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Magazino mit dem 1. Platz bei „The Spark – der deutsche Digitalpreis“ ausgezeichnet

Pressemitteilung   •   Nov 09, 2018 02:50 CET

München, 8. November 2018 Das Münchener Robotik Startup Magazino wurde mit dem 1. Platz bei „The Spark – der deutsche Digitalpreis“ ausgezeichnet. Handelsblatt und McKinsey haben vor rund 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum dritten Mal „The Spark – Der deutsche Digitalpreis“ vergeben. In diesem Jahr wurden mit dem Preis bahnbrechende Ideen und disruptive Konzepte im Bereich Robotik ausgezeichnet. Zehn digitale Vorreiter-Unternehmen traten als Finalisten in der Arena Berlin an und präsentierten sich dem Publikum. Magazino konnte die Jury mit dem Software-Stack ACROS überzeugen. Das Advanced Cooperative Robot Operation System (ACROS) ist eine Art Betriebssystem für intelligente und mobile Roboter, welches auch bei den von Magazino entwickelten Logistik-Robotern TORU und SOTO zum Einsatz kommt.

Dr. Moritz Tenorth, CTO bei Magazino, freut sich über die Auszeichnung: "Damit Roboter wirklich autonom in der realen Welt zurechtkommen und intelligentes Verhalten lernen können, brauchen sie eine Art Gehirn - mit ACROS haben wir die ersten Schritte in diese Richtung getan".

Erst durch ACROS wird es für autonome Roboter überhaupt möglich, sich in einer chaotischen Welt zurechtzufinden.Dank ACROS sind die Roboter überhaupt erst in der Lage, sich in einer chaotischen Welt zurechtzufinden.

Mit ACROS sind Roboter wie TORU in der Lage, vollständig autonom in Stückgutlagern von E-Commerce-Händlern online bestellte Artikel in den Regalen zu identifizieren, zu greifen und zur Versandstation zu bringen. Dank zahlreicher Sensoren und 3D-Kameradaten sind sie im Stande, auch parallel zu den Mitarbeitern vor Ort zu arbeiten. TORU ist z.B. in Schuhlagern von Logistikdienstleistern wie Fiege Logistik oder bei dem Modeversender Zalando im Einsatz und unterstützt die Mitarbeiter dort beim Ein- und Auslagern von online bestellten Schuhen.

ACROS unterstützt durch seinen modularen Aufbau die Entwicklung intelligenter und mobiler Roboter sowie deren Implementierung am Einsatzort. Weiterhin dient ACROS zur Koordinierung und Steuerung ganzer Roboterflotten. Eine globale Wissensdatenbank, die aus Daten aller ACROS betriebenen Roboter Wissen generiert (Deep Learning), stellt die Basis für intelligentes Verhalten (A.I.) der Roboter.

Frederik Brantner (Co-Founder & CEO) beim Pitch. Foto: Nils Bröer für Handelsblatt

Bisher wurden Roboter von ihren Herstellern immer individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen mit eigener Software programmiert. Mit ACROS ist es erstmals möglich, ganz unterschiedliche Arten von Robotern schnell und unkompliziert mit einem übergreifenden „Betriebssystem“ zu programmieren. Roboter als Hardware werden somit austauschbar – die Intelligenz liegt vielmehr im Code. ACROS stellt also weniger eine einzelne Software dar, als vielmehr einen kompletten Software-Stack. Darin eingebunden sind z.B. die Programmmodule für die Objekterkennung, die freie Navigation im Lager, die Planung der Greiferbewegung und die Kommunikation der Arbeitsaufträge mit dem Warenwirtschaftssystem das Lagers. ACROS geht aber weit darüber hinaus ein Baukasten-System zur Programmierung zu sein. Es dient auch der Fernwartung, dem Flottenmanagement, als Datenbank für Objekte und Aufträge sowie als Kommandozentrale im Lager.

Dazu kommt: Je mehr Roboter mit ACROS arbeiten, desto mehr Erkenntnisse und Daten kommen in die Cloud. Über Deep-Learning lernen die Roboter, unabhängig von ihrem Einsatzort oder den Objekten die sie greifen, ständig voneinander. Die Performance der Roboter steigert sich damit nicht nur durch verkürzte Zeiten bei der Objektidentifizierung- und Lokalisierung, sondern auch, weil die Roboter mit völlig unbekannten oder komplexen Situationen immer zuverlässiger und souveräner umgehen können.

Die Magazino GmbH mit Sitz in München wurde 2014 von Frederik Brantner, Lukas Zanger und Nikolas Engelhard gegründet. Das Startup ist mittlerweile stark gewachsen und entwickelt und baut wahrnehmungsgesteuerte, mobile Roboter für die Intralogistik. Zu den Investoren gehören neben der Körber AG auch der Onlinehändler Zalando und der Logistik-Dienstleister Fiege Logistik. Der Kommissionier-Roboter TORU ist die zentrale Entwicklung von Magazino. Konnten bisher meist nur ganze Ladungsträger wie Paletten oder Kisten automatisiert geholt werden, so wird mit TORU endlich der stückgenaue Zugriff auch auf das einzelne Objekt möglich. Mit Magazinos Technologie können über 2D- und 3D-Kameras einzelne Objekte im Regal identifiziert und lokalisiert, sicher gegriffen und schließlich präzise an ihrem Bestimmungsort wieder abgelegt werden. Der intelligente Roboter arbeitet parallel mit den Menschen und bringt benötigte Teile zum richtigen Zeitpunkt direkt bis zur Werkbank oder zur Versandstation. Magazino liefert damit die perfekte Waren-Logistik für die Industrie 4.0.