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Maskiert als Flash Player-Update: ESET Forscher entdecken gefährlichen Android-Downloader

Pressemitteilung   •   Feb 15, 2017 16:23 CET

Die Experten des Security-Software-Herstellers ESET haben eine neue gefährliche Android-App entdeckt, die in der Lage ist, zusätzliche Malware herunterzuladen und auszuführen. Der Trojaner wird von ESET als Android/TrojanDownloader.Agent.JI erkannt und über kompromittierte Webseiten als Flash Player-Update maskiert verbreitet.

„Hintertür“ für weitere Schadsoftware

Nach der Installation startet die Malware einen gefälschten „Saving Battery“-Service im Android-System und erfordert vom Nutzer kritische Berechtigungen in den Bedienungsfunktionen von Android. Dem Angreifer wird so erlaubt, aktive Apps und Fensterinhalte abzurufen und „Explore by Touch” einzuschalten. Damit kann er die Aktionen des Nutzers imitieren und auf dem Display des Geräts anzeigen, was er möchte.

„In den von uns untersuchten Fällen wurde dieser Trojaner programmiert, um einen weiteren Trojaner herunterzuladen, der wiederum Geld von Bankkonten abschöpft. Es bedarf nur einer kleinen Änderung im Code, um den Nutzer mit Spyware oder Ransomware zu befallen“, erklärt ESET Malware Researcher Lukáš Štefanko, der die Analyse leitete.

Entfernung mit Mobile Security oder manuell

Der Schlüsselindikator dafür, ob ein Gerät mit dieser Malware infiziert wurde ist das Vorhandensein einer „Saving Battery“-Option unter den Services im Bedienungsmenü. In diesem Fall sollte der Nutzer entweder eine Mobile-Security-App wie ESET Mobile Security & Antivirus verwenden, um die Bedrohung zu entfernen, oder die App manuell über den Pfad Einstellungen -> Anwendungsmanager -> Flash-Player deinstallieren.

In manchen Fällen wurden Nutzer bereits erfolgreich dazu gebracht, der App Berechtigungen zur Geräteverwaltung zu gewähren. Dann ist es notwendig, diese Berechtigungen zuerst über den Pfad Einstellungen -> Sicherheit -> Flash-Player zu deaktivieren.

„Leider entfernt das Deinstallieren des Downloaders nicht die schädlichen Apps, die er möglicherweise installiert hat. Die Nutzung einer mobilen Sicherheitslösung ist deshalb die beste Variante, um das Gerät zu säubern“, rätLukáš Štefanko.

ESET Sicherheitsexperten empfehlen eine Reihe einfacher Tipps, um der Infizierung mit mobiler Malware vorzubeugen:

  • Laden Sie nur Apps oder Updates bei vertrauenswürdigen Quellen – bei Updates des Adobe Flash Players ist die offizielle Adobe-Website die einzige sicher Quelle. Achten Sie immer auf die URL-Adresse im Browserfenster.
  • Achten Sie darauf, welche Berechtigungen Ihre Apps erfordern.
  • Nutzen Sie eine verlässliche mobile Sicherheitslösung.

Weitere Informationen über den gefährlichen Mobile Downloader finden Sie auf dem Blog Welivesecurity.de von ESET unter http://www.welivesecurity.com/deutsch/2017/02/15/android-trojaner-laesst-fernsteuerung-zu/

ESET Sicherheitsexperten stehen auch auf dem diesjährigen Mobile World Congress mit weiteren Informationen zum Thema Mobile Security zur Verfügung. 

ESET ist ein weltweiter Anbieter von IT-Sicherheitslösungen für Unternehmen und Privatanwender. Der Entwickler der preisgekrönten NOD32-Technologie gilt als Vorreiter in der proaktiven Bekämpfung selbst unbekannter Viren, Trojaner und anderer Bedrohungen. ESET ist auf diesem Gebiet seit über 25 Jahren führend. 

Im Juni 2013 wurde ESET NOD32 Antivirus zum 80. Mal vom Virus Bulletin mit dem VB100 Award ausgezeichnet und ist damit Rekordhalter. Darüber hinaus hat die NOD32-Technologie im Vergleich zu Produkten anderer AV-Hersteller die längste Zeit in Folge den VB100 Award erhalten. Auch AV-Comparatives, AV-TEST und weitere Organisationen haben ESET bereits ausgezeichnet. 

Millionen von Nutzern vertrauen ESET NOD32 Antivirus, ESET Smart Security, ESET Cyber Security (Antivirenprogramm für Macs), ESET Mobile Security und IT Security for Business. Die Produkte zählen weltweit zu den am häufigsten empfohlenen Sicherheitslösungen.

ESET hat seine Zentrale in Bratislava (Slowakei) und besitzt regionale Vertriebszentren in San Diego (USA), Buenos Aires (Argentinien) und Singapur. In Jena (Deutschland), Prag (Tschechische Republik) und Sao Paulo (Brasilien) unterhält das Unternehmen eigene Niederlassungen. Außerdem verfügt ESET über Forschungszentren zur Malware-Bekämpfung in Bratislava, San Diego, Buenos Aires, Singapur, Prag, Košice (Slowakei), Krakau (Polen), Montreal (Kanada) und Moskau (Russland) sowie über ein Netz exklusiver Distributoren in mehr als 180 Ländern weltweit.