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Bunt, laut und in Bewegung - Mit Kunst, Musik und Sport zu mehr Gleichberechtigung

Pressemitteilung   •   Aug 22, 2019 11:49 CEST

Foto: Plan International

Viva con Agua und Plan International starten gemeinsames Wasser-Projekt in Simbabwe

Viva con Agua, ein Netzwerk aus Menschen und Organisationen, das sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen einsetzt, und Plan International, eine der größten Entwicklungshilfeorganisationen Deutschlands, machen jetzt gemeinsame Sache und setzen ein Wasser- und Hygiene-Projekt in Simbabwe um.

Das Projekt legt seinen Fokus auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, die beim Thema Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene eine bedeutende Rolle spielt, und auf die kreative Kraft der universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport, um eine Sensibilisierung für das Thema zu erreichen. Tobias Rau, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Viva con Agua, und Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet.

Die beiden Organisationen verbindet nicht nur ihr Standort in Hamburg, sondern vor allem, dass sie sich weltweit für nachhaltigen Zugang zu sauberem Wasser, sanitärer Grundversorgung und Hygiene einsetzen. Sauberes Trinkwasser und Toiletten sind Grundlagen für Gesundheit, Einkommen und Bildung. Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung sind Menschenrechte. So haben beispielsweise fehlende oder nicht nach Geschlechtern getrennte Toilettenanlagen weitreichende Folgen: Sobald Mädchen ihre Periode bekommen, bleiben sie an diesen Tagen dem Unterricht fern oder brechen sogar die Schule ab, wenn sie dort keine Möglichkeit haben, adäquate und sichere Toiletten oder Waschräume zu nutzen und keinen Zugang zu Hygieneartikeln haben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen geht jedes zehnte Mädchen in Afrika nicht mehr regelmäßig zur Schule, sobald es seine Menstruation hat.

Viva con Agua und die Kinderrechtsorganisation Plan International wollen das mit dem Projekt „Kwekwe Youth for Water (KY4W)“ ändern. Mehr als 3.000 Mädchen und Jungen der Region Kwekwe profitieren davon, dass neue Latrinen errichtet werden und die Wasserversorgung gesichert wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Toilettenräumen für Mädchen, die nach ihren Bedürfnissen konstruiert und ausgestattet sind. Lokal gebildete WASH-Komitees (WASH steht für Water, Sanitation and Hygiene) kümmern sich langfristig um die Instandhaltung der Anlagen. Da das Eintreten der Menstruation traditionell häufig mit dem Erwachsenwerden und somit mit bestimmten Rollen – wie Mutter und Ehefrau – verbunden wird, sind die Sensibilisierung der Gemeinschaft und der Dialog zu dem Thema ein wichtiger Bestandteil des Projekts.

Gleichzeitig werden die Menschen der Region über die Bedeutung von Sanitärversorgung und Hygiene für die Gesundheit sensibilisiert und aufgeklärt. Dabei setzen Viva con Agua und Plan International auf die universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport, die einen großen Anteil in der Bildungsarbeit mit den Jugendlichen ausmachen. Sprachbarrieren und Hemmschwellen in den Workshops werden durch Musik, gemeinsames Bemalen von Wänden oder ein Fußballspiel abgebaut. Gleichzeitig lassen sich Spaß und Freude, aber auch eine Botschaft transportieren, um die Kinder und Jugendlichen zu erreichen und zum Mitmachen zu aktivieren.

„Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit unserem neuen Partner Plan International, ein Projekt in Simbabwe umzusetzen. Bislang waren wir in dem südostafrikanischen Land noch nicht aktiv, sehen aber großes Potenzial, die Lebensbedingungen der Menschen durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen zu verbessern und unserer Vision ‚WASSER FÜR ALLE’ ein Stück näher zu kommen“, sagt Tobias Rau, geschäftsführender Vorstand von Viva con Agua.

„Mit dieser doppelten Kraft werden wir mehr als 3.000 Mädchen und Jungen nicht nur Zugang zu sauberem Wasser, sondern damit auch die Chance auf eine sichere und selbstbestimmte Zukunft geben“, sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. „Dass zwei so starke Partner der Entwicklungszusammenarbeit in Hamburg mit all ihrer Expertise für sauberes Wasser, Kreativität und Gleichberechtigung gemeinsam ein so ganzheitliches und nachhaltiges Projekt umsetzen, ist ein großer Gewinn für alle Beteiligten.“

Viva con Agua aktiviert und inspiriert – für eine Welt ohne Durst!

Viva con Agua ist ein internationales Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für den sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt.

2006 wurde der gemeinnützige Verein Viva con Agua de Sankt Pauli ins Leben gerufen. Inzwischen unterstützen die Vision „WASSERFÜR ALLE- ALLE FÜR WASSER“ mehr als 15.000 ehrenamtliche Supporter, die mit zahlreichen Aktionen und ebenso viel Spaß Spenden für WASH-Projekte weltweit sammeln – darunter auch Künstler und Musiker. Gemeinsam mit international tätigen Partnerorganisationen konnte die Bewegung so bereits rund drei Millionen Menschen in WASH-Projekten (WAter, Sanitation, Hygiene) erreichen.

Neben dem Hamburger Verein zählen mittlerweile die Viva con Agua Stiftung und lokal aktive Viva con Agua-Vereine in Uganda, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz zum international tätigen Netzwerk. Darüber hinaus unterstützen die ausgegründeten Social Business Unternehmen Viva con Agua Wasser GmbH, Viva con Agua ARTS gGmbH und Goldeimer gGmbH mit ihren Aktivitäten die Trinkwasser- und Sanitärprojekte.

WASSER FÜR ALLE - ALLE FÜR WASSER!

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Plan International ist eine religiös und weltanschaulich unabhängige Hilfsorganisation, die sich weltweit für die Chancen und Rechte der Kinder engagiert: effizient, transparent, intelligent. Seit 80 Jahren arbeiten wir daran, dass Mädchen und Jungen ein Leben frei von Armut, Gewalt und Unrecht führen können. Dabei binden wir Kinder in über 70 Ländern aktiv in die Gestaltung der Zukunft ein. Die nachhaltige Gemeindeentwicklung und Verbesserung der Lebensumstände in unseren Partnerländern ist unser oberstes Ziel. Wir reagieren schnell auf Notlagen und Naturkatastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen.

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