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Prämien wären eine erste Feuerwehrmaßnahme

Pressemitteilung   •   Mai 18, 2018 12:46 CEST

Berlin, d. 18. Mai 2018. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat Prämien für Berufsrückkehrer in die Pflege vorgeschlagen. Auch Pflegefachkräfte in Altenheimen und Kliniken, die ihre Arbeitszeit deutlich aufstocken, und solche, die nach Ausbildungsabschluss gleich in Klinik oder Heim in den Beruf starteten, sollen eine Prämie erhalten - bezahlt aus Steuergeldern. „Dieser Vorschlag wird auf jeden Fall Interesse wecken. Auch das Krankenhausmanagement wünscht sich, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden und das Problem des Fachkräftemangels nicht auf die lange Bank geschoben wird“, kommentiert Dr. Josef Düllings, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Es sei gut, dass endlich eine Diskussion über konkrete Schritte zur Lösung des Problems in Gang komme. Das vermittle den Pflegenden, dass sich an ihrer Situation absehbar und sehr zügig etwas ändern könne. Ein positives Zeichen – nicht nur an die Pflegenden, auch an die gesamte Öffentlichkeit - sei auch die Finanzierung über Steuergelder. Damit anerkenne die Bundesregierung die Arbeit der Pflegenden nicht nur in Worten, sondern auch in Taten.

„Wir sehen den Vorstoß des Pflegebeauftragten aber vor allem als eine erste Feuerwehrmaßnahme, denn Prämienversprechen allein sind natürlich nicht nachhaltig“, so Dr. Düllings. Nicht vergessen werden dürften die heute bereits in der Pflege engagiert arbeitenden Menschen. Natürlich würden sie entlastet, wenn mehr Pflegende eingestellt werden können. Eine vollständige Finanzierung von Tarifsteigerungen durch die Krankenkassen sei aber ebenfalls notwendig – eine Forderung, die der VKD seit Jahren stelle. Die Möglichkeit eines flexiblen Personaleinsatzes in den Krankenhäusern statt starrer Regelungen, wie von der Politik vorgesehen, gehöre ebenfalls in ein „Pflegepaket“.

Die Umsetzung der Idee müsse zudem sorgfältig bedacht werden. Auch heute würden Krankenhäuser, aber auch Zeitarbeitsfirmen, mit erheblichen Prämien werben, die u.a. eine Art „Wanderzirkus“ auslösten. Das dürfe nicht passieren.

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.250 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. http://www.vkd-online.de/

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