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IEA lobt Deutschlands Fortschritte in Sachen Stromwende

News   •   Mär 10, 2020 11:34 CET

Bild: Zukunft ERDGAS/Adobe Stock

In ihrem neusten Länderbericht lobt die Internationale Energieagentur (IEA) die deutschen Bemühungen in Sachen Energiewende und weist besonders auf wichtige Erfolge im Strommarkt hin, wo der Anteil der erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist. Dies zeigt sich auch bei den Emissionszahlen, denn Deutschland konnte in der Europäischen Union die größten CO2-Reduzierungen verzeichnen.

Im Strommarkt konnte Deutschland bereits große Erfolge erzielen, doch darauf könne sich das Land nicht ausruhen. So seien nach wie vor der Ausbaubedarf der Erneuerbaren sowie der Übertragungsnetzausbau der Nord-Süd-Trassen aktuelle Themen der Stromwende. Auch die Umstellung auf Wasserstoff wird laut der IEA in Deutschland ein wichtiges Thema sein. Mit Blick auf den breiten Ausbau von volatiler erneuerbarer Energie und unter dem Gesichtspunkt des Atom- und Kohleausstiegs hebt die IEA besonders die Relevanz der Versorgungssicherheit in der Stromwende hervor. Deutschland müsse vermehrt auf Gasverstromung setzen, um wegfallende Kapazitäten konventioneller Energieträger zu ersetzen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dazu müsste jedoch der bestehende Gaskraftwerkspark weiter ausgebaut werden. Die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen für den Ausbau von Gaskraftwerken wurde daher durch die IEA bereits im Jahr 2013 empfohlen. 

Doch auch die Versorgung Deutschlands mit Erdgas selbst spielt in den Betrachtungen der IEA eine Rolle. So sei Deutschland aufgrund seiner niedrigen Eigenproduktion stark von Importen geprägt. Um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, müsse es seine Importe entsprechend weiter diversifizieren. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Internationale Energieagentur auch den Bau eines LNG-Terminals in Deutschland.

Während der Strommarkt das Aushängeschild der Energiewende geworden ist, sind der Wärmemarkt und der Verkehrssektor jedoch nach wie vor die Sorgenkinder – dies erkennt auch die IEA. In diesem Zusammenhang lobt der IEA-Bericht das Klimaaktionsprogramm 2030 und befürwortet einen CO2-Preis im Verkehr und Wärmemarkt als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.