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ESET Security-Analyse: Die größten Windows-Schwachstellen 2015

Pressemitteilung   •   Jan 26, 2016 15:00 CET

Bratislava / Jena, 26. Januar 2016 – Der europäische Security-Software-Hersteller ESET hat heute einen exklusiven Report veröffentlicht, der die größten Windows-Schwachstellen des vorherigen Jahres beleuchtet. Die Analyse zeigt, dass der Microsoft Internet Explorer (IE) mit Abstand die meisten Sicherheitslücken aufwies, wohingegen der neue Microsoft Edge-Browser in Windows 10 und Google Chrome mit wegweisenden Sicherheits-Features glänzen.

IE 7 bis 10: Support-Ende birgt neue Gefahren

Seit dem 12. Januar leistet Microsoft keinen Support mehr für die Internet Explorer-Versionen 7 bis 10 – dies sollte für Nutzer dieser veralteten Versionen ein wichtiger Anreiz dafür sein, auf eine neuere Version des Browsers – oder gar einen alternativen Browser wie Chrome, Opera oder Firefox – umzusteigen.

Nach Analyse von ESET zeigte sich der Internet Explorer, der in Windows 10 durch den von Grund auf neu entwickelten Microsoft Edge-Browser ersetzt wird, im Jahr 2015 äußerst anfällig für Schadsoftware und Hacker-Angriffe. In der Summe sind die geschlossenen Schwachstellen damit beinahe auf dem gleich hohen Niveau, wie schon 2014:

Abbildung 1: In 2015 geschlossene Schwachstellen in Internet Explorer und Edge (siehe unten)

Wie die Analyse von ESET zeigt, wurden neben den Lücken im Internet Explorer auch zahlreiche andere Windows-Komponenten von Microsoft im vergangenen Jahr durch Patches gefixt. Dabei auffällig: die Anzahl der gepatchten Komponenten stieg im Vergleich zu 2014 im Jahr 2015 bei den meisten Komponenten (Windows GUI / win32k.sys, Kernel-Mode-Treiber / KM, Windows User Mode-Komponenten / Windows UMC, Office) deutlich an, blieb lediglich bei .NET und dem Internet Explorer weitgehend stabil

Abbildung 2: Anzahl gepatchter Komponenten – Vergleich 2014 / 2015 (siehe unten)

Angriffe auf KM-Treiber und Windows GUI (win32k.sys) werden von Angreifern in der Regel dazu genutzt, um privilegierte Systemzugriffsrechte zu erlangen und sind dadurch besonders kritisch einzustufen. Der Grund: Mit diesen tiefgreifenden Rechten kann Schadcode aus der Ferne und im Kernel-Modus ausgeführt werden. Dies kann zur vollständigen Kontrolle über alle Ressourcen eines Rechners sowie über Teile des Hauptspeichers führen.

Einprägsame Schwachstellen des Vorjahres

Eines der denkwürdigsten Windows-Einfallstore im vergangenen Jahr stand in Verbindung mit CVE-2015-1769. Eine Verwundbarkeit des Windows Mount Manager Subsystems betraf sowohl Server- als auch Client-Versionen ab Windows Vista und neuer. Dieses „Stuxnet-like“ genannte Angriffsszenario setzte zwar physischen Zugriff auf das System über einen USB-Anschluss voraus, erlaubte Angreifern aber die Ausführung von Code mit Systemrechten.

Der vollständige Report „ESET Windows Exploitation in 2015“ steht auf dem ESET Security-Blog WeLiveSecurity zum Download bereit. Darin finden sich weitere bedeutsame Schwachstellen aus 2015 sowie detaillierte Einblicke in die wirkungsvollen Absicherungs-Methoden von Google Chrome und Microsoft Edge. Ebenso liefert ESET eine Analyse der letztjährigen Aktivitäten der kommerziellen „Hacking Team“-Cybergruppe, die zahlreiche zahlende Staaten und Geheimdienste mit exklusiven Hintergründen zu aktuellen Zero-Day-Lücken versorgt.

Ein umfassender Blogeintrag dazu findet sich ebenfalls auf WeLiveSecurity.

ESET ist ein weltweiter Anbieter von IT-Sicherheitslösungen für Unternehmen und Privatanwender. Der Entwickler der preisgekrönten NOD32-Technologie gilt als Vorreiter in der proaktiven Bekämpfung selbst unbekannter Viren, Trojaner und anderer Bedrohungen. ESET ist auf diesem Gebiet seit über 25 Jahren führend. 

Im Juni 2013 wurde ESET NOD32 Antivirus zum 80. Mal vom Virus Bulletin mit dem VB100 Award ausgezeichnet und ist damit Rekordhalter. Darüber hinaus hat die NOD32-Technologie im Vergleich zu Produkten anderer AV-Hersteller die längste Zeit in Folge den VB100 Award erhalten. Auch AV-Comparatives, AV-TEST und weitere Organisationen haben ESET bereits ausgezeichnet. 

Millionen von Nutzern vertrauen ESET NOD32 Antivirus, ESET Smart Security, ESET Cyber Security (Antivirenprogramm für Macs), ESET Mobile Security und IT Security for Business. Die Produkte zählen weltweit zu den am häufigsten empfohlenen Sicherheitslösungen.

ESET hat seine Zentrale in Bratislava (Slowakei) und besitzt regionale Vertriebszentren in San Diego (USA), Buenos Aires (Argentinien) und Singapur. In Jena (Deutschland), Prag (Tschechische Republik) und Sao Paulo (Brasilien) unterhält das Unternehmen eigene Niederlassungen. Außerdem verfügt ESET über Forschungszentren zur Malware-Bekämpfung in Bratislava, San Diego, Buenos Aires, Singapur, Prag, Košice (Slowakei), Krakau (Polen), Montreal (Kanada) und Moskau (Russland) sowie über ein Netz exklusiver Distributoren in mehr als 180 Ländern weltweit.