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Erfahrungaustausch unter Lungen-Experten: Neue Therapieansätze können Behandlungserfolge bei COPD verbessern

Pressemitteilung   •   Sep 19, 2014 15:44 CEST

Berlin – Um medizinische Fortschritte zu erzielen bedarf es nicht immer neuer Medikamente. Oft gelingt es auch mit Hilfe von bereits verfügbaren Wirkstoffen und etablierten Methoden aus anderen Forschungsfeldern, bessere Therapieergebnisse zu erzielen. Am Mittwoch, den 17. September trafen sich führende Lungenärzte aus Berlin und Umgebung, um Erkenntnisse zu neuen Therapieansätzen gegen die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) auszutauschen. Die Versorgung von Lungenpatienten in Berlin bleibt damit am Puls der Zeit.

Kontinuierliche Weiterbildungen sind für die erfolgreiche Bewältigung vieler Tätigkeiten unabdingbar. Insbesondere in der Medizin gibt es nahezu täglich neues Wissen zu Behandlungsmethoden und Wirkstoffen. Ärzte können sich nicht auf dem einmal Gelernten ausruhen, sondern müssen stets auf der Höhe der Zeit bleiben. Dies wird nicht zuletzt auch von den immer besser informierten Patienten eingefordert.

In dieser Woche trafen sich pneumologische Fachärzte aus Berlin und Umgebung, um sich über neue Therapieansätze für COPD auszutauschen. Die COPD, umgangssprachlich auch Raucherlunge genannt, ist eine weit verbreitete Volkskrankheit. In Deutschland sind bis zu sechs Millionen Menschen betroffen. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch dauerhafte Entzündungsherde in der Lunge, die schließlich zum Absterben von Lungengewebe führen können. Dadurch reduziert sich die Leistungsfähigkeit der Lunge – bis hin zur Atemnot und vorzeitigem Tod. Als Hauptursache gilt das Einatmen von Zigarettenrauch und anderen Schadstoffen. COPD ist bislang nicht heilbar, der Krankheitsverlauf kann aber durch moderne Therapien deutlich gemildert werden.

Im Fokus der Weiterbildung standen neue Studienergebnisse zu einer Wirkstoff-Kombinationstherapie gegen COPD. Untersucht wurde, inwiefern ein oral eingenommener Entzündungshemmer die etablierte Inhalations-Therapie verbessern kann. Die Studie1 nutzte ein neues CTBildgebungsverfahren, welches die dreidimensionale Abbildung der kleinen Atemwege in der Lunge ermöglicht. Eine Software, die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurde, simuliert darauf aufbauend die Verteilung der inhalativen Wirkstoffe in der Lunge. Die Ergebnisse der Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein Entzündungshemmer aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung die Ausbreitung der inhalativen Medikamente in den kleinen Atemwegen verbessert. Die innovative Bildgebung kann diesen Effekt veranschaulichen.

Verbesserte Lungenfunktion durch bessere Erreichbarkeit der kleinen Atemwege
Dr. Ingo Mokros, Medical Specialist für Pneumologie bei Takeda: „Im Vergleich zu einer alleinigen Inhalations-Therapie wies eine Subgruppe von mit Entzündungshemmern behandelten Patienten eine deutliche Verbesserung der Lungenfunktionen auf. Dies wurde auch in klinischen Studien beobachtet, wobei die Lungenfunktionsverbesserung nicht direkt auf den Entzündungshemmer zurückgeht. Er sorgt aber dafür, dass die ursprünglichen Wirkstoffe der Inhalations-Therapie nun auch die Wirkungsorte in den kleinen Atemwegen erreichen, zu denen sie mit der bisherigen Behandlungsmethode nicht vordringen konnten.“

Für Lungenärzte ergeben sich damit mitunter neue Behandlungsansätze für ihre COPD-Patienten. Die Studie legte außerdem den Schluss nahe, dass es bestimmte Patienten gibt, die auf die Zusatztherapie mit Entzündungshemmern besonders gut ansprechen. Mokros: „Ein Responder-Screening zu Beginn einer Therapie könnte dabei helfen, die Patienten zu identifizieren, die von dem neuen Behandlungsansatz besonders profitieren.“ Die Weiterbildungsveranstaltung ist Teil einer Reihe von regionalen Expertentreffen. Hierzu finden bis Ende des Jahres insgesamt 10 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt, die von Takeda unterstützt werden.

1 De Baker J et al., European Respiratory Journal, May 2014

Takeda ist ein forschungsgetriebenes globales Unternehmen mit Schwerpunkt im pharmazeutischen Bereich. Als größter Arzneimittelhersteller in Japan und als eines der global führenden Unternehmen seiner Branche engagiert sich Takeda für eine bessere Gesundheitsversorgung der Patienten weltweit durch Innovationen in der Medizin. Seit 2012 steuert Takeda von Berlin aus die Aktivitäten für den deutschen Markt, ergänzt durch weitere administrative Funktionen in Konstanz. Als Teil eines globalen Produktionsnetzwerkes betreibt Takeda in Deutschland Produktionsstätten im brandenburgischen Oranienburg sowie in Singen. Insgesamt sind rund 1.700 Mitarbeiter für Takeda in Deutschland tätig. Zusätzliche Informationen unter www.takeda.de.

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