Audi AG

Zukunftsweisende Entscheidungen für den Standort Neckarsulm

Pressemitteilung   •   Jul 18, 2013 16:57 CEST

  • Motorsportabteilung, Produktionsdrehscheibe und Leichtbaukompetenzen bleiben am Standort
  • Jürgen Mews: „Zukunft der Karosseriebauten für A4- und A8-Familie in Neckarsulm gesichert“
  • Beschaffungsvorstand Dr. Bernd Martens: „Haben bei Auslieferungen bestes erstes Halbjahr der Unternehmensgeschichte erreicht“

In der zweiten Betriebsversammlung des Jahres zogen Vorstand und Betriebsrat eine Bilanz des ersten Halbjahres. Der Betriebsrat betonte seine Zufriedenheit, dass die Motorsportentwicklung in Neckarsulm bleibt. Auch die Entscheidungen zu den Nachfolgemodellen des Audi A4 und A8 begrüßte er.

Alle „Hängepartien“, die auf der Versammlung im März für Emotionen sorgten, haben sich zum Guten gewendet: die Motorsportabteilung bleibt in der Technischen Ent­wicklung am Standort Neckarsulm und die Fertigungsdrehscheibe wird fortbestehen. Das Unternehmen hat die Finanzmittel für den erforderlichen Karosseriebau geneh­migt – sehr zur Erleichterung von Betriebsrat und Belegschaft. Die Produktionsdreh­scheibe spielt bei der Auslastung des Standortes und der Sicherheit der Arbeitsplätze eine wichtige Rolle.

Auch die Diskussion um den A8-Nachfolger brachte für Neckarsulm eine positive Wende. „Wir waren in der Vergangenheit beim Leichtbau der Leuchtturm des Volkswagen-Konzerns und wir werden dies auch in Zukunft bleiben“, sagte Jürgen Mews, Mitglied des Gesamtbetriebsrats. Mews lobte auch die Entscheidung, die Fertigung des Audi R8 in die Böllinger Höfe zu verlagern. Damit werde die Flächen­situation am Standort Neckarsulm deutlich verbessert. Mews berichtete außerdem vom Ergebnis der Belegschaftsspende für die Hochwasseropfer. Er würdigte die außergewöhnliche Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter, innerhalb eines Monats kam die Rekordsumme von € 500.000 zusammen.

Beschaffungsvorstand Dr. Bernd Martens konnte ebenfalls positive Zahlen bei Aus­lieferungen präsentieren: Rund 780.500 Automobile hat Audi in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an Kunden übergeben – das sind 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr und das ist damit das beste erste Halbjahr der Unternehmensge­schichte. Audi habe sich rechtzeitig international gut aufgestellt und setze seinen Wachstumskurs konsequent fort: „Ende 2013 werden wir 49 Modelle aus zwölf Modellreihen haben, darunter die größte RS-Palette aller Zeiten“, so Martens. In Neckarsulm hätten die Mitarbeiter bereits 38 Sonderschichten geleistet. Außerdem gratulierte der Einkaufsvorstand dem Audi Sport-Team von Le Mans. Den zwölften Sieg in Folge hat Audi beim legendären Langstreckenrennen geholt. „Keine andere Marke war je zuvor in so kurzer Zeit so erfolgreich“, betonte Martens.

Zum Abschluss der Betriebsversammlung überreichten Bernd Martens und Werkleiter Fred Schulze symbolisch die Trophäe des J.D.-Power Awards an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Audi Neckarsulm hat bei der „Initial Quality Study 2013“ Gold geholt und ist damit der erste Standort des Volkswagen-Konzerns, der diesen Preis gewinnt. Die Studie erfasst die Zufriedenheit von Neuwagenkäufern 90 Tage nach Übergabe des Autos. Audi Neckarsulm baut somit die Autos mit der höchsten Montagequalität in Europa. „Diese Auszeichnung honoriert die Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters und ist gleichzeitig Ansporn, unsere hohen Qualitätsansprüche permanent weiterzuent­wickeln“, sagte Fred Schulze.

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.