Pressemitteilung —
Gemeinsame Sitzung des Senats mit der Kirchenleitung der EKBO
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilen mit:
Auf Einladung des Berliner Senats haben sich die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Senat am heutigen Dienstag im Roten Rathaus zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen.
Der Austausch stand vor allem im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums des Evangelischen Kirchenvertrages Berlin. Der 2006 geschlossene Vertrag festigte die Zusammenarbeit zwischen dem Land Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Er garantiert den evangelischen Religionsunterricht, regelt die Kooperation an Hochschulen sowie diakonischen Einrichtungen und stärkt die Präsenz der Kirche in der Gesellschaft. In der gemeinsamen Sitzung wurden aktuelle Herausforderungen und auch die Frage erörtert, wie die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts auch mithilfe der Kirche vorangetrieben werden kann.
Auch die Nach- und Mehrfachnutzung von Kirchengebäuden für das Gemeinwesen wurde behandelt. Hintergrund ist die durch das Erzbistum Berlin gemeinsam mit der EKBO unter Teilnahme verschiedener Senatsverwaltungen gegründete Arbeitsgruppe zum Umgang der Kirchen mit ihren Gebäuden. Weitere Themen waren die Zukunft der Evangelischen Friedhöfe, Perspektiven für den Evangelischen Religionsunterricht und die Kindertagesstätten, die Evangelische Hochschule Berlin sowie der Ausbau der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der psychosozialen Notfallversorgung.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Der Staatsvertrag zwischen dem Land Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist das Fundament unserer Partnerschaft und unserer Zusammenarbeit. Nach 20 Jahren können wir bilanzieren: Unser Staatsvertrag hat sich bewährt. Es hat sich gezeigt, dass wir uns gegenseitig aufeinander verlassen und uns vertrauen können. Auch heute standen die Gespräche im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt. So stellt die Evangelische Kirche viele kirchliche Räume für die verschiedensten Vereine und Initiativen zur Verfügung und lädt sie ein, diese Kirchen zu nutzen. Damit macht die Evangelische Kirche diese Räume zu Orten der Begegnung, des Dialogs und des bürgerschaftlichen Engagements. Diese enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit wollen wir auch im Bereich der Bildung, der Seelsorge und der sozialen Arbeit fortsetzen.“
Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Christian Stäblein, bedankte sich für die Einladung und würdigte die konstruktive Zusammenarbeit: „Die evangelische Kirche sieht im Kirchenvertrag von 2006 weiterhin eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit mit dem Land Berlin. Die evangelische Kirche hat in den vergangenen 20 Jahren ,der Stadt Bestes‘ gesucht. Sie will das gerne weiter tun. Die Zukunft unserer Gemeinschaft ist dabei nicht allein eine Frage der guten Wirtschaft, sondern auch eine von Halt und Orientierung. Wir investieren deshalb in Bildung – mit Kitas, Schulen und unserer Evangelischen Hochschule. Der Religionsunterricht ist für uns eine zentrale Wegmarke: Er stärkt Dialogbereitschaft und Friedensfähigkeit. Berlin lebt von Empathie, Mitmenschlichkeit und Weltoffenheit. Unsere Aufgabe ist die Sorge für die Seele und die Seelen in dieser Metropole. Dafür ist die evangelische Kirche gerne da.“
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Die EKBO ist eine Landeskirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit Sitz in Berlin. Ihr Gebiet umfasst Berlin, Brandenburg sowie den nordöstlichen Teil Sachsens. Zur EKBO gehören 520 Kirchengemeinden mit ca. 746.000 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2025). Leitender Geistlicher ist Bischof Christian Stäblein. Die EKBO ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und die größte religiöse Gemeinschaft in ihrer Region.