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Entscheiderfabrik beginnt den 10. Projektzyklus

Pressemitteilung   •   Feb 15, 2016 13:36 CET

Erfolgreiche Arbeitsplattform unterstützt die Suche nach praxistauglichen IT-Lösungen für Kliniken

Düsseldorf/Berlin, d. 15. Februar 2016. Bereits zum zehnten Mal startete dieser Tage mit dem Entscheider-Event in Düsseldorf ein neuer Zyklus der Entscheiderfabrik. Das Ziel: Kliniken, IT- und Medizintechnikfirmen sowie Berater arbeiten gemeinsam an neuen IT-Lösungen für Patienten, Mitarbeiter und Krankenhäuser.

Von diesen Lösungen profitieren nicht nur die Beteiligten. Sie kommen allen Krankenhäusern zugute, die vor ähnlichen Herausforderungen und Aufgaben stehen. Der Andrang zum jährlichen Auftaktevent war auch in diesem Jahr daher mit rund 270 Teilnehmern wieder groß. Die Entscheiderfabrik für Unternehmenserfolg durch Informations- und Medizintechnik in der Gesundheitswirtschaft, an deren Gründung und deren Gelingen der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) maßgeblichen Anteil hat, ist zu einer Institution im IT-Bereich der Gesundheitswirtschaft geworden. Sie ist eine wichtige Plattform für inzwischen mehr als 640 Krankenhäuser, fast 100 Industrieunternehmen und 24 Verbände sowie eine Reihe von Beratungshäuser.

Die Teilnehmer der zweitägigen Veranstaltung in Düsseldorf entschieden wieder über die fünf Schlüsselthemen dieses Jahres. In den kommenden neun Monaten werden daran nun gemeinsame Projektteams in einem strukturierten Prozess arbeiten. Immer wieder werden sie im Verlauf der Monate auch in vielen VKD-Veranstaltungen über ihre Fortschritte berichten und dabei Schwierigkeiten nicht aussparen. Aus allem kann gelernt werden. Die Ergebnisse werden im November im Rahmen des 39. Deutschen Krankenhaustages präsentiert.

„Moderne Informationstechnologie ist für die Verbesserung der Strukturen und Prozesse in den Krankenhäusern ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Von ihr hängt heute maßgeblich ab, in welchem Maße wir die Qualität unserer Leistungen für die Patienten verbessern können. Moderne Medizintechnik ist ebenfalls mit IT verbunden. Die elektronische Patientenakte, Telemedizin, die Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten und anderen Gesundheitsberufen – all das hängt von der IT ab“, erklärte Peter Asché, Vizepräsident des VKD und hier u.a. zuständig für den Bereich IT. Auch die Bewältigung der stetig anwachsenden Dokumentationspflichten und neuer bürokratischer Vorgaben sei nur damit noch zu schultern.

Auch für dieses Jahr waren wieder zahlreiche Projektvorschläge von Firmen und Krankenhäusern eingereicht worden, aus denen eine Jury dann zwölf Themen als besonders relevant und wichtig einstufte. Diese wurden den Teilnehmern des Entscheider-Events vorgestellt, die wiederum fünf in einem notariell begleiteten Verfahren für den Projektzyklus 2016 auswählten. Für jeweils eins dieser Themen konnten sich dann interessierte Kliniken bewerben. Insgesamt arbeiten in den kommenden neun Monaten in einem strukturierten Vorgehen 13 Krankenhäuser und Universitätskliniken sowie sechs Firmen und fünf Berater an den Schlüsselthemen. Begleitet werden sie dabei von Führungskräften der Krankenhäuser, die als Projektpaten fungieren.

„Diese konstruktive Zusammenarbeit ist sicher einmalig“, so Peter Asché. Er verwies im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung darauf, dass die Krankenhäuser im IT-Bereich große Anstrengungen unternehmen. „Um hier auf das für noch bessere Qualität und Wirtschaftlichkeit wünschenswerte Level zu kommen, sei aber deutlich mehr Engagement auch von Bund und Ländern notwendig. „Die seit vielen Jahren gesetzwidrig niedrigen Investitionsmittel der Länder für die Krankenhäuser verhindern notwendige Entwicklungen auch im IT-Bereich. Auch die mit der jüngsten Krankenhausreform ausgerufene Qualitätsoffensive bleibt ohne eine moderne IT bloße Politrhetorik.“ Das gerade in Kraft getretenen E-Health-Gesetz – so wichtig es sei – spare den Krankenhausbereich fast völlig aus. Die zwingend notwendige Vernetzung der Sektoren könne so nicht gelingen. Peter Asché: „Seit zehn Jahren arbeiten wir hier an Projekten, die für die Digitalisierung nicht nur der Kliniken, sondern der Gesundheitswirtschaft insgesamt wichtig sind – die Gesundheitspolitiker in Bund und Ländern sind eingeladen, sich diese ‚Fabrik‘ anzusehen und von dem Wissen und den Erfahrungen der IT-Fachleute in unseren Häusern zu profitieren. Der VKD steht immer für Erfahrungsaustausch!“

Die Schlüsselthemen dieses Jahres:

  1. Echtzeit-Analyse und Anpassung des Arzneimitteleinsatzes im klinischen Alltag mit der SAP Foundation for Health
  2. Patienteninfotainment neu gedacht
  3. Elektronisches Anordnen mit Anordnungssets - Entwicklung eines standardisierten Anordnungskatalogs
  4. Lösungsansätze zur Erfüllung der Anforderungen an eine IHE konforme Langzeitarchivierung: Erstellung eines Konzepts zur externen revisionssicheren elektronischen Dokumenten-Langzeit-Archivierung
  5. Neue Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine hilft organisatorische Fehler bei der Sprechstundenplanung zu vermeiden

Kontakt:

VKD-Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030-28885912
vkdgs@vkd-online.de

Pressesprecher
Dr. Falko Milski
Geschäftsführer
Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH

Telefon: 03821 700100
E-Mail: f.milski@bodden-kliniken.de

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.350 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. http://www.vkd-online.de/

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