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Im Zeichen der lila Schleife: Aufklärung im Kampf gegen chronischentzündliche Darmerkrankungen dringend erforderlich

Pressemitteilung   •   Mai 19, 2014 11:57 CEST

Berlin Seit fünf Jahren steht der 19. Mai weltweit im Zeichen des Darms. Allein in 28 Ländern in Europa nutzen Patienten, Ärzte und Angehörige den „Welt-CED-Tag“, um die öffentliche Wahrnehmung von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten (CED) zu verbessern und über Krankheit und Symptome aufzuklären. Denn Unkenntnis und gesellschaftliche Tabuisierung erschweren das Alltagsleben der betroffenen Menschen zusätzlich. Takeda setzt sich für einen Wandel im öffentlichen Bewusstsein ein.

Der Welt-CED-Tag wurde im Jahr 2010 auf Initiative verschiedener nationaler und internationaler Patientenorganisationen ins Leben gerufen. Als Symbol der Aufmerksamkeit und Solidarität – und in Anlehnung an die erfolgreichen Kampagnen im Kampf gegen HIV – dient der Patientenbewegung dabei eine lilafarbene Schleife. Obwohl weltweit etwa fünf Millionen Menschen unter den chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa leiden, ist das Krankheitsbild in der Öffentlichkeit bislang kaum bekannt. In Deutschland leben schätzungsweise 320.000 Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Bei diesen Krankheiten kommt es meist zu einer schubweise verlaufenden Entzündung der Darmschleimhäute. Während die Entzündungen bei Colitis ulcerosa fast ausschließlich im Dickdarm auftreten, kann bei Morbus Crohn das gesamte Verdauungssystem betroffen sein. In Folge der Entzündungen leiden die Patienten an einer Vielzahl belastender Symptome, wie etwa schweren Bauchkrämpfen und häufigen Durchfällen. Die Ursachen der Erkrankungen sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Vermutlich spielen Erb- und Umweltfaktoren sowie der individuelle Lebensstil eine entscheidende Rolle. Die Krankheit tritt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. In dieser Lebensphase empfinden die jungen Patienten die Folgen der Erkrankung als besonders schwerwiegend. Schließlich starten sie gerade ins Berufsleben oder stehen am Anfang ihrer Familienplanung.

Aufklärung verbessert Lebensalltag der Betroffenen und erleichtert Diagnose und Therapie


Ob am Arbeitsplatz, in der Universität, auf Reisen oder in der Liebe: Ohne das nötige Wissen über chronisch-entzündliche Darmkrankheiten wundern sich Kollegen, Kommilitonen oder Freunde über vermehrte Krankheitstage, das ungewöhnliche Essverhalten oder häufige Toilettengänge bei den betroffenen Menschen. Neben den Belastungen, die die Krankheit ohnehin mit sich bringt, verstärkt dies Vorurteile, gesellschaftliche Ausgrenzung und Stress. Das Leben der Patienten wird dadurch zusätzlich erschwert. Eine verstärkte Aufklärung der Öffentlichkeit ist aber auch über den Abbau von Vorurteilen hinaus sinnvoll. Denn das Wissen um das Krankheitsbild verbessert die Chancen auf eine frühe Diagnosestellung. Und je eher eine Therapie beginnt, desto erfolgreicher lässt sich der chronische Verlauf bremsen und die Lebensqualität erhöhen.

Ungedeckter Versorgungsbedarf bei Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium


Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen lassen sich derzeit nicht kausal behandeln und haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten. Gängige Therapiestrategien zielen deshalb darauf ab, die Symptome der Krankheit zu lindern, einen Rückgang der Krankheitsaktivität zu bewirken und eine Erholung des entzündeten Darms zu ermöglichen. Das Problem: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen werden im fortgeschrittenen Stadium durch die medikamentöse Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems im gesamten Körper therapiert. Das führt bei vielen Patienten zu starken Nebenwirkungen.

Neues Wirkprinzip soll Verträglichkeit verbessern

Neue zielgerichtete Behandlungsansätze sollen das Instrumentarium der gastroenterologischen Ärzte bald erweitern. Zu ihnen zählt auch ein neu entwickeltes Biologikum mit dem Wirkstoff Vedolizumab. Im Gegensatz zu bisherigen immunsuppressiven Therapiealternativen soll Vedolizumab selektiv in der Darmregion wirken, also dort, wo sich die Krankheit auswirkt. „Wir gehen davon aus, dass Takeda mit Vedolizumab den ersten darmspezifischen Wirkstoff für die Therapie von Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa anbieten wird“, sagt Cornelia Zanetti, Geschäftsbereichsleiterin CED bei Takeda Deutschland, „damit hätten Patienten im moderaten und fortgeschrittenen Krankheitsstadium eine Behandlungsalternative mit günstigem Verträglichkeitsprofil.“ Die Zulassung von Vedolizumab in der Europäischen Union wird für Ende Mai erwartet.

Takeda ist ein forschungsgetriebenes globales Unternehmen mit Schwerpunkt im pharmazeutischen Bereich. Als größter Arzneimittelhersteller in Japan und als eines der global führenden Unternehmen seiner Branche engagiert sich Takeda für eine bessere Gesundheitsversorgung der Patienten weltweit durch Innovationen in der Medizin. Seit 2012 steuert Takeda von Berlin aus die Aktivitäten für den deutschen Markt, ergänzt durch weitere administrative Funktionen in Konstanz. Als Teil eines globalen Produktionsnetzwerkes betreibt Takeda in Deutschland Produktionsstätten im brandenburgischen Oranienburg sowie in Singen. Insgesamt sind rund 1.700 Mitarbeiter für Takeda in Deutschland tätig. Zusätzliche Informationen unter www.takeda.de.

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