Nationalpark Schwarzwald

Veranstaltungen im Nationalpark

Pressemitteilung   •   Aug 30, 2017 10:37 CEST

Entdeckungstour im Nationalpark

Große und kleine Entdecker können am Dienstag, 5. September, den Nationalpark am Hohen Ochsenkopf kennenlernen. Treffpunkt ist um 9 Uhr die Bushaltestelle Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße.

Ein Nationalpark-Ranger zeigt auf dieser Wanderung, wie sich ein naturnaher Wirtschaftswald von einem naturbelassenen Wald unterscheidet. Zum Erholen und Auftanken eignen sich beide hervorragend, trotzdem gibt es feine Unterschiede, die in der entstehenden Wildnis am Hohen Ochsenkopf verraten werden. Hier darf sich der Wald schon seit vielen Jahren frei entwickeln.

Termin: Dienstag, 5. September 2017, 9 - 13 Uhr

Treffpunkt: Bushaltestelle Hundseck (B 500)

Zielgruppe: Interessierte ab 8 Jahren

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 10 Personen

Hinweis: feste Schuhe erforderlich

Durch wilde Wälder und Grinden

Seit über 100 Jahren besteht er nun – der Bannwald am Wilden See. Am Dienstag, 5. September können Interessierte einen Wald entdecken, in den seit 1911 kein Mensch mehr eingegriffen hat. Los geht die Tour um 10:30 Uhr am Nationalparkzentrum Ruhestein.

Auf der naturkundlichen Führung zur Karwand des Wilden Sees und über die mit Latschenkiefern bewachsenen Grinden erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie der Schwarzwald entstanden ist, welche heute noch deutlich sichtbaren Auswirkungen die letzte Eiszeit hatte und dass die Grinden eine alte Kulturlandschaft sind. Im ältesten Bannwald Baden-Württembergs können das Werden und Vergehen im natürlichen Kreislauf bestaunt werden. Hier wird deutlich, was „Natur Natur sein lassen“ bedeutet.

Termin: Dienstag, 5. September 2017, 10:30 - 13:30 Uhr

Treffpunkt: Nationalparkzentrum Ruhestein

Zielgruppe:alle Interessierten

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 20 Personen

Hinweis: feste Schuhe und entsprechende Kleidung erforderlich

Abendstimmung am Lotharpfad

Wie sich die Natur nach einem Orkan erholt, können Interessierte am Donnerstag, 7. September, auf einer Wanderung über den Lotharpfad selbst entdecken. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Parkplatz Lotharpfad.

Die Spuren des Orkans „Lothar“ sind stellenweise noch deutlich zu sehen, an anderen Stellen hat der neue Wald schon vieles zurückerobert. Auf dieser Abendführung erfahren die Gäste nicht nur Spannendes über den Sturm und seine Folgen, sondern können auch mit allen Sinnen die besondere Stimmung auf den Schwarzwaldhöhen genießen, wenn der Tag langsam verklingt und die Sonne hinter den Vogesen versinkt.

Termin: Donnerstag, 7. September 2017, 19 - 20:30 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Lotharpfad (B 500)

Zielgruppe: Interessierte ab 10 Jahren

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 15 Personen

Hinweis: Der Pfad setzt Trittsicherheit voraus, insbesondere, wenn es dämmert. Es geht über Treppen und Stege, deshalb sind feste Schuhe wichtig.

Totes Holz – lebendiger Wald

Wie ein abgestorbener Baum den Wald zu neuem Leben erweckt, erfahren alle Interessierten auf dieser Exkursion am Freitag, 8. September. Treffpunkt ist an der Bushaltestelle Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße um 9:30 Uhr.

Tote Bäume sind ein wichtiger Bestandteil in nicht wirtschaftlich genutzten Wäldern. Keinesfalls sind sie ein Zeichen für einen absterbenden Wald, sondern sie strotzen vor Leben. Erstaunlich viele Tier- und Pflanzenarten, aber auch Pilze und Flechten finden hier ihren Lebensraum. Ein Nationalpark-Ranger informiert bei der Wanderung über die ökologische Bedeutung abgestorbener Bäume als Lebensraum und Strukturbildner in den Wäldern.

Termin: Freitag, 8. September 2017, 9:30 - 13 Uhr

Treffpunkt: Bushaltestelle Hundseck (B 500)

Zielgruppe: Interessierte ab 10 Jahren

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 10 Personen

Hinweis: feste Schuhe erforderlich

Hoch hinaus auf die Badener Höhe

Den Nationalpark in allen Höhenlagen und tolle Aussichten kann man am Samstag, 9. September, auf einer Wanderung auf die Badener Höhe entdecken. Die Wanderung startet um 10 Uhr an der Bushaltestelle Dorfplatz in Herrenwies.

Auf dem Weg zur Badener Höhe erleben die Wanderinnen und Wanderer die verschiedenen Zonen des Nationalparks und erfahren unter anderem, was ein Entwicklungsnationalpark ist. Dazu gibt es spannende Informationen zum Borkenkäfer, zum Auerhuhn und zu andere Tieren und Pflanzen. Als echter Höhepunkt bietet der Friedrichsturm dann auf dem Gipfel einen tollen Rundumblick bis hin zu den Vogesen.

Termin: Samstag, 9. September 2017, 10 - 12:30 Uhr

Treffpunkt: Herrenwies, Bushaltestelle Dorfplatz

Zielgruppe: alle Interessierten

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 20 Personen

Hinweis: Gute Schuhe, Trittsicherheit und Kondition sind Voraussetzungen für diese Wanderung.

Sagenumwobene Wasserfälle

Zu den größten natürlichen Wasserfällen des Nordschwarzwalds führt diese Exkursion am Samstag, 9. September, um 14 Uhr. Los geht es am Kiosk im Klosterhof Allerheiligen.

Die naturbelassenen Allerheiligen-Wasserfälle gehören zu den höchsten Wasserfällen im gesamten Schwarzwald. Der Lierbach stürzt über mehrere Stufen die enge Schlucht hinunter. Vom Klosterhof in Allerheiligen steigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Nationalpark-Ranger über den Wattenstein zur Engelskanzel hinauf. Nach dem Abstieg hinunter führt die Wanderung zu den tosenden Allerheiligen-Wasserfällen durch die enge Schlucht über Treppen hinauf zur Klosterruine.

Termin: Samstag, 9. September 2017, 14 - 16:30 Uhr

Treffpunkt: Kiosk im Klosterhof Allerheiligen (K 5370)

Zielgruppe:alle Interessierten

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 20 Personen

Hinweis: Feste Schuhe + Trittsicherheit erforderlich, Einkehrmöglichkeit im Klosterhof

Mit dem Alten Testament auf wilden Wegen

Steffi Brodbeck vom ökumenischen Netzwerk „Kirche im Nationalpark“ lädt Familien mit Kindern ein, am Rande des Nationalparks die Geschichten des Alten Testaments neu zu entdecken. Treffpunkt ist am Samstag, 9. September, um 15 Uhr an der Kapelle St. Michael am Mummelsee.

Diese kleine Wanderung führt auf die Spuren des Alten Testaments. Der weite Himmel und die wilde Natur an der Hornisgrinde lässt dabei die Stimmung der uralten Geschichten spürbar werden.

Termin: Samstag, 9. September 2017, 15 - 18 Uhr

Treffpunkt: Kapelle St. Michael am Mummelsee (B 500)

Referentin: Steffi Brodbeck (Kirche im Nationalpark)

Zielgruppe: Familien mit Kindern

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 15 Personen

Hinweis: wetterfeste Kleidung und feste Schuhe erforderlich; bitte kleines Vesper mitbringen; findet nicht bei Dauerregen statt

Über den Lotharpfad

Diese Exkursion begibt sich auf eine Entdeckerreise über den erlebnisreichen Lotharpfad. Startpunkt ist am Sonntag, 10. September, um 9 Uhr auf dem Lotharpfad-Parkplatz.

Auf dem Lotharpfad, dessen Wegführung im vergangenen Jahr komplett erneuert wurde, kann junge Wildnis live erlebt werden. Im Jahr 1999 hat der Orkan "Lothar" am Schliffkopf große Waldflächen zu Fall gebracht. Auf dem beliebten Erlebnispfad an der Schwarzwaldhochstraße kann man nun beobachten, wie sich die Natur nach einem solchen Ereignis entwickelt, wenn Sie sich selbst überlassen bleibt. Inzwischen hat sich dort schon einiges getan. Die Besucherinnen und Besucher können sich hier vom Charme des jungen Waldes und spannenden Totholzformen begeistern lassen. Hier merkt man schnell, dass die Natur auch ohne uns Menschen sehr gut zurechtkommt. Der Lotharpfad führt über Stege, Leitern und Treppen; eine Aussichtsplattform bietet zudem schöne Blicke über die Höhenrücken des Nordschwarzwalds und ins Tal Richtung Oppenau.

Termin: Sonntag, 10. September 2017, 9 - 10:30 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Lotharpfad (B 500)

Zielgruppe: Interessierte ab 10 Jahren

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 15 Personen

Hinweis: Feste Schuhe, ggf. warme Kleidung und Trittsicherheit sind erforderlich.

Ökumenischer Tag der Schöpfung / Geistlicher Waldspaziergang

Die Kirchen laden am Sonntag, 10. September, zum Tag der Schöpfung in den Nationalpark ein. Um 10:30 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst unter freiem Himmel an der Skisprung-Schanze beim Nationalparkzentrum Ruhestein. Im Anschluss gibt es einen geistlichen Waldspaziergang.

„Dieser Tag ist dem Gebet für die Bewahrung der Schöpfung gewidmet. Gleichzeitig soll er dazu ermutigen, konkrete Schritte zu gehen, beziehungsweise schon geleistetes Engagement fortzusetzen“, sagt Pfarrer Wolfgang Sönning aus Baiersbronn-Mitteltal, der den Tag gemeinsam mit Helga Klär von der katholischen Seelsorgeeinheit Achertal organisiert. Die Kirchen wollen damit gemeinsam ein sichtbares Zeichen für den sorgsamen Umgang mit der Schöpfung setzen. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ab 12 Uhr ein geistlicher Waldspaziergang mit Dr. Wolfgang Schlund und einem Vertreter von „Kirche im Nationalpark“ geplant.

Termin: Sonntag, 10. September 2017, 10:30 - 11:30 Uhr; Spaziergang von 12 - 14:30 Uhr

Treffpunkt: Skisprung-Schanze am Nationalparkzentrum Ruhestein

Referenten: Dekan Georg Schmitt (Achertal), Schuldekan Herbert Kumpf (Kehl)

Zielgruppe: alleInteressierten, Spaziergang: Interessierte ab 12

Kosten: frei

Anmeldung: Gottesdienst: nicht notwendig / Waldspaziergang: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 30 Personen

Hinweis: Für den Spaziergang sind feste Schuhe notwendig.

Hornisgrinde – unterwegs im Hochmoor

Einen echten Höhepunkt bietet der Nationalpark am Sonntag, 10. September. Denn da geht es auf den höchsten Gipfel des Nordschwarzwaldes. Treffpunkt für die Gipfelstürmer ist um 10:45 Uhr an der Bushaltestelle Mummelsee.

Die Hornisgrinde, mit 1.164 Metern der höchste Gipfel im Nordschwarzwald, ist äußerst bemerkenswert: Hier gibt es das größte Hochmoor der Region mit wenigen, dafür aber sehr gut an die besonderen Verhältnisse im Moor angepassten Tieren und Pflanzen. Der Biberkessel erzählt die Geschichte der Eiszeit. Eine Besteigung des Bismarckturmes oder des Hornisgrindenturms bietet einen herrlichen Blick auf die Umgebung.

Termin: Sonntag, 10. September 2017, 10:45 - 13 Uhr

Treffpunkt: Bushaltestelle Mummelsee (B 500)

Zielgruppe: alle Interessierten

Kosten: frei

Anmeldung: erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de, max. 20 Personen

Hinweis: Der Rückweg zum Mummelsee erfolgt eigenständig.

Tourismus- und Wehrgeschichte

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals führt Geschichtsexperte Friedrich Wein zu militärhistorischen Hinterlassenschaften auf der Hornisgrinde. Am Sonntag, 10. September, findet die Exkursion gleich zweimal statt: um 10:45 Uhr und um 13:45 Uhr, Treffpunkt jeweils am Bunker am Hornisgrindeturm.

Das deutsche und auch das französische Militär haben bis heute Spuren auf der Hornisgrinde hinterlassen. Zu diesen führt Friedrich Wein und erläutert dabei die wechselvolle Geschichte des höchsten Gipfels des Nordschwarzwaldes. Als Bonus gibt es bei schönem Wetter noch traumhafte Weitsichten von den Vogesen über die Alpen bis zur Schwäbischen Alb.

Termine: Sonntag, 10. September 2017, 10:45 - 11:45 Uhr + 13:45 - 14:45 Uhr

Treffpunkt: Bunker am Hornisgrindeturm

Referent: Friedrich Wein (Experte für Wehrgeschichte)

Zielgruppe: alle Interessierten

Kosten: Eintritt bei Besteigung des Aussichtsturmes

Anmeldung: nicht notwendig

Hinweis: feste Schuhe erforderlich

Die Fotos im Anhang dürfen Sie gerne im Rahmen Ihrer Veröffentlichung zum Thema verwenden.

Foto 1: Totes Holz – lebendiger Wald, © Thomas Dobrzewski (Nationalpark Schwarzwald)
Foto 2: Sagenumwobene Wasserfälle – Allerheiligen, © Luis Scheuermann (Nationalpark Schwarzwald)


Schritt für Schritt zur Wildnis
Im Nationalpark Schwarzwald sind heute noch viele Spuren des
menschlichen Wirtschaftens im Wald zu sehen. Deswegen ist
er ein „Entwicklungsnationalpark“, d. h. der Mensch darf noch
kleine Hilfestellungen geben, bevor man den Großteil der Fläche
ganz der Natur übergibt. Spätestens nach 30 Jahren werden
drei Viertel des Nationalparks sich selbst überlassen. Bis dahin
gibt es drei unterschiedlich stark geschützte Bereiche.

Impulsgeber für die Region
Für die Betreuung des Gebiets ist die Nationalparkverwaltung
zuständig. Sie hat ihren Hauptsitz am Ruhestein. Welche Ziele
der Park verfolgt, und was auf seiner Fläche zu tun ist, wird im
Nationalparkplan festgelegt, der in den nächsten Jahren entsteht.
Einige Zonen des Parks
bleiben sofort der Natur
überlassen, in anderen kümmert
sich die Verwaltung um
Artenschutz, Wald- und Wegepflege,
Borkenkäfer- und
Wildtiermanagement. Auch
Führungen für die Gäste und
natürlich die Forschung zählen zu den Aufgaben. Bei Themen
wie zum Beispiel Verkehr oder Tourismus will der Nationalpark
Impulsgeber sein und gemeinsam mit Partnern die Region voranbringen.
Dabei stehen der Verwaltung Nationalparkrat und
-beirat zur Seite, in denen Vertreter aus der Region sitzen.
Landschaftliche Vielfalt
Der Nationalpark Schwarzwald zeichnet
sich durch seine landschaftliche Vielfalt aus:
Dunkle Wälder, idyllisch gelegene Täler,
friedlich ruhende Karseen, Moore, schroffe
Felswände und baumfreie Bergrücken, die
Grinden, bieten Lebensraum für Auerhuhn,
Kreuzotter und viele andere zum Teil seltene
Arten. Kein Wunder, dass hier der schnellste
Vogel der Welt, der Wanderfalke, ebenso zu
Hause ist wie die kleinste Eule Europas, der
Sperlingskauz.
Der Nationalpark gliedert sich in zwei Gebiete: Einen nördlichen
Teil rund um den Hohen Ochsenkopf und einen südlichen
Teil am Ruhestein. Ein ausgedehntes Rad- und Wanderwegenetz
lädt Gäste ein, die Natur zu erkunden und Erlebnispfade
wie Lothar-, Wildnis- oder Luchspfad erfreuen sich nicht nur
bei Kindern großer Beliebtheit.