Audi AG

Zweiter Sieg in Folge für Audi in Daytona

Pressemitteilung   •   Jan 27, 2014 11:07 CET

  • Neue US-Version des Audi R8 LMS gewinnt 24-Stunden-Rennen
  • Perfektes Debüt für das neue Audi-Kundenteam Flying Lizard
  • Zuschauer erleben dramatisches Finale in der Klasse GT Daytona

Zum zweiten Mal in Folge hat Audi beim berühmten 24-Stunden-Rennen in Daytona (USA) die Klasse für seriennahe GT-Sportwagen gewonnen. Und wie im Vorjahr hielt das siegreiche Audi-Kundenteam die Zuschauer mit einem dramatischen Finale in Atem.

Perfektes Debüt für die neue US-Version des Audi R8 LMS und das neue Audi-Kundenteam Flying Lizard Motorsports: Nelson Canache jr. (YV), Tim Pappas (USA), Spencer Pumpelly (USA) und Markus Winkelhock (D) entschieden in einem Fotofinish vor einer Rekordkulisse das erste Rennen der neuen Tudor United SportsCar Championship (TUSC) für sich.

Mit 29 GT-Sportwagen war die Kategorie GT Daytona (GTD) die am stärksten besetzte und am härtesten umkämpfte Klasse des US-Langstrecken-Klassikers. Immer wieder wechselten die Positionen an der Spitze und bis zuletzt hatten Kundenteams von Audi, Porsche und Ferrari Chancen auf den Klassensieg.

Nach einer späten Safety-Car-Phase erlebten die Zuschauer am Ende einen siebenminütigen Sprint, in dem sich Markus Winkelhock in einem harten Duell gegen den bis dahin führenden Ferrari von Alessandro Pier Guidi durchsetze. Der Ferrari-Pilot wehrte sich vehement gegen den schnelleren Audi R8 LMS und kassierte dafür nachträglich eine 75-Sekunden-Zeitstrafe.

„Das war ein unglaubliches Rennen, ich bin absolut sprachlos“, erklärte Romolo Liebchen, Leiter von Audi Sport customer racing. „Ich kann die Enttäuschung des Ferrari-Teams verstehen. Ich teile aber die Meinung der Rennleitung, dass es Alessandro Pier Guidi in den letzten Runden mit seiner Gegenwehr etwas übertrieben hat. Markus war einfach schneller. Insgesamt war es ein toller Auftritt für die neue US-Version des Audi R8 LMS. Wir haben unseren Kundenteams ein schnelles und zuverlässiges Auto für die neue GTD-Klasse in die Hände gegeben. Flying Lizard und die vier Piloten des Siegerwagens haben das Beste daraus gemacht. Vielen Dank an alle, die diesen fantastischen Erfolg möglich gemacht haben.“

Nach einem verhaltenen Start und einigen kleineren Problemen zu Beginn begann das neue kalifornische Audi-Kundenteam in der Nacht eine eindrucksvolle Aufholjagd, die den rot-silbernen R8 LMS mit der Startnummer „45“ Platz um Platz nach vorne brachte und Sonntagvormittag erstmals mit der Führung belohnt wurde.

Filipe Albuquerque (P), Alessandro Latif (GB/I), Seth Neiman (USA) und Dion von Moltke (USA) zeigten eine ähnlich starke Leistung wie ihre Teamkollegen und eroberten mit dem Schwesterauto des Teams den fünften Platz in der Klasse. Nach 24 Stunden hatte das Quartett nur eine Runde Rückstand auf die siegreichen Teamkollegen.

Unter Wert geschlagen wurde die Mannschaft von Paul Miller Racing. Matt Bell (GB), Christopher Haase (D), Bryce Miller (USA) und René Rast (D) gingen von der Pole-Position ins Rennen und bestimmten in den ersten zwölf Stunden über weite Phasen das Tempo. Die Chancen auf den Sieg verloren sie in der Nacht durch ein Wasserleck. Nach mehreren längeren Boxenstopps musste sich Paul Miller Racing mit dem 16. Platz in der Klasse begnügen. Kleiner Trost: Christopher Haase gelang mit 1.47,194 Minuten nach der Pole-Position am Donnerstag auch die schnellste Rennrunde.

Nicht ins Ziel kamen die beiden Audi R8 LMS der Teams Fall-Line Motorsports und GMG Racing. Nach nur fünf Runden verlor Charlie Putman (USA/Fall-Line Motorsports) beim Anbremsen von Turn 1 an der schnellsten Stelle der Strecke die Kontrolle über seinen Audi und drehte sich rückwärts in eine Betonmauer. Dabei wurde der R8 LMS im Bereich der Heckpartie irreparabel beschädigt.

James Sofronas (USA/GMG Racing) wurde zu Beginn der siebten Stunde in Turn 1 von einem LMPC-Sportwagen touchiert. Der Amerikaner drehte sich von der Strecke und prallte frontal gegen die Mauer der Boxenausfahrt. Sofronas blieb genau wie Putman unverletzt, auch sein R8 LMS wurde jedoch so stark beschädigt, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich war.

Stimmen der siegreichen Audi-Piloten

Nelson Canache jr.: „Flying Lizard Motorsports hat uns vier Fahrern ein fantastisches Auto in die Hände gegeben. Wir waren im Qualifying nicht die Schnellsten, hatten aber das Gefühl, ein schnelles und zuverlässiges Auto für ein 24-Stunden-Rennen zu haben. Am Ende wurde es mit dem Benzin ziemlich knapp. Es war eine großartige Team-Leistung.“

Tim Pappas: „Ich bin erst spät zum Team gestoßen, umso unglaublicher ist es, dass ich meinen ersten Daytona-Sieg erzielt habe. Es war ein Privileg für mich, Markus (Winkelhock) und Spencer (Pumpelly) als Teamkollege zu beobachten. Nelson (Canache jr.) und ich haben genau das getan, was unsere Aufgabe war: Auf Nummer sicher zu gehen und den Audi nach unseren Stints in einem Stück an die Box zurückzubringen.“

Spencer Pumpelly: „Von meinen drei Daytona-Siegen wird das immer derjenige bleiben, an den ich mich ganz besonders erinnern werde. Es war aufregend, die letzten 20 Minuten zu beobachten – Markus (Winkelhock) hat einen fantastischen Job gemacht. Daytona war für das Flying Lizard Team mit dem neuen Auto eine große Herausforderung und es hat einen phänomenalen Job gemacht. Wir hatten ein tolles Auto, mit dem wir einen bedeutenden Sieg erzielen konnten.“

Markus Winkelhock: „Die letzte Runde war unglaublich. Ich habe ihm vor der Biegung viel Platz gelassen, aber er mir am Ausgang nicht. Er hat mich ins Gras gedrückt. Ich denke, die Offiziellen haben die richtige Entscheidung getroffen. Im vergangenen Jahr habe ich um den Sieg in der GT-Klasse gekämpft, doch dann ist mir in der letzten Runde das Benzin ausgegangen. Umso schöner ist es, zwölf Monate später zurückzukommen und zu gewinnen.“

Ergebnis Rennen (Klasse GT Daytona)

1. Canache jr./Pappas/(Pumpelly/Winkelhock (Audi R8 LMS) 662 Rd. in 24:01.19,953 Std.
2. Snow/Heylen/Seefried (Porsche) + 0,159 Sekunden.
3. Rotenberg/Zlobin/Mediani/Salo/Aleshin (Ferrari) + 13,919 Sek.
4. Tucker/Sweedler/Bell/Segal/Pier Guidi (Ferrari) + 1.43,707 Min.
5. Albuquerque/Latif/Neiman/von Moltke (Audi R8 LMS) - 1 Rd.
...
16. Bell/Haase/Miller/Rast (Audi R8 LMS) - 36 Rd.

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2012 rund 1.455.100 Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Von Januar bis Ende September 2012 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 37,7 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 4,2 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Der Audi Q7 wird in Bratislava (Slowakei) gefertigt. Im November 2012 startete nach Audi A4, A6 und Q5 die CKD-Produktion des Audi Q7 in Aurangabad in Indien. Seit 2010 fährt der Audi A1 und seit 2012 der neue A1 Sportback im Werk Brüssel vom Band. Der Audi Q3 wird seit Juni 2011 in Martorell (Spanien) produziert. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. (Győr/Ungarn), die Automobili Lamborghini S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien), die AUDI BRUSSELS S.A./N.V. (Brüssel/Belgien), die quattro GmbH (Neckarsulm) und der Sportmotorradhersteller Ducati Motor Holding S.p.A. (Bologna/Italien). Audi beschäftigt derzeit weltweit mehr als 68.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2012 bis 2016 insgesamt € 13 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Aktuell erweitert Audi seinen Standort in Győr (Ungarn) und produziert ab Ende 2013 auch in Foshan (China) sowie ab 2016 in San José Chiapa (Mexiko).

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt. Im Verständnis von „Vorsprung durch Technik“, das weit über seine Produkte hinaus geht, richtet das Unternehmen seine Aktivitäten auf ein großes Ziel aus – die ganzheitliche CO2-neutrale Mobilität.