Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

„Wir wollen die Zeitbomben entdecken“

Pressemitteilung   •   Sep 08, 2014 06:39 CEST

Anlässlich des Weltbildungstages heute, stellen wir Ihnen die Innovationen der Medizintechnik in Sachsen-Anhalt vor. Magdeburger Wissenschaftler entwickeln Sensoren zur Analyse von Gefäßablagerungen.

„Die Plaque reißt ein, und es kommt zum plötzlichen Verschluss des Gefäßes“, Prof. Dr. Rüdiger Braun-Dullaeus beschreibt anschaulich, wie es zu einem Schlaganfall oder einem akuten Herzinfarkt kommen kann. Atherosklerose, eine multifaktorielle Erkrankung des Schlagadersystems, kennt der Kardiologe am Universitätsklinikum Magdeburg als Erkrankung überwiegend älterer Patienten und als häufigste Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen. Seit sechs Jahren leitet Braun-Dullaeus die Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie – und hat sich einen Namen gemacht innerhalb seines wissenschaftlichen Wirkungsbereiches, der im engen Zusammenhang mit systemischen Gefäßerkrankungen steht,. „Sachsen-Anhalt nimmt eine Vorreiterrolle ein, was die demografische Entwicklung betrifft. Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung werden auch die Gefäßerkrankungen zunehmen“, sagt Braun-Dullaeus. Jedoch, so der Mediziner, könne die Erforschung der Plaque den Krankheitsverlauf und die Therapieformen positiv beeinflussen. Denn: Die Ablagerungen unterscheiden sich in ihren stofflichen Zusammensetzungen voneinander. Braun-Dullaeus: „Es gibt Arten von Plaques, die stabil bleiben. Sogar ein bis zu 90 Prozent mit Gefäßablagerungen verengtes Gefäß kann ungefährlich sein. Es gibt aber noch kein verlässliches Verfahren, die Zusammensetzung der Plaque im Vorfeld der Behandlung zu analysieren.“

Der Arzt hat sich mit dem Medizintechniker Prof. Dr. Georg Rose verabredet – beide wollen den gemeinsamen Forschungsantrag formulieren. Wie immer drängt die Zeit. Rose leitet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg das Institut für Medizintechnik. Er ist gleichsam ein Experte auf seinem wissenschaftlichen Feld der modernen medizinischen Bildgebung.

Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Life Sciences funktioniert interdisziplinär – schon einige Projekte haben Braun-Dullaeus und Rose gemeinsam zum Erfolg geführt.

Ihre neueste innovative Idee hat kürzlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) grünes Licht für die Antragstellung bekommen. Innerhalb des nationalen Forschungsprogramms Elektromagnetische Sensoren für Life Sciences – ESSENCE werden in den nächsten sechs Jahren Mediziner, Biologen, Elektro- und Medizintechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Sensoren zur Analyse von Gefäßablagerungen entwickeln. Zum großen Forschungsverbund gehören ebenso die Universitäten Darmstadt, Frankfurt/Main und Würzburg.

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