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EVKD: Kliniken brauchen moderne IT-Infrastruktur

Pressemitteilung   •   Jun 05, 2014 05:52 CEST

Berlin/Brüssel, den 5. Juni 2014

Moderne IT-Ausstattung ist heute eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau. Derzeit nutzen aber Krankenhäuser in Europa die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung und elektronischen Vernetzung noch sehr unterschiedlich. Das ist nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch der finanziellen Mittel und Möglichkeiten, so die Einschätzung der Europäischen Vereinigung der Krankenhausdirektoren (EVKD). Sie  fördert daher den Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet mit eigenen Benchmark- Veranstaltungen und  setzt sich für eine engere Abstimmung zwischen Herstellern und Nutzern ein.

„Wir messen diesem Thema große Bedeutung bei. Der Nutzen der IT für reibungslose Behandlungsprozesse, für Patientensicherheit, Transparenz und die so wichtige Sektor übergreifende Versorgung, den Datenaustausch zwischen Krankenhäusern, spezialisierten Zentren, niedergelassenen Ärzten, damit aber auch für die Effizienz der Versorgung, ist inzwischen unbestritten“ begründet EVKD-Präsident Heinz Kölking des Engagement auf diesem Gebiet. Die EVKD hat dafür bereits vor einigen Jahren eine eigene IT-Arbeitsgruppe gegründet, die auch im Rahmen des 25. EVKD-Kongresses Anfang September in Berlin ein Satelliten-Symposium zur Informations- und Medizintechnik mit internationalen Referenten veranstaltet.

„Die Kliniken in Europa können hier viel voneinander lernen“, so Heinz Kölking. So habe eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im Auftrag  der Europäischen Kommission gezeigt, dass zum Beispiel Deutsche Krankenhäuser bei der elektronischen Übermittlung von Daten – etwa Befunden, Patientenbriefen oder Laborergebnissen – von jenen in anderen europäischen Ländern lernen können. Danach sind nur sechs Prozent der deutschen Akuthäuser mit externen Akteuren vernetzt. Die dänischen, isländischen und schwedischen Krankenhäuser dagegen zu rund 50 Prozent. (Für die Studie "European Hospital Survey - Benchmarking Deployment of eHealth Services"  wurden 1.717 Akutkliniken in der EU sowie Norwegen und Island befragt.)

Der Aufbau einer modernen IT-Struktur sei allerdings mit erheblichen Investitionen verbunden, die von den Krankenhäusern nicht immer aus eigener Kraft zu stemmen seien. Hier stecken vor allem auch die europäischen Krisenstaaten in einem Dilemma, in denen es den Kliniken zum Teil am Nötigsten fehlt.

Dennoch ist dem Krankenhausmanagement sehr klar, dass ohne den Einsatz der IT nennenswerte Effizienzreserven in den Krankenhäusern und in der Gesundheitsversorgung insgesamt nicht mehr erschlossen werden können. Ein intensiver Austausch über Krankenhaus- und Ländergrenzen hinweg ist bei aller Unterschiedlichkeit der Gesundheitssysteme in Europa daher eine gute und vor allem preiswerte Investition. Der Kongress der EVKD im September bietet einmal mehr diese Möglichkeit.


Vom 10. bis 12. September veranstaltet die Europäische Vereinigung der Krankenhausdirektoren (EVKD) in Berlin ihre 25. Konferenz. Sie erwartet dazu rund 600 Geschäftsführer und Direktoren von Krankenhäusern aus allen Ländern der Europäischen Union. Organisiert wird das Großereignis des Krankenhausmanagements vom Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Das Programm und weitere Informationen unter www.eahm-berlin2014.de

Die European Association of Hospital Managers (EAHM) ist eine Arbeitsgemeinschaft von 24 repräsentativen Verbänden der Krankenhausdirektoren der Länder Europas mit rund 16.000 Mitgliedern.

Zu den Zielsetzungen der Europäischen Vereinigung gehören unter anderem

  • die berufliche Kompetenz und Verantwortungsübernahme von Direktoren und leitenden Angestellten des Krankenhausmanagements und des Krankenhauswesens in den europäischen Ländern zu fördern
  • Vorschläge zum Zusammenwachsen des Krankenhauswesens in der EU als Basis für den Aufbau eines "sozialen Europas" auszuarbeiten und
  • Einfluss zu nehmen auf Verordnungen der EU, die Auswirkungen auf die Krankenhäuser haben.


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