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Kehler zum Klimapaket 2030 und Dialogprozess „Gas 2030“: „Wichtige Weichenstellungen für Klimaschutz“

Pressemitteilung   •   Okt 09, 2019 17:09 CEST

Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS (Bild: Zukunft ERDGAS)
  • Bundesregierung hat umfassendes Bündel von Maßnahmen für wirksamen Klimaschutz vorgelegt
  • Heute vom Bundeswirtschaftsministerium vorgestellte Ergebnisse des Dialogprozesses „Gas 2030“ stärken das Klimapaket
  • Kehler: „Damit wurden stabile Fundamente für das künftige Energiesystem gelegt, welche die Rolle von Gas für die Dekarbonisierung anerkennen. Nun muss eine schnelle Umsetzung erfolgen.“


Berlin, 9. Oktober 2019. Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett das Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen. Die Beschlüsse werden durch die ebenfalls heute vorgestellten Ergebnisse des vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten Dialogprozesses „Gas 2030“ gestützt. Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS, kommentiert die Ergebnisse:

„Mit dem Klimaschutzprogramm hat die Politik ein umfassendes Bündel pragmatischer Maßnahmen vorgelegt, die uns auf Kurs der Klimaziele 2030 bringen. Eine entscheidende und richtige Weichenstellung dabei: Der Einstieg in die CO2-Bepreisung. Allerdings fehlt der Umbau der bestehenden Energiesteuern nach der CO2-Bilanz der Energieträger. So bleibt die Klimabilanz der eigenen Heizung für Verbraucher leider weiterhin im Preis nicht erkennbar.

Insgesamt wurden mit dem Maßnahmenpaket und den Ergebnissen des Dialogprozesses Gas 2030 stabile Fundamente für eine klimaschonende Energieversorgung gelegt, die die Rolle von gasförmigen Energieträgern wie Erdgas und Wasserstoff für eine schnelle Senkung der Emissionen anerkennen.

Wir begrüßen die Entscheidung, den Wechsel auf emissionsarme Gasheizgeräte zu fördern. Auch im Strommarkt setzt die Bundesregierung verstärkt auf Gas und spricht sich für den Umstieg auf effiziente Gas-KWK-Anlagen aus. Und auch im Schwerlastverkehr wird die Rolle von CNG und LNG im Kabinettsbeschluss klar hervorgehoben. Zudem bildet die Entscheidung für die Förderung der Erforschung der Wasserstofferzeugung aus Erdgas eine wichtige Grundlage für die Gestaltung des Energiesystems von morgen.

Ergänzend hebt der Bericht des Dialogprozesses klar hervor, dass auch weiterhin Importe für die Versorgung von Deutschland von großer Bedeutung sein werden. Das gilt sowohl für konventionelles als auch für grünes Gas. Der Energieträger Gas und die dazugehörige Infrastruktur haben einen großen Wert für die Energiewende: Als Speicher von erneuerbarer Energie kann das Gasnetz nicht nur zur Batterie der Energiewende werden. Es ist gleichzeitig ein wertvolles Bindeglied für die intelligente Sektorenkopplung.

Was wir jetzt brauchen, ist ein Pfad hin zu grünem Gas. Dazu muss die Politik ein Ausbauziel definieren. Nur das verschafft der Gaswirtschaft echte Planungssicherheit. Große Hoffnungen setzen wir daher in die nationale Wasserstoffstrategie, welche die Bundesregierung bis Jahresende vorlegen möchte. Gleichzeitig muss aber auch die Gaswirtschaft ihre Grüngas-Aktivitäten hochfahren: Es muss allen in der Branche klar sein, dass dies große Anstrengungen erfordert – und zwar schon heute.“ 

Zukunft ERDGAS e.V. ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Sie vertritt die Marke und das Produkt ERDGAS gegenüber Verbrauchern, Politik und Marktpartnern. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern setzt sich Zukunft ERDGAS dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers genutzt werden und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die ERDGAS für die Energiewende und in Zukunft bietet. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft. Branchenverbände und die Heizgeräteindustrie unterstützen die Initiative als Partner.

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