Skip to main content

Ist die Finanzierung einer qualitativ hochwertigen Behandlung in der Psychiatrie gefährdet? - Newsletter KW 44

News   •   Nov 02, 2016 11:45 CET

Foto: vorne v.l.n.r.: Thomas Brobeil (VKD,), Maria Klein-Schmeink (MdB), Prof. Dr. Karl Lauterbach (MdB), Katrin Erk (VKD), hinten v.l.n.r.: Klaus Kupfer (VKD), Holger Höhmann (VKD)

Diskussion über Gesetzesentwurf zwischen Politik und Klinikmanagern in der LVR-Klinik Langenfeld

Diese Frage stellen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 50. Jahrestagung der Fachgruppe psychiatrische Einrichtungen des Verbands der Krankenhausdirektoren gemeinsam mit politischen Vertreterinnen und Vertretern vom 27.-28.10.2016 in Langenfeld.

Zentrale Diskussionsgrundlage zur Finanzierungsproblematik ist der Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG), das die Nachfolgeregelung zum System PEPP (pauschalierendes Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik) darstellt. Zugleich stellt diese neue Regelung den größten Erfolg der Verbändearbeit dar: es ist ihnen gemeinsam gelungen, mit Hilfe zahlreicher Diskussionen, Aktionen und Stellungnahmen das geplante Preissystem PEPP zu verhindern und eine Rückkehr zu einem Budgetsystem zu erkämpfen.

„Umso wichtiger ist es nun, dass die zu dem Gesetzesentwurf seitens der Berufsverbände noch bestehenden Kritikpunkte angesprochen und diskutiert werden, um ein System zu schaffen, das ermöglicht, eine qualitativ hochwertige Versorgung psychisch erkrankter Menschen weiterhin zu gewährleisten.“, so Holger Höhmann, Vorsitzender der Fachgruppe Psychiatrie im VKD.

Wesentliche Kritikpunkte bestehen nach Ansicht des VKD und der weiteren Berufsverbände unter anderem in der noch fehlenden Idee zur Aktualisierung der Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV), die den Personalschlüssel der psychiatrischen Häuser für die medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Berufsgruppen festlegt. Aktuell sind die PsychPV-Stellen nicht vollständig finanziert, Tarifsteigerungen werden nicht berücksichtigt. Fortschrittliche Konzepte wie das Home Treatment werden nur als Ersatz für stationäre Leistungen finanziert, haben aber keinen Einfluss auf die Verweildauer und senken nicht die stationären Aufenthalte. Der bisher bestehende hohe Dokumentationsaufwand sollte reduziert werden, in dem Gesetzesentwurf ist dieses Ziel jedoch nicht konkret ausgestaltet.  weiterlesen»

Auf die neuen Risiken vorbereitet sein

In Sellin diskutierten Klinik-Führungskräfte über Fachkräftegewinnung, Korruptionsverhinderung, Cyber-Angriffe und fordern Engagement für die Häuser von der künftigen Landesregierung

Zwei wichtige Themen standen auf der Tagesordnung der traditionellen Veranstaltung, zu der Führungskräfte aus den Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken Mecklenburg-Vorpommerns auf die Insel gereist sind, um sich darüber auszutauschen. Es geht um die Art und Weise, wie gute Mitarbeiter gewonnen, gehalten und fortgebildet werden können, sowie um aktuelle Risiken, wie sie sich gerade in diesem Jahr ganz akut zeigten: Datensicherheit und Cyberkriminalität. Und es geht auch darum, welche Verantwortung Geschäftsführungen für all dies tragen – Verantwortung, die sich u.a. auch in Haftungsregelungen dokumentiert, informiert Wolfgang Gagzow, Pressesprecher des VKD MV. 

Gleich am Anfang der Konferenz wurden zwei wichtige Fragen behandelt, die vielen Teilnehmern auf den Nägeln brennen:

Beim Einsatz von Honorarärzten, die in vielen Kliniken Vakanzen überbrücken helfen, gibt es viele Unklarheiten, Rechtsunsicherheiten und ungenaue Rahmenbedingungen. Das macht die Vertragsgestaltung schwierig und bringt sowohl für die Krankenhäuser als auch die freiberuflich tätigen Ärzte Risiken mit sich. In Mecklenburg-Vorpommern fehlen rund 160 Mediziner in den Kliniken. Dies zeigt sich ganz brisant bei der Absicherung des Rettungsdienstes. Überbrückt werden müssen aber u.a. auch Urlaubszeiten und Ausfälle von Personal wegen Krankheit und familiärer Freistellungen.

In diesem Jahr in Kraft getreten ist außerdem ein Anti-Korruptionsgesetz, das zwar vor allem Regelungen für niedergelassene Ärzte und andere Gesundheitsberufe enthält, damit aber auch für Krankenhäuser als Partner im Gesundheitssystem Relevanz hat. „Gerade dazu haben wir uns in unserem Verband bereits vor Jahren positioniert und konkrete Verhaltensregeln definiert. Inzwischen treten aber in der Zusammenarbeit mit ambulanten Partnern und Firmen neue Fragen auf, die wir beantworten müssen. Das Thema Compliance muss daher Teil des Risikomanagements in unseren Häusern werden“, bekräftigt Dr. Milski, der auch Pressesprecher im Präsidium des VKD und Geschäftsführer der Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH ist. Diskutiert haben die Teilnehmer am ersten Tag auch die Frage, wie sie selbst durch ihren Führungsstil dazu beitragen, Mitarbeiter zu motivieren, ihr Haus und die Atmosphäre, die darin herrscht, attraktiv für potenzielle Mitarbeiter zu machen und ihre „Mannschaft“ an Bord zu halten. Personalgewinnung und –entwicklung ist die thematische Klammer.  weiterlesen»

Im Rahmen der 24. Rügener Krankenhaustage fand auch die Mitgliederversammlung der VKD-Landesgruppe – in diesem Jahr mit der Wahl eines neuen Vorstands - statt. „Mit unseren Vorstellungen und Vorschlägen für eine künftige, nachhaltige Krankenhauspolitik, wie sie aus Sicht der Praxis gestaltet werden muss, werden wir uns gemeinsam mit allen VKD-Landesverbänden im kommenden Bundestags-Wahljahr in den Kommunen, Landkreisen, Ländern und im Bund zu Wort melden“, kündigte Dr. Falko Milski an. „Krankenhäuser sind die Basis der Gesundheitsversorgung. Sie müssen Flächen deckend erhalten, gestärkt und weiterentwickelt werden.“



Alle reden über Plattformstrategien und Interoperabilität - hier wird das Wissen vermittelt!

Das Thema Plattformstrategien und dazugehörige Interoperabilitätsinitiativen /-standards ist der Trend, der in der Krankenhausführung und -leitung zur Zeit diskutiert wird.

Aufgrund der Initiativen der fördernden Kliniken, Unternehmen und Verbände wird die ENTSCHEIDERFABRIK zu Plattformstrategien weitere Veranstaltungen durchführen, wie z.B. die Entscheider-Werkstatt vom 26.  bis 27. Oktober 2016 im Klinikum Braunschweig.

Mit den folgenden vier Seminaren wollen wir eine breite Öffentlichkeit, und nicht nur einen dedizierten Personen-Kreis von Spezialisten, mit den dazugehörigen Interoperabilitäts-Initiativen und -Standards vertraut machen.

22.11.2016: Seminar zu Interoperabilität: Einführung in IHE

23.-24.11.2016: Seminar zu Interoperabilität: HL7 Version 2-Training

Anmeldung

Pierre-Michael.Meier@VuiG.org

Hinweise zur MEDICA/39. Deutscher Krankenhaustag

Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihr E-Ticket per E-Mail erhalten und ausgedruckt zur Messe und zu den einzelnen Veranstaltungen griffbereit haben. 

Wenn Sie sich über die VKD-Geschäftsstelle für Veranstaltungen angemeldet haben und noch kein E-Ticket erhalten haben, helfen wir Ihnen gerne unter E-Mail: vkdgs@vkd-online.de oder Tel-Nr.: 030288885911 weiter.  

Im Anhang finden Sie den aktuellen Newsletter als PDF-Datei zum Herunterladen.


Informationen zu VKD-Veranstaltungen und Seminaren finden Sie hier.

Wenn Sie keine Pressemitteilungen oder Newsletter mehr erhalten möchten, nutzen Sie bitte den unten stehenden Link und nehmen Sie die Löschung aus unserem Verteiler eigenständig vor.

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar

Agree With Privacy Policy