Abschlussarbeiten
  • Produktionsvorstand Dr. Hubert Waltl: „Kreative Ideen als Impulsgeber für Werkzeugbau der Zukunft“

Wie lassen sich Fertigungsprozesse effizienter gestalten und gleichzeitig Präzision und Qualität auf höchstem Niveau halten? Welche Rolle spielen dabei ökologische Aspekte? Dies haben Studenten in ihren Abschlussarbeiten in den Bereichen Presswerkzeuge und Karosseriebauanlagen untersucht. Die überzeugendsten Ergebnisse hat Audi nun bereits zum sechsten Mal mit der Audi Tool Trophy ausgezeichnet. Die sechs Besten aus den zwei Kategorien „Master-/Diplomarbeiten“ und „Bachelor-/Semesterarbeiten“ erhielten Preisgelder in Höhe von bis zu € 2.500.

„Mit der Audi Tool Trophy geben wir engagierten Menschen die Chance, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen. Zugleich liefern uns ihre Innovationen wichtige Impulse, die den Werkzeugbau künftig nachhaltig ändern können“, sagte Dr. Hubert Waltl, Produktionsvorstand der AUDI AG.

Audi-Gesamtbetriebsvorsitzender Peter Mosch betonte: „Audi ist heute aufgrund seiner hochqualifizierten und motivierten Belegschaft so erfolgreich. Forschungsprojekte wie diese helfen uns, junge und kreative Köpfe auch in Zukunft frühzeitig an das Unternehmen heranzuführen.“

„Die zahlreichen Einsendungen stehen für den großen Stellenwert und den hohen Bekanntheitsgrad der Audi Tool Trophy. Zugleich bestätigen sie, wie attraktiv die Disziplin Werkzeugbau für Nachwuchstechniker ist“, sagte Michael Breme, Leiter Audi-Werkzeugbau.  

Bei der Preisverleihung zeichnete Audi die besten Drei in zwei Kategorien aus: Michael Schubert von der Technischen Universität Chemnitz wurde Sieger unter den Masteranden und Diplomanden. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Einarbeit von Presshärtewerkzeugen zur Herstellung höchstfester Bauteile. Diese nehmen im Zuge wachsender Anforderungen an die Fahrzeugsicherheit eine immer wichtigere Rolle ein. Schubert gelang es, den Serienprozess dieser speziellen Umformwerkzeuge in puncto Bauteilfestigkeit entscheidend zu verbessern. Bei den Bacheloranden holte sich Sven Theobald mit der Untersuchung von Druckbolzen am Niederhalter von Presswerkzeugen den Sieg. In seiner Arbeit untersuchte er das Zusammenspiel einzelner Werkzeugkomponenten im Hinblick auf die optimale Kraftverteilung. Dafür entwickelte er ein Konzept, um Werkzeuge schneller und effizienter auf die Serienfertigung einzustellen.

Das Unternehmen lobte den Wettbewerb bereits zum sechsten Mal aus. Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete Audi zudem das mehrtägige „Werkzeugbau Technologieforum“. Dort standen etwa 30 Technologieprojekte aus Bereichen wie Umformtechnik, mechanische Fügeverfahren und Automatisierung/Intelligente Fabrik im Fokus.

Der Audi-Werkzeugbau wird die Tool Trophy auch in diesem Jahr ausschreiben und den genauen Bewerbungszeitraum noch bekanntgeben.

Master-/Diplomarbeiten

1. Platz: Michael Schubert: „Entwicklung und Validierung einer Einarbeitungs-strategie für Presshärtewerkzeuge“, Technische Universität Chemnitz

2. Platz: André Hofmann: „Analyse und Bewertung numerischer Methoden zur Verkürzung des Entwicklungsprozesses von Maschinenfalzanlagen für den Karosseriebau“, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

3. Platz: Jens Tonne: „Modellbasierte Optimierung von Ofentemperatur-profilen einer Warmumformlinie unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten“, Universität Kassel

Bachelor-/Semesterarbeiten

1. Platz: Sven Theobald: „Simulative und experimentelle Untersuchung der Druckbolzen am Niederhalter von Presswerkzeugen“, Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg

2. Platz: Martin Hentschel: „Parameteruntersuchungen zum Trennverhalten zwischen Bauteilen aus kohlestofffaserverstärktem Kunststoff und Resin Transfer Moulding-Werkzeugen“, Technische Universität Ilmenau

3. Platz: Heike Schatton: „Ermittlung von Beuleigenschaften von Pkw-Dachbeplankungen“, Universität Stuttgart

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.