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„Jupp op Jöck – auf den Dom trotz Lungenkrankheit“

Pressemitteilung   •   Mai 22, 2015 10:00 CEST

Bewegung tut gut und fördert Gesundheit und Geist. Ein Allgemeinplatz! Was viele Menschen jedoch nicht wissen: Auch im Falle einer Erkrankung muss es nicht immer die Bettruhe sein, die zur Besserung beiträgt. Bei vielen chronischen Krankheiten lässt sich bei gut eingestellter medikamentöser Therapie die Lebensqualität durch körperliche Aktivität erhöhen und das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Das gilt gerade auch für Patienten, die an einer COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) leiden. Zwar sind sie eingeschränkt, weil die Krankheit das Atmen sehr erschwert. Patienten können jedoch durch Lungensport und gezieltes Training ein Stück Lebensqualität zurück erlangen. Ebenso lässt sich der Verlauf der Krankheit abmildern und dadurch wertvolle Lebenszeit gewinnen. Die Erfahrung, dass Bewegung und Engagement für mehr persönliches Wohlbefinden sorgen, hat auch Josef Brandl gemacht.

COPD-Patient Josef Brandl will auf den Kölner Dom

Der gebürtige Kölner Josef „Jupp“ Brandl erhielt im Jahr 2004 die Diagnose COPD. Heute ist er 62 Jahre alt. Mittlerweile hat er mit dem Schweregrad IV die schwerste Form der COPD erreicht und wird über einen Schlauch in der Nase mit Sauerstoff dauerbeatmet. Eine der naheliegenden Ursachen für seine Erkrankung ist seine frühere Berufsstätigkeit als Industrieschlosser. In diesem Kontext kam er häufig mit Schadstoffen wie Asbest, Glaswolle, Schweißereiabgasen etc. in Berührung. Auch das Rauchen trug seinerzeit zur Schwere der Krankheit bei.

2008 ist Josef Brandl erstmalig aufgrund seiner COPD in die Reha nach Borkum gekommen. Gleichzeitig wurde er frühverrentet und damit schlagartig aus seinem Alltag gerissen. Doch Brandl gab nicht auf. Er begann mit dem Lungensport, wurde aus seinem privaten Umfeld unterstützt und lernte seine jetzige „Selbsthilfegruppe Atmen“ (SHG Atmen) kennen, in der er sich engagiert und auch selbst Unterstützung findet. Die „Selbsthilfegruppe Atmen“ wurde gegründet von Menschen mit Atemwegserkrankungen, vornehmlich COPD und Lungenemphysem. Sie bietet Betroffenen sowie Angehörigen die Möglichkeit zum Austausch und zu gemeinsamen Unternehmungen.

Was treibt COPD-Patient Josef Brandl an?

Trotz der Schwere seiner Krankheit gibt sich Brandl kämpferisch. Sein Anliegen ist es, der COPD Paroli zu bieten, anderen Erkrankten Mut zu machen und sie anzuspornen, sich selbst nicht aufzugeben. Deshalb steckt er sich ehrgeizige Ziele. 2014 schaffte er unter ärztlicher Begleitung den Aufstieg auf den Borkumer Leuchtturm, immerhin 308 Stufen – für einen COPD-Patienten in seinem Stadium fast unmöglich. Durch diesen Erfolg bestärkt, hat er als echter „Kölsche Jung“ den Wunsch und das Ziel, noch einmal den Kölner Dom zu besteigen - trotz COPD und permanenter Beatmung!

Sein Hausarzt riet ihm, dieses Vorhaben nicht alleine umzusetzen. Schnell fanden sich zahlreiche Unterstützer, die Josef Brandl bei seiner Aktion Beistand leisten und ihn darin bestärken, anderen Menschen mit Atemerkrankungen Mut zu machen. Brandls Motto: „COPD, ich mach‘ es dir nicht leicht!“. Damit möchte er nicht nur ein Zeichen setzen, sondern zeigen, was sich trotz dieser schwerwiegenden Erkrankung alles erreichen lässt. Um Unterstützer für die Dombesteigung zu gewinnen, schrieb er auch verschiedene Unternehmen und Verbände an. Takeda, das größte japanische Arzneimittelunternehmen, meldete sich als einziges Unternehmen zurück und unterstützt Josef Brandl nun logistisch bei seinem ambitionierten Vorhaben der Dombesteigung.

Am 27. Mai geht’s op de Dom

Am 27. Mai kann es nun los- bzw. hoch gehen. Josef Brandl hat „freie Treppen“, seinen Herzenswunsch umzusetzen.

Am Tag selbst werden ihn über hundert Unterstützer begleiten, darunter seine Selbsthilfegruppe (SHG Atmen), seine Lungensportgruppe, seine Physiotherapeutenteam, seine Ärzte sowie Freunde und Familienangehörige. Sie alle werden Josef Brandl bei der Besteigung anfeuern. Gleichzeitig helfen sie ihm dabei, auf die Krankheit COPD aufmerksam zu machen – mit Flyern, die sie rund um den Dom verteilen.

Ab 15:00 Uhr soll es losgehen. Jupp Brandl und seine Unterstützer sammeln sich unter dem
Motto „Jupp op Jöck – Auf den Dom trotz COPD“ auf dem Domplatz. Dabei besteht für Journalisten die Möglichkeit Interviews, Statements und Fotos mit Josef Brandl und seinen Unterstützern durchzuführen. Ab 16:00 Uhr wird es dann Ernst: Die Dombesteigung startet und Josef Brandl wird sich Stufe für Stufe der Spitze des Domturms annähern. Sein Ziel: in 60 Minuten bis zur oberen Stahltreppe, Verschnaufpause und dann auf zur Spitze.

Sowohl Josef Brandl selbst als auch seine Selbsthilfegruppe fiebern der Domsteigung bereits seit Monaten entgegen und freuen sich, dass der neue Dompropst nun seinen Segen für die Aktion gegeben hat. Ganz besonders am Herzen liegt ihnen dabei die Aufklärung der Öffentlichkeit über COPD. Diese ist eng mit der medialen Berichterstattung über das Thema und die Veranstaltung verknüpft. Auch er selbst ist mit einem Blog auf der Seite seiner Selbsthilfegruppe aktiv, auf dem er bereits auf sein Vorhaben aufmerksam gemacht hat. Damit er mit seinen Botschaften auch ein breites Publikum erreichen kann, freut er sich über die Begleitung seiner Mission durch Fernsehen und Printmedien.

„Meine Idee den Dom zu besteigen, nimmt Formen an, womit
ich nie gerechnet hätte. Aber es bestärkt mich nur darin, mein
Ziel zu erreichen!“

„Nun ist aus meiner Idee, nach dem Borkumer Leuchtturm den
Kölner Dom zu besteigen, etwas für mich wohl einmaliges
geworden. Was nun schlussendlich daraus wird, kann ich
vielleicht schon bald berichten.“

Jupp Brandl auf der Internetseite seiner SHG Atmen

Zusammenfassung

Person Josef „Jupp“ Brandl, geb. 1952 in Köln, katholisch
Krankheit Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), dauerbeatmet, diagnostiziert 2004, Frühverrentung 2008
Vorhaben Besteigung des Kölner Doms, 533 Stufen
Motivation
  • Sport und körperliche Aktivität mildert Krankheitsverlauf, steigertLebensqualität und setzt neue Energie frei
  • Motivation von anderen COPD Patienten
  • Aufmerksamkeit für das Krankheitsbild und die betroffenen Patienten
  • Aufmerksamkeit und Spenden für die Patientenselbsthilfe
Datum/Zeitpunkt 27. Mai ab 15:00 Uhr (Vorbereitung, Gelegenheit für Interviews/Fotos), ab 16:00 Uhr (Besteigung)
Unterstützer ca. 150 Personen: Freunde und Verwandte, Selbsthilfegruppe Atmen, Therapeuten und Haus- und Lungenarzt, Sponsor (Takeda) und Agentur (JP KOM Healthcare)
Weitere Informationen

Ausführlich schreibt Brandl über sich, seine Krankheit und seine Motivation zur Dombesteigung auf der Internetseite seiner Selbsthilfegruppe
http://www.selbsthilfegruppe-atmen.de/index.php/aktuelles
Interview mit Josef Brandl vom März 2015
http://www.allergie-und-atemwege.de/atemwegserkrankungen/copd/niemals-aufgeben


Durchführende Agentur

JP│KOM Healthcare

Hubert Kümper

Voßstr. 20
10117 Berlin
Tel: +49 30 726263-220
Mail: mailto:hubert.kuemper@jp-kom.de

Takeda ist ein forschungsgetriebenes globales Unternehmen mit Schwerpunkt im pharmazeutischen Bereich. Als größter Arzneimittelhersteller in Japan und als eines der global führenden Unternehmen seiner Branche engagiert sich Takeda für eine bessere Gesundheitsversorgung der Patienten weltweit durch Innovationen in der Medizin. Seit 2012 steuert Takeda von Berlin aus die Aktivitäten für den deutschen Markt, ergänzt durch weitere administrative Funktionen in Konstanz. Als Teil eines globalen Produktionsnetzwerkes betreibt Takeda in Deutschland Produktionsstätten im brandenburgischen Oranienburg sowie in Singen. Insgesamt sind rund 1.800 Mitarbeiter für Takeda in Deutschland tätig. Zusätzliche Informationen unter www.takeda.de.

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