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Leipziger Volkszeitung: "Auch Borsdorf setzt auf Glasfaser"

News   •   Apr 24, 2018 09:31 GMT

Nach Thallwitz und Brandis hat sich auch die Gemeinde Borsdorf für die Deutsche Glasfaser (DG) entschieden und einen Kooperationsvertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen abgeschlossen. Am Sonnabend beginnt die Nachfragebündelung für den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur zunächst in Zweenfurth. Im Juni folgt Borsdorf-Süd, im Juli Borsdorf-Nord, und im September wird der Ortsteil Panitzsch befragt. „Ziel ist es, den Breitbandausbau vor allem in den ländlichen Regionen voranzutreiben – mit echten, kupferfreien Glasfaserleitungen. Weitere potenzielle Ausbaugebiete im Landkreis Leipzig befinden sich bereits in Planung“, informiert Regionalmanager Michael Kölling.

„Zweenfurth mit rund 1100 Einwohnern und einer derzeitigen Bandbreite von rund zehn Mbit/s könnte mit einem Anschluss an das DG-Netz in punkto Internetgeschwindigkeit problemlos jede Millionenstadt überholen“, verspricht Kölling. Wenn sich bis zum Stichtag der Nachfragebündelung 40 Prozent der Bürger für einen Vertrag mit der DG entscheiden, wird das Netz für den Ortsteil kostenlos ausgebaut. In Zweenfurth kalkuliert die DG mit 740 000 Euro Ausbaukosten, in der Gemeinde insgesamt mit 4,3 Millionen Euro. Das heißt, anders als aktuell in Brandis, wo die 40 Prozent in Stadt und Ortsteilen zusammen avisiert sind, will sich die DG in Borsdorf in kleinen Schritten dem Ziel nähern. „Wenn sich zum Beispiel in Panitzsch nicht genug Interessenten finden, würden die anderen Ortsteile darunter leiden“, erklärt Kölling. Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) bestätigt unterschiedliche Interessenlagen in den Orten.

Martin setzt wie viele Bürgermeister in Sachsen auf 100 Prozent Glasfaser. „Ich bin froh, dass wir in der DG einen Partner gefunden haben, der jedem Bürger die Bandbreite zur Verfügung stellt, mit der sich Zukunft gestalten lässt. Außerdem sind wir mit DG nicht auf Fördermittel angewiesen.“ Er sieht im Glasfaserausbau die Basis für die Nutzung neuer Entwicklungen von Telemedizin bis Homearbeitsplatz. „Für die Gemeinde würde der Ausbau mit Glasfaser bis in jedes Haus, jedes Unternehmen, in unsere Schulen und Kindergärten deshalb einen enormen Standortvorteil mit sich bringen“, erklärt der Bürgermeister weiter. „Ich hoffe deshalb, die Nachfragebündelung ist erfolgreich.“

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