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„Growth Hacking“ - Mit kleinem Budget zu großer Reichweite

Blog-Eintrag   •   Mai 30, 2016 11:14 CEST

von Lisa Heidenreich

Growth Hacking hilft vor allem jungen Start-ups ohne viel Geld eine große Reichweite für die eigenen Produkte zu erzielen. Gefragt sind bei dieser Marketingmethode Kreativität und Know-how in den sozialen Netzwerken.

Marketingmethode für mehr Wachstum

Viele neugegründete Unternehmen stehen vor dem Problem, dass sie ein ausgereiftes Produkt anbieten, das aber kaum jemand kennt. Wie kommt man also mit kleinem Budget dazu, seine Bekanntheit zu erhöhen und den Absatz zu fördern? Mit Growth Hacking.

Der 2010 erstmals von dem Unternehmer Sean Ellis verwendete Begriff beschreibt in dessen eigenen Worten "eine Person, deren natürliches Ziel es ist, Wachstum zu erzeugen". Beim Growth Hacking ist somit alles auf Wachstum und Stärkung der Reichweite angelegt, bei gleichzeitiger Kostenminimierung. Andere Aspekte wie das Image spielen keine Rolle. Wichtigstes Hilfsinstrument ist dabei die Nutzung von bereits bestehenden Netzwerken oder sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube, Twitter oder Instagram anstelle des klassischen Marketings über Kampagnen in Form von TV- oder Printanzeigen.

Einer der ersten Growth Hacks ist mittlerweile 20 Jahre alt: Der E-Mail-Dienst Hotmail wurde Mitte der 1990er von immer mehr und mehr Menschen verwendet, ohne dass dahinter eine große Werbekampagne stand. Vielmehr wurde automatisch ans Ende jeder E-Mail der Satz "P.S. I love you. Get your free e-mail at Hotmail" angehängt. Der Zusatz war mit einem Link versehen, der zu einer Gratis-Version von Hotmail weiterleitete. Ein einfacher, freundlicher Satz führte dazu, dass immer mehr Menschen den Dienst nutzten und somit immer mehr Werbelinks verschickten.

Beispiele für erfolgreiches Growth Hacking

Ein anderes Beispiel für Growth Hacking liefert der Action-Cam-Hersteller GoPro, der seine Kunden für den Nutzen seiner Hardware mit der Möglichkeit belohnt, ihre mit den Kameras gedrehten Filme vom Klettern, Fallschirmspringen oder Motocross-Fahren auf dem unternehmenseigenen Youtube-Kanal hochzuladen. So liefern die Kunden dem Unternehmen etliche, völlig kostenlose Werbefilme.

Auch das Jugendmagazin "Bravo" versuchte kürzlich, seine Leserschaft mit Hilfe von Growth Hacking über soziale Netzwerke zu vergrößern. Unter anderem wurde eine Fragerunde mit dem Youtuber Jonah Pschl auf WhatsApp zum Renner. Kein Wunder, immerhin nutzen 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen den Instant-Messaging-Dienst.

Für das Magazin erwies es sich außerdem als Vorteil, dass die Nutzer von Instagram ebenfalls sehr jung sind, 35 Prozent sind unter 35 Jahren alt – und sehr neugierig: Sneak Previews auf die kommende Ausgabe wurden regelmäßig besonders engagiert geliked und geteilt. So konnte "Bravo" mit einer cleveren Social-Media-Strategie wieder mehr Aufmerksamkeit in der jungen Zielgruppe gewinnen.

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