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Ein Ferrari 250 Gran Turismo Omologato wird für 38 Millionen US-Dollar versteigt

Pressemitteilung   •   Aug 11, 2015 20:31 CEST

Autos können ein teures Hobby sein. Besonders in Deutschland hat man dafür Verständnis. Die Nation der Autobauer gibt einen beträchtlichen Anteil ihres Einkommens für schöne Fahrzeuge aus. In den USA wurde nun jedoch mehr Geld für ein Auto ausgegeben, als jemals zuvor auf der Welt. Bei dem Gefährt handelt es sich um einen Ferrari 250 Grand Turismo Omologato aus dem Jahre 1962. Dieser befand sich zuvor in, wie sollte es auch anders sein, italienischer Hand und war rot lackiert. Im Jahre 1965 wurde für das Auto exakt 2,5 Millionen Lira bezahlt, was zu damaligen Zeiten einem Kaufpreis von 16.000 D-Mark entsprach. Der Käufer war ein Herr namens Fabrizio Violati. Der Italiener ist weltweit für seine Sammlung exklusiver Rennautos bekannt.

50 Jahre später hat der Wagen eine beträchtliche Wertsteigerung hinter sich und wurde in einer in San Francisco stattfindenden Auktion für 38 Millionen US-Dollar versteigert. Das Fahrzeug wurde vor Violatios Kauf in der Tour de France Automobile gefahren und erzielte den zweiten Platz. Einige Zeit später starb der Rennpilot in einem Autounfall mit seinem Ferrari 250 GTO. In seiner Herkunftsstadt Maranello wurde der Ferrari wieder repariert und anschließend von Paolo Colombo, einem aus Italien stammenden Autorennfahrer, in mehreren Rennen verwendet.

Weshalb dieser Ferrari so besonders ist

Von 1965 bis zu seiner Versteigerung im Jahre 2014 war das Auto Teil der Sammlung von Fabrizio Violati. Niemals zuvor war ein solches Fahrzeug so lange im Besitz einer einzelnen Person. Unter Liebhabern gilt der 250 GTO als einer der schönsten Ferraris. Es wurden ausschließlich 39 Stück hergestellt und jeder einzelne ist ein Unikat. Sie weichen leicht voneinander ab und selbst die Karosserie wurde in Handarbeit auf einer Form aus Holz gefertigt.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Faktor, der diesen 250 Gran Turismo Omologato zu etwas ganz besonderem macht. Giotto Bizzarrini, der vielleicht berühmteste Konstrukteur im Hause Ferrari, geriet im Jahre 1962 mit Enzo Ferrari aneinander und verließ anschließend das Unternehmen. Der verbaute V12 Motor war der letzte der von ihm entworfen wurde.

Autoauktionen sind längst keine Seltenheit mehr

Die meisten Menschen werden wohl noch nie Zeuge einer Auktion geworden sein, bei der ein Fahrzeug versteigert wurde und wahrscheinlich wurde noch nie ein Fuß in ein Auktionshaus gesetzt. Tatsächlich sind diese jedoch an der Tagesordnung. Die meisten Autohändler decken sich auf KFZ Auktionen mit neuen Fahrzeugen für ihren Gebrauchtwagenhandel ein. Der größte Autoauktionator Europas ist British Car Auctions Europe. Die Versteigerung eines Autos dauert hier meist deutlich unter 60 Sekunden.
Etwa die Hälfte aller Mitbietenden befinden sich vor Ort, während die andere Hälfte der Versteigerung via Internet beiwohnt. Es ist jedoch wohl eher unwahrscheinlich, dass BCA Europe in Zukunft ein Auto wie den Ferrari 250 Gran Turismo Omologato versteigern wird. Hier hat man sich eher auf gängigere Modelle spezialisiert.

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