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Mit einem Klick zur Rentenübersicht

News   •   Nov 13, 2017 10:25 CET

Bild: pixabay

Sie ist immer wieder im Gespräch: Eine digitale Rentenübersicht, in der sich die Renteneinkünfte aller drei Säulen – gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung (bAV) und private Altersvorsorge – zusammen abbilden lassen. Auch der Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) spricht sich neuerdings dafür aus.

Ein digitales Informationssystem für die Rente, das würde die Bürger freuen. Immer wieder werden Forderungen nach mehr Transparenz laut. Die Informationen über die Bezüge in der Rente kommen einzeln, per Brief. Wer wissen möchte, was er tatsächlich am Ende bekommt und ob die Rente reicht, der muss die Bescheide raussuchen und die Beträge addieren. Viele machen sich die Arbeit aber gar nicht. Laut einer Studie des Vereins Deutsche Renten Information und der Frankfurter Goethe-Universität wissen 70 Prozent der Befragten nicht, wie hoch ihre Gesamtrente ausfallen wird. Wer aber keinen Überblick hat, der hat auch keine Motivation eventuell eigenständig für die Rente vorzusorgen. Dabei sind sich Experten einig: Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, der hat im Alter vielleicht das Nachsehen.

CDU ist bei der Rente für ein digitales Bürgerprotal

Im Wahlkampf hatte die CDU, zur Verwunderung vieler Wähler, keine Pläne für die Rente vorgelegt und als einzige große Partei kein eigenes Rentenkonzept ausgearbeitet. Dass ausgerechnet sie sich jetzt für eine elektronische Renteninformation ausspricht, überrascht Einige. Experten vermuten, dass es sich dabei um ein Element einer Rentenreform handeln könnte. Altmaier sprach sich eindeutig für die Einführung eines digitalen Bürgerprotals aus. „Wir wollen, dass sich jeder Bürger über Fragen der Alterssicherung gut informieren und in Zukunft besser nachvollziehen kann, welche Anwartschaften er in den verschiedenen Säulen der Alterssicherung angespart hat“, so Altmaier in einem Interview mit der FAZ. Und weiter: „Eventuell bestehende Versorgungslücken können so besser aufgedeckt werden.“

CDU goes digital

Doch mit der Digitalisierung der Rente ist bei der CDU noch nicht Schluss. Insgesamt soll die Digitalisierung genutzt werden, um mehr Transparenz und eine leichtere Handhabung vieler Prozesse zu erreichen – das entspricht auch dem Vorschlag des CDU-Wirtschaftsrats. Die Bürger sollen zum Beispiel ihre Steuererklärung, Anträge auf Kindergeld oder die PKW-Zulassung digital erledigen können, so die Vision von Altmaier. „Ein Staat, der die digitale Herausforderung ernst nimmt, kann nicht dem Mittelständler sagen: ,Verliere nicht den Anschluss‘, aber dann selbst Sterbe- und Geburtsurkunden ausstellen wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten“.

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