JobStairs

Familienfreundliche Unternehmen: Herausforderungen und Maßnahmen im Personalmanagement

Pressemitteilung   •   Aug 21, 2012 11:08 CEST

Bad Nauheim, 21. August 2012 – Das Thema Familienfreundlichkeit ist bei vielen großen Unternehmen in Deutschland eines der wichtigsten Themen in der Personalarbeit. Die angeboten Maßnahmen in diesem Bereich sind vielschichtig.

Eine Befragung der Personalverantwortlichen der JobStairs Partnerunternehmen zeigt, dass in Großunternehmen dem Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine hohe Bedeutung zukommt. Für 96 Prozent der befragten Unternehmen ist das Thema wichtig. Bei über der Hälfte der JobStairs Partnerunternehmen kommt das Thema sogar unter die Top-3-Themen der Personalarbeit. Da wundert es auch nicht, dass es bereits bei 96 Prozent der Betriebe feste Vereinbarungen für eine familienfreundliche Personalpolitik gibt oder diese zumindest in Planung sind. Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist die entscheidende Grundlage für Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit“, berichtet Dr. Sarah Ulmschneider-Renner, Leiterin Talent Resourcing bei BASF: „Davon profitieren sowohl die Mitarbeiter als auch das Unternehmen.“

Bei der Suche nach neuen potenziellen Kandidaten wird das Thema jedoch nicht immer publik gemacht: Zwar geben 44 Prozent der Unternehmen an, dass sie das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ bei Stellenanzeigen hervorheben, knapp ein Drittel tut dies jedoch nicht immer. Das Kriterium ist bei 28 Prozent von der ausgeschriebenen Position abhängig. Die Maßnahmen, die in diesem Rahmen umgesetzt werden, sind vielschichtig: Teilzeit-Arbeit ist ein Modell, das alle befragten Unternehmen anbieten. Ebenso üblich sind bei 95% der JobStairs Partnerunternehmen Heim- oder Telearbeitsplätze vom Home-Office aus, um eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten. „Vor allem unsere Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung und unser Angebot, auch von zu Hause oder von unterwegs arbeiten zu können, kommen bei den Kollegen sehr gut an“, weiß Martina Lutz, Managerin im Bereich People Strategy & Culture bei Ernst & Young. „Neben den flexiblen Arbeitszeiten ist eine unserer erfolgreichsten Maßnahmen das Angebot der Kinderbetreuungsmöglichkeiten“, ergänzt Edgar Vieth, Arbeitsdirektor bei Roche Diagnostics. So gehören betriebseigene Kindergärten oder Kindertagesstätten bei mehr als Dreiviertel der Unternehmen zum Maßnahmenportfolio für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mehr als 70 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass bei Krankheit eines Kindes Sonderurlaub gewährt wird. Sonderurlaub zur Pflege eines anderen Familienmitglieds bekommt man bei über 50 Prozent der Unternehmen.

Innovative Ansätze, wie Pflegebüros, Soziale Dienste, Angebote und Beratung bei Pflege von Angehörigen oder Ferienangebote, werden von einigen
Partnerunternehmen als zusätzliche Maßnahmen angeboten. „In der Regel finden die familienfreundlichen Maßnahmen erst die Adressaten, wenn es eine individuelle Betroffenheit gibt, jemand Mutter oder Vater wird. Oder es gilt, die Verantwortung für eine pflegebedürftige Person übernehmen zu müssen. Da es nicht zielführend ist, die gesamte Belegschaft über alle Maßnahmen zu informieren, lohnt es sich eher, spezifische Zielgruppen direkt anzusprechen“, berichtet Gudrun Müller, Leiterin des Servicecenters Soziales bei Fraport AG.

Wie aber wird der Bedarf des Angebots ermittelt? „Wir führen dafür alle zwei Jahre eine Umfrage genau zu diesem Thema durch. Dabei ermitteln wir insbesondere die unterschiedlichen Bedarfe der Mitarbeiter, die in der Düsseldorfer Zentrale oder in unseren bundesweiten Standorten arbeiten und passen – wenn möglich – unser Angebot an“, berichtet Sonja Kokoschka, Department Managerin Human Capital Management bei der E-Plus Gruppe. „Darüber hinaus wird das Thema in Vorstellungsgesprächen von Bewerbern inzwischen oft direkt angesprochen, die sehr klar formulieren, welche Erwartungen sie gegenüber ihrem potenziellen Arbeitgeber haben. Gerade für Professionals mit Nachwuchs gewinnt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zunehmend an Bedeutung.“, so Jens Plinke, Head of Corporate Employer Branding bei Henkel.

 

=== Über JobStairs ===

JobStairs ist ein Job-Portal, das auf maximale Effizienz für die Bewerber ausgerichtet ist. Aktuell haben sich 58 deutsche Großunternehmen vertraglich an JobStairs gebunden, und bieten ihre Top-Jobs auf http://www.jobstairs.de/ an. Weitere Unternehmen sollen hinzukommen. Die Jobangebote werden täglich aktualisiert, übersichtlich und klar angezeigt und leiten die Bewerber ohne Umwege auf die Bewerbungsformulare der Human-Resources-Websites der Unternehmen weiter. Verantwortlich für die technische und gestalterische Umsetzung des Konzepts von JobStairs und gleichzeitig Betreiber der Plattform ist milch & zucker – THE MARKETING & SOFTWARE COMPANY AG, Bad Nauheim/Hamburg. Das Portal wurde 2003 in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der DJM Consulting GmbH, Königstein im Taunus, entwickelt. Die Koordination der JobStairs-Partnerunternehmen obliegt nach wie vor der DJM Consulting GmbH. Teilnehmende Unternehmen sind derzeit: Accenture, Allianz, ANDREAS STIHL AG & Co. KG, AUDI AG, AXA Konzern AG, BASF, Bayer AG, Benteler Gruppe, Bertelsmann AG, Bertrandt AG, BMW Group, Brose Gruppe, Commerzbank AG, Continental AG, Daimler AG, Deloitte, Deutsche Bahn AG, Deutsche Börse AG, Deutsche Lufthansa AG, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom AG, Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, E-Plus Gruppe, E.ON AG, EADS, Ernst & Young GmbH, Evonik Industries, Fraport AG, Fresenius Group, Freudenberg Gruppe, Hannover Rückversicherung AG, Henkel AG & Co. KGaA, HypoVereinsbank, Infineon Technologies AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Merck-Gruppe, Metro Group, Microsoft Deutschland GmbH, Munich Re (Gruppe), OBIGroup Holding GmbH, Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf, PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Porsche AG, PwC, REWE Group, Robert Bosch GmbH, Roche Diagnostics GmbH, RWE AG, Salzgitter AG, SAP AG, SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG, Siemens AG, Stadtwerke München GmbH, ThyssenKrupp AG, Tognum-Gruppe, Vodafone Deutschland, Wacker Chemie AG, ZF Friedrichshafen AG.