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Axel Eilers, Vorstandsvorsitzender der Ammerländer Versicherung
Axel Eilers ist seit Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der Ammerländer Versicherung

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Ammerländer Versicherung bestätigt Axel Eilers für weitere fünf Jahre als Vorstand

Westerstede, Juli 2026 – Der Aufsichtsrat der Ammerländer Versicherung VVaG (AV) hat Axel Eilers für weitere fünf Jahre zum Vorstand bestellt, genauer: bis zum 30. Juni 2031.

Axel Eilers begann 1995 seine Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei der AV, in der bereits sein Vater Gerd Eilers Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender war. Im Juni 1998 wurde Axel Eilers selbst Geschäftsführer. Unter seiner Führung wurde das Geschäft bundesweit ausgeweitet, die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen auf über 100 Millionen Euro bei durchgängig positiven jährlichen Geschäftsergebnissen, die Mitgliederzahl wuchs um ein Vielfaches auf mehr als eine Million. Seit Juli 2007 ist Axel Eilers Vorstandsvorsitzender der AV.

Im Interview spricht er über das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation und die Herausforderungen der Zukunft.

Axel, du bist durch deinen Vater von klein auf mit der AV verbunden, seit vielen Jahren ihr Vorstandsvorsitzender. Was hält dich motiviert?

Seit 1998 bin ich für die AV in verantwortlicher Position. Zusammen mit den ca. 30 Jahren, die mein Vater für die AV tätig war und den fünf weiteren Jahren, für die ich jetzt einen Vertrag bekommen habe, sind das über 65 Jahre, die ich und die Familie Eilers mit der AV verbunden ist. Das wäre schon Motivation genug für mich. Wenn ich dann noch sehe, wie wir aus einem kleinen Unternehmen gewachsen sind, wie immer mehr junge Leute zu uns gekommen und vor allem geblieben sind, dass die Mitarbeitenden-Zufriedenheit hoch ist, ich hier Menschen treffe, die sich freuen, zur Arbeit zu kommen, macht mich das natürlich glücklich und stolz. Ja, der Begriff „Familie AV“ ist für mich Ansporn und Motivation.

Wie vermeidest du nach so vielen Führungsjahren Betriebsblindheit?

Letztendlich bin nicht ich, sondern ist das Team entscheidend. Durch das starke und ständige Wachstum in den vergangenen Jahren haben wir enorm viel Input von außen bekommen. Diese Menschen, die oft aus ganz anderen Unternehmen und Bereichen kommen, sorgen dafür, dass wir Dinge immer wieder neu und anders sehen.

Die AV blickt auf eine mehr als 100-jährige Vergangenheit zurück. Kann Tradition einer notwendigen Modernisierung und Flexibilität im Weg stehen?

Man kann die AV mit einem Baum vergleichen: Viele Äste, die in verschiedene Richtungen wirken, können letztlich nichts bewirken, wenn da kein festes Wurzelwerk ist: die Tradition als belastbares Fundament, aus dem Innovationen flexibel wachsen können. Wir haben in den letzten Jahren so viele Versicherungsunternehmen kommen und gehen sehen: FinTech, Start-ups und Versicherer, die vermeintlich innovativ waren, aber häufig keine Tradition hatten. Viele von denen sind nicht mehr am Markt präsent. Wir selbst sind sehr stark und im Vergleich unverhältnismäßig gewachsen – aber mit Weitsicht. Ohne das starke Fundament, basierend auch auf Tradition und unseren Werten, würde es die AV heute nicht mehr geben. Man kann zwar in alle Richtungen die Äste ausstrecken. Aber wenn es zum Sturm kommt, muss es die feste Basis geben.

Vor welchen zentralen Herausforderungen steht der Versicherungssektor, und was bedeutet das für die AV?

Das Thema KI ist eine davon. Wir wissen noch nicht, wie es sich auf die Branche auswirken wird. Da bin ich aber relativ entspannt. Vor zehn Jahren sagten alle, die großen IT-Player wie Google und Amazon würden den Versicherungsmarkt revolutionieren. Bisher ist daraus nichts geworden. Trotzdem bin ich sicher, dass die KI einen wachsenden Einfluss in der Versicherungsbranche haben wird. Da sollten wir entsprechend agieren – aber mit Vorsicht. Eine andere, immer große Baustelle ist die, dass wir ein aus Proportionalitätsgesichtspunkten gesundes, ausgewogenes Verhältnis zwischen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben und dem Umsetzen in der Realität finden müssen – einen eigenen AV-Weg.

Wie sieht dieser Weg aus?

Das ist ein wachsender Prozess. Wir sind da wieder beim Thema Tradition und Bewahren. Wir dürfen nicht blindlings in Aktionismus verfallen, sondern sollten immer erst einmal in Ruhe beobachten. Wir als AV sind überall top aufgestellt und können das aus einer relativ sicheren Position heraus tun.

Als Vorstandsvorsitzender sind deine Aufgaben bei der AV sehr vielseitig. Wie schaffst du es, die Balance zwischen den verschiedenen Anforderungen zu halten?

Dadurch, dass ich diese Aufgaben nicht allein bewältige und bereit bin, Verantwortung und Kompetenzen abzugeben. Dadurch, dass wir alle zusammen ein tolles Team sind, in dem viele Leute den Job in Teilen sogar besser machen können als ich, und ich mich darauf verlassen kann.

Vielen Dank fürs Gespräch.

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