Audi AG

Effizienz auf dem Vormarsch: COD-Technologie schon für drei Aggregate

Pressemitteilung   •   Nov 08, 2013 10:24 CET

  • Verbrauchsrückgang bis zu 20 Prozent durch Zylinderabschaltung
  • Einsatz im 1.4 TFSI COD, 4.0 TFSI COD und W12 COD
  • Audi RS 6 Avant mit 412 kW (560 PS), aber nur 9,8 Liter pro 100 km

Bis zu 20 Prozent Verbrauchsrückgang – mit der Technologie cylinder on demand (COD) demonstriert Audi seine Kompetenz im Motorenbau. Die innovative Zylinderabschaltung ist bereits bei drei Benzin-Aggregaten an Bord, beim 1.4 TFSI COD, beim 4.0 TFSI COD und jetzt auch beim W12 COD im neuen Audi A8 L.

Die COD-Technologie von Audi ist vielseitig – sie eignet sich für den Vierzylinder-Direkteinspritzer ebenso wie für den V8-TFSI und den Zwölfzylinder-Sauger. Bei allen Motoren legt sie in den oberen Gängen bei niedriger bis mittlerer Last und Drehzahl die Hälfte der Zylinder solange still, bis der Fahrer wieder kräftiger Gas gibt. In den aktiven Zylindern steigt der Wirkungsgrad, weil sich die Betriebspunkte zu höheren Lasten hin verlagern.

Alle Umschaltungen laufen so weich ab, dass sie kaum wahrzunehmen sind. Bei den Achtzylindermodellen kompensieren aktive Motorlager Vibrationen weitgehend und die Audi Noise Cancellation (ANC) reduziert unerwünschte Frequenzen durch einen gezielten Gegenschall in der Abschaltphase; je nach Modell sind diese Lösungen einzeln oder gemeinsam im Einsatz.

Beim 1.4 TFSI COD greift das System auf die Zylinder zwei und drei zu, beim 4.0 TFSI auf die Zylinder zwei, drei, fünf und acht. Beim Abschalten werden Zündung und Einspritzung stillgelegt. Die so genannten Nockenstücke, die von elektromagnetisch betätigten Stiften auf der Nockenwelle verschoben werden – schließen die Ventile; zuvor werden die Brennräume noch einmal mit Frischluft gefüllt, um den Innendruck in den Zylindern zu verringern

Der W12-Motor mit seinen 368 kW (500 PS) nutzt eine spezielle Variante der COD-Technologie, bei der die Ventile geöffnet bleiben. Das System stellt zunächst an allen Zylindern der linken Bank die Einspritzung und die Zündung ab, so dass der Motor als Sechszylinder läuft. Bevor die Temperatur am Katalysator zu stark abfällt, wird die linke Bank wieder befeuert und dafür die rechte stillgelegt. In einer längeren Abschaltphase sind beide Zylinderbänke abwechselnd aktiv und inaktiv.

Durch die COD-Technologie geht der Verbrauch markant zurück. Beim RS 6 Avant und beim RS 7 Sportback etwa beträgt die Einsparung im NEFZ-Zyklus rund fünf Prozent – der 4.0 TFSI COD, der hier satte 412 kW (560 PS) leistet, begnügt sich mit 9,8 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Der 1.4 TFSI COD ist 103 kW (140 PS) stark und kommt im Audi A3 im Mittel mit gerade mal 4,7 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer aus. Im NEFZ-Zyklus bringt die Zylinderabschaltung einen Vorteil von etwa 0,4 Liter pro 100 Kilometer, bei moderater Fahrweise sind es sogar bis zu 20 Prozent.


Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.