Helmuth Focken Biotechnik e.K.

Milpaanbau und das Indianerbeet im Biogarten

Pressemitteilung   •   Apr 14, 2019 10:52 CEST

Es ist keine Utopie. Hohe Erträge erwirtschaften bei verhältnismäßig geringem Arbeitsaufwand ohne umweltschädigende Düngung und Pflanzenschutz. In der Biologie verschwindet nichts, es wandelt sich nur um.

Weil Eokomit / Ecosana von Dr. Holzinger ein für den biologischen Landbau zugelassenes Bakterienprodukt, aus rein natürlichen Bodenorganismen diese Umwandlungsprozesse, einleitet, beschleunigt und aufrecht erhält, ist es eine ideale Ergänzung zum jahrhundertalten Milpaanbau mit Pflabzenkohle (terra preta) und kann im Indianerbeet leicht umgesetzt werden.

Der Milpaanbau kombiniert Flächenoptimierung und Humusbildung.
Milpa ist ein Landwirtschaftssystem, das die entscheidende Grundlage für die hochentwickelten Kulturen und die existenzielle Voraussetzung für die großen Städte der Inkas, Mayas und Azteken war. Mischkulturen auf Hügeln waren auch in Nordamerikaweit verbreitet.

Milpaanbau ist ein Landwirtschaftssystem bei dem Getreide, Leguminosen und Gemüse so auf einem Feld kombiniert werden, dass nicht nur der Gesamtertrag der Fläche optimiert, sondern auch die Fruchtbarkeit des Bodens von Jahr zu Jahr verbessert wird. In Kombination mit Pflanzenkohle, Mulching und Nährstoffrecycling lässt sich Humus aufbauen, Kohlenstoff speichern und Biodiversität fördern.

Das Anlegen von Indianerbeeten im biologischen Gemüsegarten
Mais und Bohnen gemeinsam auf niedrigen Hügeln anbauen, hat im Milpaanbau der Indianer eine lange Tradition. Die Hügel sind im Abstand von etwa 1,2 Metern angelegt und haben einen Durchmesser von ca 50 cm und sind rund 10 cm hoch. Pro Hügel setze vier vorgezogene Maispflanzen ein und später an den Schrägen des Hügels acht Bohnen. Der Mais braucht genügend Vorsprung, denn die Bohnen sollen an ihm hochranken. Die 4 Maisstängel werden durch die Umwicklung mit den Bohnen sehr stabil und widerstandsfähiger gegen Starkwind. Zwischen den Hügeln wachsen Kürbis und Zucchini auf ebenfalls kleinen, angehäuften Hügeln. Der Kreativität im Anbau sind keine Grenzen gesetzt. So wachsen an der Nordseite der Hügel im ersten Jahr Sonnenblumen, in den Folgejahren niedrige Fruchtsträucher und immer so, dass den Hauptpflanzen nicht schattiert sind.
Dort wo die Hügel entstehen sollen, hebe mit einer Kartoffelhacke Erdlöcher aus und befülle sie mit zwei Schippen gesättigter Pflanzenkohle. Darauf streue eine Schaufel fermentierte Küchenabfälle (Bokashi) und füge reichlich durch Eokomit zersetze Biomasse zu. Anschließend werden die Hügel mit einer Kartoffelhacke so geformt, dass am „Gipfel“ in der Mitte des Hügels eine Bewässerungssenke entsteht. In der flachen Mulde sammelt sich Tau und Niederschlag.
Es empfiehlt sich das biologische Bakterienpräparat Eokomit von Dr. Holzinger im Milpaanbau einzusetzen. Es garantiert eine gute Bakteriengemeinschaft, die die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt und Dauerhumus fördert.. Für dieEokomitbakterien bringe Strohmulch auf den Flankenseiten der Hügel auf. Er füttert die durch das Bakterienprodukt Eokomit erzeugte Lebensgemeinschaft der Bakterien. Die zellulosezersetzenden Bakterien in Eokomit haben so immer Nahrung und versorgen die anderen Bakterien der Mikrobengemeinschaft und diese die Pflanzen. Die Anlage der Pflanzhügel hat den Vorteil, dass sich der Boden der Hügel besser erwärmt, sich keine Staunässe bildet,der Boden besser durchlüftet ist und die Pflanzen schneller und gesünder wachsen. Durch den Etagenaufbau Fruchtsträucher, Blumen, Gemüse, Kräuter und der gleichzeitig herrschenden Wurzelvielfalt ist die Flächen extrem produktiv, der Boden ist immer bedeckt, starke Niederschläge konnen die Nährstoffe nicht auswaschen, starke Sonneneinstrahlung wird abgemildert.
Dieses Bodensystem wird trotz hohen Produktivität von Jahr zu Jahr fruchtbarer.


Das Grundprinzip der Milpa ist, dass sich mehrere Fruchtarten gegenseitig funktional ergänzen.
Der Mais ist die Stützpflanze für Bohnen. Die Leguminosen Bohnen und/ oder Erbsen binden den Luftstickstoff. Kürbisblätter dämpfen die Wasserverdunstung aus dem Boden, verhindern die von Mais begünstigte Bodenerosion. Werden diese Pflanzen einzeln angebaut, ist die langfristige Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit eher schädigend als fördernd. In Monokultur bleibt Mais mit den meisten Wurzeln in den oberen 20 Zentimetern, Kürbis benutzt die Schicht zwischen 20 und 40 Zentimeter und die Bohnenwurzeln verteilen sich in Tiefen bis zu 60 cm. Im Mischanbau hingegen ist die Gesamtwurzelmasse um ein vielfaches größer und das Bodenvolumen wird effizienter genutzt. 

Beim Milpaanbau benötigt man Pflanzenkohle um Dauerhumus aufzubauen und Bakterien.
Pflanzenkohle stellt man am besten selber her und sättigt sie mit Urin oder Gülle aus gesunder Haltung. Je fruchtbarer der Boden um so mehr Bakterien hat er. In der Biologie verschwindet nichts, es wandelt sich durch Bakterien nur um. Vor Anlegen des Indianerbeetes im Milpaanbau geht es darum, die Hügel mit guten und vielen, dem Pflanzenwachstum förderlichen Bakterien zu besiedeln.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Es werden biologische Abfälle aerob oder anaeriob verwertet und in den biologischen Kreislauf zurückgeführt. Das gilt für Heckenschnitt, Küchenabfälle, tierische Abfälle, etc.
Gärung und Fäulnis entsteht hauptsächlich bei Sauerstoffabschluss durch anaerobe Bakterien. Die EM Milchsäuregärung (oder "Bokashi"-Herstellung) ist eine hervorragende Möglichkeit, um organische Massen nahezu verlustfrei zu konservieren.Terra Preta basiert nicht auf dieser sauren Gärung. Bei Terra Preta handelt sich um eine völlig andere aerobe Mikrobiologie.

Eokomit beim Milpaanbau in Kombination mit Holzkohle stellt für die Herstellung von stabilen Bodensystemen die benötigte Mikrobiologie her.
Eokomit besteht aus rein natürlichen, nicht veränderten Bodenorganismen, die in jedem gesunden Boden vorkommen müssen. Bacillus athrophaneus, Bacillus subtilis var. Niger, Cellulomonas uda, Geobacillus stearothermophilus. Diese Bakterien zersetzen jede Biomasse, besonders organische, pflanzliche Abfälle verwandelt Eokomit je nach Material und Jahreszeit in ca 2-5 Monaten in Humus. Die durch Eokomit zersetzte Biomasse bringt man in den Pflanzhügeln in unmittelbarer Nähe der Pflanzen ein, wo die Bakterien die Pflanze ernähren.

Eokomit im Milpaanbau was geschieht mit den patogonen Keimen?
Pathogene Bakterien kommen besonders in gedüngter Erde vor.
Vorne an die Sporenbildner und zwar aerobe und anaerobe. Sie vermehren sich üblicher Weise nicht im Boden
In seinen oberen Schichten beherbergt der Boden auch pathogene z. B. tierische Parasiten (z.B. die Parasiten mit exo- und endogenen Phasen müssen die einzelnen Stadien zum Teil in Boden durchmachen) z.B. Kokzidien oder Leberegel.
Alle Mikroorganismen brauchen Nahrungsstoffe, die O, H, C, N, P, S enthalten.
Allen Bakterien wohnt eine ihrer Art entsprechenden Lebenskraft inne. Sie befähigt die Bakterien auch unter ungünstigen Bedingungen ihr Leben und ihre Leistungsfähigkeit und bei pathogenen Keimen auch ihre Virulenz zu erhalten.
Alle Bakterien verlangen für ihre Entwicklung eine bestimmte Temperatur. Am besten gedeihen sie bei ihrem Temperaturoptimum.
Die psychophilen Bakterien (kalte Temperaturen bevorzugend ) haben ein Optimum an 15-20 Grad.
Die Meophilen bedürfen zur besten Entwicklung der Körpertemperatur ( 37 Grad) alle pathogenen Keime sind mesophil.
Eokomit besiedelt die Biomasse gezielt mit gewünschten Bakterien. Die Bakterien scheiden Stoffwechselprodukte aus, die sich in ihrem Wachstum fördern. Die Wachstumsförderung durch Stoffwechselprodukte einer anderen Bakterienart wird als Metabiose bezeichnet bezeichnet. Die Bakterien in Eokomit bilden eine Symbiose, eine ungestörte Lebensgemeinschaft. Die pathogenen Bakterien kommen in deutlich geringeren Konzentrationen vor und leben nicht in einer Symbiose, sie sterben an Nahrungsmangel und durch die Kompostierung der Bioabfälle wird es ihnen zu warm. Die Wärme im Kompost ist die thermische Leistung, die die Bakterien erbringen. Die Hitzeentwicklung des Bacillus subtilis wird zur Keimetötung im verpackten Dünger genutzt. Das termophile Bakterium Geobacillus stearothermophilus von Eokomit gedeiht bei höheren Temperaturen und setzt die Verrottung unter Ausschluss der pathogenen Keime fort.

Helmuth Focken Biotechnik e. K. beschäftigt sich mit Substanzen, Molekülen, die in der lebenden Natur für Individuen und deren natürliche Abwehr wichtig sind, um daraus hochwertige, besonders verträgliche Halbfertig- oder Endprodukte ohne Irritationspotential für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt herzustellen.

Die Sektoren sind:

  • Biokosmetik,
  • biologische Landwirtschaft,
  • Funktionsgarne für Zahnpflegeprodukte Fingerzahnbürsten, Zungenreiniger aus Mikrofasern, die antibakteriell wirken.

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