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Zahnersatz: So werden Flüchtlinge unterstützt

Pressemitteilung   •   Apr 11, 2016 15:19 CEST

Sie suchen in Deutschland eine neue Heimat, doch bis sie hier Fuß gefasst haben, stellen sie die sogenannte Solidargemeinschaft vor enorme Herausforderungen. Denn wie sieht es beispielsweise mit der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen aus? Welche Leistungen erhalten sie von den Ärzten, und wer kommt für die Kosten auf? Sind es am Ende gar die anderen Beitragszahler, die mit höheren Beiträgen rechnen müssen, damit medizinische Leistungen von den Kassen getragen werden können? Die aktuelle Berichterstattung in den Medien zeichnet ein verwirrendes Bild, doch häufig mangelt es an Objektivität. Was Flüchtlingen in Sachen Zahnersatz wirklich bezahlt wird, erfährt man auf https://www.transparent-beraten.de/2016/02/25/9011/zahnersatz-fuer-fluechtlinge-was-wirklich-bezahlt-wird/


Die Diskussion um Zahnersatz ist entfacht

Wer die Berichte in den sozialen Netzwerken und in den klassischen Printmedien im Augenblick aufmerksam verfolgt, stößt auch auf die Frage, wie Zahnersatz bei Flüchtlingen finanziert wird und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Natürlich ist diese Fragestellung nur eine unter sehr vielen. Doch sie ist deshalb so wichtig, weil Zahnersatz zu den teuersten Leistungen gehört. So hat die Stuttgarter Zeitung in Baden-Württemberg vor kurzem kolportiert, dass sich die Auslagen für Zahnersatz auf mehrere Milliarden belaufen könnten. Angeblich gehen Experten davon aus, dass eine Komplettbehandlung rund 10.000 Euro pro Patient kosten könnte. Unter Berücksichtigung der aktuellen Flüchtlingszahlen entstehen so Ausgaben in Höhe von mehreren Milliarden Euro, die vermutlich von den gesetzlichen Krankenkassen zu zahlen sind. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat diesen Spekulationen jetzt erst einmal ein Ende bereitet. Auch die AOK Baden-Württemberg weist solche Berichte als unhaltbar zurück. Die Zahlen seien nicht realistisch, und schließlich geht es nicht um eine Sanierung der Zähne unter optischen Gesichtspunkten. Lediglich der akute Behandlungsbedarf steht im Fokus, und die Kosten in Höhe von 10.000 Euro seien für solche Behandlungen nicht realistisch. Doch wie ist eigentlich die Gesetzeslage, und was wird für Flüchtlinge bei Zahnersatz tatsächlich bezahlt?

Ein Gesetz baut vor

Die gesetzliche Regelung ist im Asylbewerberleistungsgesetz festgeschrieben. Dort ist vereinbart, dass Asylbewerber in den ersten 15 Monaten nach der Ankunft in Deutschland eine medizinische Versorgung erhalten. Sie deckt Zahnersatz nur so weit ab, wie es der Einzelfall aus medizinischen Gründen notwendig macht. Zahnärztliche Behandlungen werden erstattet, dazu gehören Behandlungen bei akuten Erkrankungen und bei Schmerzen. Die Kosten werden in dieser Phase durch die örtlichen Behörden übernommen, dazu gehört in erster Linie das zuständige Sozialamt. Sobald die Asylsuchenden in Deutschland anerkannt sind und eine Aufenthaltsberechtigung in den Händen halten, steht auch die Frage nach dem Arbeitsverhältnis an. Alternativ kommt natürlich der Bezug von Arbeitslosenhilfe (ALG II) in Frage. Beide Gruppen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Somit gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Differenzierung mehr zwischen einem Flüchtling und einem Kassenpatienten. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten Kosten für Zahnersatz in Höhe eines Festzuschusses, hinzu kommt der Eigenanteil des Patienten. Er variiert in Abhängigkeit davon, ob sich der Patient für eine teure oder günstige Lösung entscheidet. Lediglich bei Härtefallregelungen kann der Versicherte von Eigenleistungen befreit werden. Somit erweisen sich Berichterstattungen in den Medien bei näherem Hinsehen zum Teil als haltlos, denn Kosten für Zahnersatz werden nur in einem reduzierten Umfang bei medizinischer Notwendigkeit übernommen, nicht aber aus kosmetischen Gründen.

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