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Banking-Trojaner Retefe: ESET bietet kostenloses Tool gegen gefährliche Malware

Pressemitteilung   •   Nov 11, 2016 16:07 CET

Die britische Tesco Bank sowie zahlreiche weitere Banken und Services sind auf der Zielliste der Malware – Internetnutzer sollten sicherstellen, dass sie nicht mit dem Trojaner Retefe infiziert sind

Jena, 11. November 2016 – Die sogenannte Retefe-Malware hat die Tesco Bank undzahlreiche weitere Banken und Services auf ihrer Zielliste. Das hat der europäische Security-Software-Hersteller ESET festgestellt. Der Trojaner wurde von den ESET Threat Intelligence Services enttarnt. In seiner jetzigen Form ist er mindestens seit Februar 2016 aktiv. Er sucht nach Online-Banking-Anmeldeinformationen von Benutzern und missbraucht diese dann, um betrügerische Transaktionen durchzuführen.

Schadcode als E-Mail Anhang

Von ESET als JS/Retefe erkannt, wird der schädliche Code in der Regel als E-Mail-Anhang verbreitet. Meist gibt die Mail vor, eine Rechnung von einem Versandhandel zu beinhalten. Sobald der Anhang geöffnet wird, werden mehrere Komponenten einschließlich des Anonymisierungsdienstes Tor installiert. Man verwendet diese, um einen Proxy für ausgewählte Banking-Seiten zu konfigurieren. In einigen Fällen versuchte die Malware, dem Benutzer die Installation einer mobilen Anwendung einzureden. ESET erkennt diese Bedrohung als Android/Spy.Banker.EZ. Die App wurde verwendet, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.

Retefe verfügt über ein gefälschtes Wurzelzertifikat. Es erweckt den Anschein, als sei es von der wohlbekannten Zertifizierungsstelle Comodo herausgegeben und überprüft worden. Aus Anwenderperspektive lässt sich der Betrug nur sehr schwer erkennen.

Retefe entwickelt sich weiter

Sicherheitsforscher waren in der Vergangenheit bereits auf Retefe aufmerksam geworden. Zuletzt wurden Bankkunden in Großbritannien Opfer des Trojaners. Seitdem hat er weitere mobile Komponenten hinzugefügt und die Zielliste erweitert. Zu den betroffenen Institutionen gehören unter anderem große Banken in Großbritannien, der Schweiz und Österreich, sowie beliebte Dienste wie Facebook und PayPal.

Benutzern der betroffenen Dienste wird empfohlen, bestimmte Kompatibilitätsindikatoren manuell zu überprüfen oder die automatische Retefe-Checker-Website von ESET zu verwenden. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung findet sich im deutschen ESET Blog WeLiveSecurity unter: http://www.welivesecurity.com/deutsch/2016/11/10/im-visier-von-retefe/.

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ESET ist ein weltweiter Anbieter von IT-Sicherheitslösungen für Unternehmen und Privatanwender. Der Entwickler der preisgekrönten NOD32-Technologie gilt als Vorreiter in der proaktiven Bekämpfung selbst unbekannter Viren, Trojaner und anderer Bedrohungen. ESET ist auf diesem Gebiet seit über 25 Jahren führend. 

Im Juni 2013 wurde ESET NOD32 Antivirus zum 80. Mal vom Virus Bulletin mit dem VB100 Award ausgezeichnet und ist damit Rekordhalter. Darüber hinaus hat die NOD32-Technologie im Vergleich zu Produkten anderer AV-Hersteller die längste Zeit in Folge den VB100 Award erhalten. Auch AV-Comparatives, AV-TEST und weitere Organisationen haben ESET bereits ausgezeichnet. 

Millionen von Nutzern vertrauen ESET NOD32 Antivirus, ESET Smart Security, ESET Cyber Security (Antivirenprogramm für Macs), ESET Mobile Security und IT Security for Business. Die Produkte zählen weltweit zu den am häufigsten empfohlenen Sicherheitslösungen.

ESET hat seine Zentrale in Bratislava (Slowakei) und besitzt regionale Vertriebszentren in San Diego (USA), Buenos Aires (Argentinien) und Singapur. In Jena (Deutschland), Prag (Tschechische Republik) und Sao Paulo (Brasilien) unterhält das Unternehmen eigene Niederlassungen. Außerdem verfügt ESET über Forschungszentren zur Malware-Bekämpfung in Bratislava, San Diego, Buenos Aires, Singapur, Prag, Košice (Slowakei), Krakau (Polen), Montreal (Kanada) und Moskau (Russland) sowie über ein Netz exklusiver Distributoren in mehr als 180 Ländern weltweit.