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„H2morrow“: Equinor und Open Grid Europe stellen Projekt zur Dekarbonisierung der deutschen Industrie vor

News   •   Okt 09, 2019 11:44 CEST

Bild: Open Grid Europe

Equinor und Open Grid Europe (OGE) haben in einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie die Potenziale von Wasserstoff zur Dekarbonisierung der deutschen Industrie vorgestellt. In der Studie haben die Unternehmen im vergangenen Jahr den Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette für Wasserstoff geprüft.

Das Ergebnis der gemeinsamen Untersuchungen ist das vorgestellte Pilotprojekt „H2morrow“: „Bis 2030 sollen die Industrie und andere Endkunden in Nordrhein-Westfalen mit jährlich 8,6 Terrawattstunden Wasserstoff aus dekarbonisiertem Erdgas versorgt werden können. Dies entspricht der Energieversorgung (Strom und Gas) von 450.000 durchschnittlichen 4-Personen-Haushalten pro Jahr“, erklärt Steinar Eikaas, Vice President Low Carbon Solutions, Equinor ASA.

Durch die Reformierung von Erdgas aus Norwegen kann grundlastfähiger Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Kosten produziert werden. Gleichzeitig kann auch eine regulierte Wasserstoffinfrastruktur verfügbar gemacht werden, indem bestehende Gasleitungen perspektivisch auf reinen Wasserstoff umgestellt werden.

Das im Reformierungsprozess anfallende CO2 wird abgeschieden und sicher unter dem Meeresboden in der norwegischen Nordsee gespeichert. Dadurch verringert sich der CO2 -Fußabdruck um 95 Prozent. Pro Jahr kann so der Ausstoß von 1,9 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von 680.000 Mittelklassewagen.

In der nächsten Projektphase der Kooperation, die nunmehr startet, sollen die technische Planung vertieft, weitere Partner gewonnen und konkrete Standortfragen für die Dampfreformierung beantwortet werden.