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Die versteckten Watt: Wie der perfekte Fit den Powertransfer im Radsport beeinflusst.
Während sich BOA® Athletin Kasia Niewiadoma-Phinney vom Team CANYON//SRAM für den Anstieg auf den legendären Mont Ventoux bei der aktuell laufenden Tour de France Femmes avec Zwift vorbereitet, untersucht das BOA® Human Performance Fit Lab eine der unterschätzten Schnittstellen im Radsport: die Verbindung zwischen Fuß, Schuh und Pedal.
Im professionellen Radsport analysieren WorldTour-Teams nahezu jede mögliche Quelle von Widerstand und Energieverlust – von Aerodynamik und Reifendruck über Ernährung und Pacing bis hin zur Sitzposition.
Die Verbindung zwischen Fuß, Schuh und Pedal verbessern
Die BOA®-Powered Wrap-Konfigurationen umschließen den Fuß über unabhängig geführte Panels. Dadurch kann der Druck gleichmäßiger verteilt, die Ferse sicher positioniert und die Verbindung zwischen Fuß und Mittelsohle verbessert werden.
Das Ergebnis ist eine mikroverstellbare, gleichmäßige und sichere Passform. Sie reduziert unerwünschte Bewegungen im Schuh und schafft eine stabilere Verbindung zur Mittelsohle und zum Pedal.
„Auf dem höchsten Niveau des Radsports sind bedeutende Leistungsverbesserungen zunehmend schwer zu finden. Deshalb analysieren Teams das gesamte System aus Fahrer und Equipment“, sagt Dan Feeney, PhD, Vice President of Partner Product Innovation and Development bei BOA® Technology.
„Unsere Forschung zeigt, dass die Passform dabei eine wichtige Rolle spielt. Wenn Ferse und Mittelfuß stabilisiert werden, können unerwünschte Bewegungen im Schuh reduziert werden. Das verbessert die Interaktion des Fahrers mit dem Pedal und erhöht die Kraftübertragung durch eine gesteigerte Effizienz deutlich.“
In kontrollierten, radsportspezifischen Tests im BOA® Human Performance Fit Lab zeigten BOA®-Powered Wrap-Konfigurationen Verbesserungen bei Kraftübertragung, Energieeffizienz und Geschwindigkeit unter den jeweiligen Bedingungen. Bereits zu Beginn konnte die Kraftübertragung um bis zu 3 % gesteigert werden, was einem Leistungsgewinn von rund 3 Watt entspricht. Mit zunehmender Fahrtdauer machte sich die höhere Energieeffizienz noch deutlicher bemerkbar, sodass der Leistungsvorteil im weiteren Verlauf auf bis zu 4,5 Watt anstieg.
Auch unter Einbeziehung der gemessenen aerodynamischen Unterschiede blieb in einem repräsentativen Sprintszenario ein Vorteil von rund 22 Watt bestehen. Die aerodynamischen Tests zeigten gleichzeitig, dass die Unterschiede zwischen den getesteten Verschlusskonfigurationen gering waren und stark vom jeweiligen Schuhdesign, der Geschwindigkeit und den spezifischen Testbedingungen abhingen.
Gesamtperformance statt eines einzelnen Messwerts
Fahrer wählen ihre Schuhe auf Basis der gesamten Rennperformance aus – nicht anhand eines einzelnen isolierten Werts.
Der entscheidende Vorteil des BOA® Fit Systems liegt in der Verbindung, die zwischen Fuß, Schuh und Pedal entsteht. Eine mikroverstellbare, gleichmäßige und sichere Passform stabilisiert Ferse und Mittelfuß, reduziert unerwünschte Bewegungen im Schuh und hilft Fahrern dabei, einen größeren Anteil ihrer verfügbaren Leistung direkt auf das Pedal zu übertragen.
FEIN EINSTELLBAR
GLEICHMÄSSIG
SICHER
Während eines Rennens verändert sich die Passform
Die herausfordernde Route der aktuellen Tour de Femmes avec Zwift unterscheidet sich deutlich und weist mehr Höhenmeter auf als jede bisherige Austragung. Am 7. August endet die siebte Etappe mit der Bergankunft am Mont Ventoux – einer der anspruchsvollsten Prüfungen des Rennens. Sie stellt höchste Anforderungen an Pacing, Energiemanagement und die Fähigkeit, auch nach mehreren Renntagen und im entscheidenden Moment einer Etappe noch Leistung abzurufen.
Für Kasia Niewiadoma-Phinney, BOA® Athletin und Tour-de-France-Femmes-Siegerin von 2024, ist die Passform ihres Schuhs keine statische Einstellung. Sie verändert sich während des Trainings und im Rennen laufend.
„Ich passe meine BOA® Verschlüsse ständig fein an – sowohl im Training als auch im Rennen“, sagt Niewiadoma-Phinney. „Am Start lasse ich sie etwas lockerer. Wenn ein Anstieg oder eine intensive Belastung beginnt, ziehe ich sie enger, damit es keine Bewegung im Schuh gibt und die Kraft direkt auf das Pedal übertragen wird.”
BOA® entwickelt daher nicht für Aerodynamik als isolierte Kennzahl, sondern für die Gesamtperformance eines Fahrers. Dazu gehört eine präzise Passform, ein sicherer Halt des Fußes und eine verbesserte Kraftübertragung über die wechselnden Anforderungen eines Rennens hinweg.
Die übergeordnete Erkenntnis: Die Passform eines Radschuhs ist essenziell, denn eine optimierte Verbindung zwischen Fahrer und Equipment kann einen messbaren Beitrag zur Gesamtperformance leisten.