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Erste Wintertrilogie am Piz Palü: Philipp Brugger und Lukas Waldner meistern alle drei Nordpfeiler an einem Tag

Am 8. März 2026 gelang dem von BOA® unterstützten Alpin-Duo Philipp Brugger und Lukas Waldner eine außergewöhnliche Leistung: In nur 8 Stunden und 59 Minuten vom Start- bis zum Zielpunkt kletterten sie im Winter alle drei Nordpfeiler des Schweizer Piz Palü – Ostpfeiler, Bumillerpfeiler und Spinaspfeiler – wobei die reine Kletterzeit 6 Stunden und 25 Minuten betrug. Damit schrieben sie Berggeschichte: Eine Winterkombination aller drei Nordpfeiler war bislang noch keiner Seilschaft gelungen.

Eine außergewöhnliche Herausforderung im kombinierten Gelände

„Der Piz Palü ist für mich einer der schönsten Berge der Alpen, die Pfeiler sind perfekt nebeneinander gereiht – ein ästhetisches Gesamtprojekt,“ erzählt Philipp. Dass dieses Vorhaben im Winter umgesetzt werden konnte, macht die Begehung besonders bemerkenswert: Während Sommerbegehungen regelmäßig stattfinden, sind Winterrouten an den Nordpfeilern selten – zu anspruchsvoll sind die Bedingungen mit Schnee, Eis, Kälte und langen Zustiegen.

Selbst bei idealem Wetter bleibt das Klettern mit Steigeisen auf Eis- und Felsstrukturen fordernd. Schnee muss von Griffen geputzt werden, die Temperaturen sind tief, und jede Bewegung verlangt Präzision und Teamarbeit. „Alle drei Pfeiler an einem Tag im Winter zu klettern, war eine gewaltige Herausforderung – die Tage sind kurz und die Bedingungen im Fels und Eis komplett anders als im Sommer “, so Lukas.

Perfekte Planung, eingespielte Seilschaft

Entscheidend für den Erfolg war die präzise Vorbereitung und Erfahrung der beiden. „Wir wussten genau, was möglich ist. Wenn du die Eiger-Nordwand im Winter in vier Stunden klettern kannst oder die Bonatti-Route am Matterhorn an einem Tag, dann kannst du sehr realistisch einschätzen, was am Palü geht“, erklärt Philipp.

Diese Selbsteinschätzung, gepaart mit einer eingespielten Seilschaft, ermöglichte einen flüssigen Ablauf – ohne Stress und Zeitdruck. „Wir sind einfach unser Tempo gegangen – nie überhastet, aber konstant zügig“, sagt Lukas. „Es lief einfach alles perfekt. Keine mentalen Tiefs, kein Zögern – einfach ein großartiger Tag am Berg.“

Maximale Performance bei minimalem Gewicht

Auch die Ausrüstung spielte eine entscheidende Rolle. Die beiden setzten auf besonders leichtes Material, das Effizienz ohne Sicherheitsverlust ermöglicht. Volles Vertrauen ins Material ist die Grundlage für Unternehmungen dieser Art. Im Winter sind die Tage kurz – alles muss funktional, leicht und beweglich sein. Modelle mit reduzierter Isolierung, unterstützt durch das BOA® Fit System, erlauben schnelle, präzise Anpassungen am Standplatz und garantieren optimale Passform und Kontrolle.

Zum Einsatz kamen unter anderem der G-Tech von La Sportiva, der Trilogy Sky 15L+ von Millet sowie Skitourenschuhe aus der Scarpa Alien Serie – alle mit dem BOA® Fit System für Mikro-Justierungen unter wechselnden Bedingungen.

Ein Tag für die Alpingeschichte

Die Bedingungen an diesem Tag waren optimal – zumindest für Winterverhältnisse: wenig Neuschnee, kaum Wind, stabile Verhältnisse an den Pfeilern und sichere Abstiege. „Wir mussten unterwegs keine Entscheidungen umplanen – es passte einfach alles,“ sagt Lukas.

Und was bleibt? „Neben den vielen dummen Kommentaren unterwegs natürlich das Gipfelgefühl bei jedem Pfeiler – jedes Mal ein kleiner Meilenstein,“ lacht Philipp.

Die erste Wintertrilogie der drei Nordpfeiler am Piz Palü steht als beeindruckendes Zeugnis für moderne Alpinistik: technisch präzise, mental stark, mit Gespür für die Linie – und mit einer Leichtigkeit, die nur jahrelange Erfahrung, perfektes Zusammenspiel und der Einsatz des richtigen Materials ermöglichen. Effiziente, leichtgewichtige Ausrüstung sowie Innovationen wie das BOA® Fit System tragen entscheidend dazu bei, dass Höchstleistungen auch unter extremen Bedingungen möglich sind.

Von Pfeiler zu Pfeiler: Die spektakuläre Linie der ersten Winter-Trilogie am Piz Palü

Philipp Brugger, geboren 1991, ist ein österreichischer Alpinist und Trailrunner aus Telfs. Er hat mehrere Erstbesteigungen in Pakistan vorzuweisen und zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde in den Alpen aufgestellt. Im April 2025 gelang ihm gemeinsam mit Nicolas Hojac die Nordwand-Trilogie von Eiger, Mönch und Jungfrau in 15 Stunden und 30 Minuten.

Lukas Waldner, geboren 2001, ist Alpinist aus Innsbruck und spezialisiert auf schnelle, technisch anspruchsvolle alpine Projekte. Im Herbst 2025 gelang ihm mit der Erstbesteigung des Kimshung (6.781 m) in Nepal ein wichtiger Meilenstein. Zudem verzeichnet er zahlreiche anspruchsvolle Winter- und Erstbegehungen in den Alpen.

Die beiden klettern seit vielen Jahren als Seilschaft zusammen. Gemeinsam gelang ihnen unter anderem die Erstbesteigung des Shauè Sar (6.653 m) im Karakorum (2022), die schnellste Winterbegehung der Bonatti-Route in der Matterhorn-Nordwand (2024) sowie die erste Valsertal-Nordwand-Trilogie im April 2025.

Die Winter-Trilogie am Piz Palü steht für höchste Ansprüche im alpinen Klettern. Präzise umgesetzt, freut sich BOA® auf alles, was noch kommt.

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