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Dolphin aid „missbrauchte“ Hugo Egon Balder und Howard Carpendale für Sponsoring von Delfintherapien

Pressemitteilung   •   Mär 15, 2016 14:44 CET

Der Düsseldorfer Delfintherapie-Vermittler „dolphin aid“ verwendet seit Jahren für seine Spenden- und Sponsorenaufrufe als Aushängeschild auch den bekannten RTL-Moderator, Fernsehproduzenten und Kabarettisten Hugo Egon Balder gegen seinen Willen. Er wird als „Botschafter“ der Organisation gelistet. Jetzt deckte das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) auf, dass Balder nach eigenen Angaben schon lange kein „Botschafter“ mehr für „dolphin aid" ist, weil er von dem kommerziellen Missbrauch der Delfine bei den Delfintherapien erfahren hat.



Anlässlich der TV-Sendung „Mario Barth deckt auf“ über Missstände im Nürnberger Delfinarium setzte sich Hugo Egon Balder zusammen mit Mario Barth und anderen Prominenten im vergangenen Herbst für die RTL-Aktion „Freiheit für Flipper“ ein. "Delfine gehören nicht ins Aquarium, sondern ins offene Meer" forderten Mario Barth und viele Prominente in ihrem Appell. Jürgen Ortmüller, Gründer und Geschäftsführer des WDSF, stellte in der Fernsehsendung das zusammen mit der Organisation ProWal geplante Betreuungsprojekt „Dolphin Care“ für Delfine in bisheriger Gefangenschaft vor.

Ortmüller: „Es ist schlimm genug, dass sensible und freiheitsliebende Delfine für Zwecke der Delfintherapie in Gefangenschaft benutzt werden. Dass dolphin aid nun auch Promis gegen ihren Willen missbraucht, zeigt die Skrupellosigkeit dieser in unseren Augen zweifelhaften Organisation.“

„Dolphin aid" listete auf der Internetseite des Vereins neben Hugo Egon Balder auch den Sänger Howard Carpendale und den Schauspieler Bernd Herzsprung als Botschafter auf. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen des WDSF war bisher von diesen beiden Künstlern nicht zu bekommen. 



Hugo Egon Balder gegenüber dem WDSF: „Mein Engagement für dolphin aid ist schon seit Jahren beendet. Ich habe mehrmals aufgefordert, mich nicht mehr als „Botschafter“ zu benennen, leider ohne Erfolg.“



Aktuell wird Balder auch als Botschafter für ein Golftunier auf Mallorca im Mai 2016 zugunsten von dolphin aid für einen Sponsoring-Aufruf benannt. Auf der Internetseite heißt es: „Die 7. „Mallorca Golf Challenge“ zu Gunsten von dolphin aid bietet ein ideales Umfeld für Sponsoren. Prominente Persönlichkeiten und entsprechende PR und Berichterstattung bringen eine hohe Aufmerksamkeit. Je nach Höhe Ihres Engagements haben wir für Sie unterschiedliche, attraktive Angebote zusammengestellt.“ Die Kosten für einen Hauptsponsor belaufen sich „ab 15.000 Euro“. Ein Impressum-Link auf der Internetseite der „Mallorca Golf Challenge“ lässt sich nicht öffnen.


Das WDSF berichtet auf seiner Homepage über die Hintergründe der Delfintherapie und „dolphin aid".





Aktualisierung 16.03.2016:

Howard Carpendale ebenfalls bei "dolphin aid" ausgestiegen

Nach der Mitteilung von Hugo Egon Balder, dass er dem Verein "dolphin aid" als Botschafter nicht mehr zur Verfügung steht, erreichte das WDSF am 16.03.2016 eine Mitteilung vom Büro des Sängers Howard Carpendale:

Nach der WDSF-Pressemitteilung vom 15.03.2016, dass "dolphin aid" den RTL-Moderator Hugo Egon Balder jahrelang als Aushängeschild/Botschafter nach eigenen Angaben gegenüber dem WDSF  missbräuchlich verwendet hat, teilte das Büro des Sängers Howard Carpendale dem WDSF am 16.03.2016 mit, dass "die Mitgliedschaft bei der Organisation vor ca. einem Jahr beendet wurde". Das Büro Carpendale wolle sich "um die fehlerhafte Informationen im Internet" von dolphin aid kümmern, heißt es in der Mitteilung. Trotz des Ausstiegs der beiden Künstler hatte "dolphin aid" weiterhin mit den beiden Prominenten auf seiner Interneseite geworben. Ebenso wurden sie in eine Bewerbung für ein Golftunier von "dolphin aid" im Mai 2016 auf Mallorca eingebunden.

Hintergrund:



Homepage dolphin aid „Botschafter“
(Anm.: unmittelbar nach dieser Pressemitteilung wurde Balder auf der Internetseite von dolphin aid gelöscht)

Homepage WDSF über dolphin aid

Homepage „Mallorca Golf Challenge“
(Anm.: weiterhin verfügbar)

Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern, Politikern, anderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

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