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Unsere Argumente wurden verstanden

Pressemitteilung   •   Feb 19, 2016 14:51 CET

VKD begrüßt geplante Neufassung des Psych-Entgeltsystems

Berlin, d. 19. Februar 2016. Gestern haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Gesundheitspolitiker von CDU/CSU und SPD einen Neustart für das geplante Entgeltsystem für Psychiatrische und Psychosomatische Einrichtungen (PEPP) angekündigt. Die von ihm vorgelegten Eckpunkte dafür zeigen, dass die sachlichen Argumente der Verbände und Experten gegen das ursprünglich vorgesehene pauschalierende Entgeltsystem auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) begrüßt, dass kurz vor Ende der Optionsphase für das PEPP doch noch eine Umkehr möglich wird. 

„Wir sind froh über diesen Schritt, der die Chance für ein stimmiges Finanzierungssystem eröffnet, das wirklich bedarfsgerecht ist“, sagt Holger Höhmann, Vorsitzender der Fachgruppe Psychiatrische Einrichtungen des VKD. „Die Behandlung psychisch kranker Menschen kann sich nicht an Tagesentgelten orientieren, wie es im PEPP vorgesehen war. Das nun angedachte Budgetsystem ermöglicht es den psychiatrischen Kliniken, auch weiterhin ganz individuell auf jeden Patienten einzugehen. Gleichzeitig sollen auf der Grundlage der Psychiatrie-Personalverordnung sowie der wissenschaftlichen Behandlungsleitlinien Vorgaben für die Mindestausstattung in den Kliniken festgelegt werden. Auch das war eine unserer Forderungen. Das PEPP hätte zudem einen enormen Bürokratieschub in den Kliniken bedeutet – Zeit, die für die Versorgung der Patienten nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte.“ 

Die Fachgruppe hatte im vorigen Jahr gemeinsam mit anderen Verbänden und Fachgesellschaften eine Alternativlösung zum PEPP vorgelegt. Ohne die nun erfolgte Kehrtwende der Politik wäre das neue Entgeltsystem in zehn Monaten bundesweit verpflichtend eingeführt worden – mit gravierenden Folgen für die Versorgung der Patienten.

Kontakt:

VKD-Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030-28885912
vkdgs@vkd-online.de

Pressesprecher
Dr. Falko Milski
Geschäftsführer
Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH

Telefon: 03821 700100
E-Mail: f.milski@bodden-kliniken.de

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.350 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. http://www.vkd-online.de/

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