Skip to main content

Sondergutachten zum CO2-Preis setzt richtige Akzente für Klimaschutz im Wärmemarkt

Pressemitteilung   •   Jul 12, 2019 12:45 CEST


  • Gastechnologien aus Deutschland können die geforderte Vorbildrolle
    stärken
  • Förderungen für Heizungstausch werden zu Recht mit Priorität behandelt
  • Reform der Energiesteuern im Gebäudesektor nach CO2-Gehalt richtiger Weg


Berlin, 12. Juli 2019. Heute hat der Sachverständigenrat sein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes Sondergutachten zur CO2-Bepreisung offiziell in Berlin vorgestellt. Dazu sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS:

„Mit dem Sondergutachten zum CO2-Preis empfiehlt der Sachverständigenrat, dass sich Deutschland international als Vorbild für Klimaschutzmaßnahmen positioniert. Besonders im Fokus steht die Entwicklung neuer Technologien. Hier bietet die Gaswirtschaft Antworten: Brennstoffzellenheizungen und Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff wie Power-to-Gas oder der Methanpyrolyse sind wichtige, zukunftsweisende Schlüsseltechnologien für mehr Klimaschutz.

Ein besonders positiver Punkt ist, dass die Bedeutung von Förderungen im Sondergutachten unterstrichen wird. Insbesondere die Heizungsmodernisierung ist als ‚niedrig hängende Frucht‘ in den Mittelpunkt gerückt worden. Dadurch erfährt die lang geforderte steuerliche Abschreibung von Effizienzmaßnahmen nun endlich Rückenwind. Erstaunlicherweise hat der Sachverständigenrat aber die Augen vor der fehlenden CO2-Ausrichtung der bestehenden Fördersysteme sowie des Baurechts verschlossen, die beispielsweise im vorliegenden Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes fortgeschrieben wird.

Zu Recht werden klimapolitisch unsystematische Steuern gekennzeichnet. Wer mehr CO2 ausstößt, sollte auch mehr zahlen. Mit der vorgeschlagenen Option, die Energiesteuern im Gebäudesektor ausschließlich am CO2-Gehalt der Energieträger auszurichten, kommen wir auf Kurs in Richtung Klimaschutz.

Einzig bei den Stromkosten bleibt der Sachverständigenrat unklar: Eine Reduktion der Steuer darf auch hier nur so weit gehen, wie es dem CO2-Fußabdruck von Strom in Deutschland entspricht. Auch darf eine CO2-Besteuerung nicht zur Finanzierung von Kostenbestandteilen des Stroms verwendet werden. Eine Subventionierung der EEG-Umlage aus CO2-Steuern ist nicht nur volkswirtschaftlich ineffizient und verzerrt den Wettbewerb. Sie ignoriert beispielsweise auch, dass Gas zunehmend grüner wird. Hier hätten wir uns gewünscht, dass der Sachverständigenrat seinem klimaökonomischen Kompass treu bleibt.“

Zukunft ERDGAS e.V. ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Sie vertritt die Marke und das Produkt ERDGAS gegenüber Verbrauchern, Politik und Marktpartnern. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern setzt sich Zukunft ERDGAS dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers genutzt werden und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die ERDGAS für die Energiewende und in Zukunft bietet. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft. Branchenverbände und die Heizgeräteindustrie unterstützen die Initiative als Partner.

Angehängte Dateien

PDF-Dokument