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Pressemitteilung

c’t-Konferenz Public IT: Weniger Wartezeit, mehr Service

Wenn Ämter digital werden

Hannover, 13. August 2026 – Drei Wochen auf einen Termin warten, dann mit Papierformularen zur Behörde fahren – das kennen viele. Wie es anders geht, zeigen Verwaltungen auf der Public IT, einer neuen Konferenz für digitale Behörden am 28. und 29. Oktober im HCC in Hannover. Rund 500 IT-Verantwortliche aus Ämtern, Schulen und Krankenhäusern tauschen dort Erfahrungen aus. Das Niedersächsische Innenministerium hat die Schirmherrschaft der vom c’t-Magazin organisierten Veranstaltung übernommen.

„Nur gemeinsam wird es Kommunen, Land und Bund gelingen, den digitalen Service für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen deutlich zu erhöhen“, sagt Niedersachsens Digitalisierungsstaatssekretärin Anke Pörksen. „Eine schnelle Umsetzung des Deutschland-Stacks hilft uns dabei. Gleichzeitig werden wir so unabhängiger von den großen Techfirmen in den USA und in Asien.“

Genau darum geht es auf der Konferenz: digitale Souveränität. Behörden sollen nicht mehr abhängig sein von amerikanischen Konzernen wie Microsoft oder Google. Stattdessen setzen immer mehr Verwaltungen auf europäische Lösungen – mit Erfolg, wie Beispiele zeigen.

In Baden-Württemberg haben bereits über 80.000 Lehrkräfte einen digitalen Arbeitsplatz mit E-Mail, Kalender, Datenspeicher und Office auf Basis von Open-Source-Software. Eine KI-Assistenz unterstützt die Lehrkräfte mit einem Chatbot und bei der Arbeit mit Dokumenten. „Unsere Systeme laufen im Produktivbetrieb und die Daten bleiben in Deutschland“, berichtet Mario Schmid vom Kultusministerium Baden-Württemberg auf der Konferenz.

Auch die Bundesagentur für Arbeit berichtet von ihren Erfahrungen. Stefan Latuski, IT-Chef der Behörde, erklärt in seiner Eröffnungsrede, wie Automatisierung den Fachkräftemangel in Ämtern abfedern kann. „Moderne Verwaltung misst sich nicht an Technologien, sondern daran, wie gut sie den Menschen hilft“, unterstreicht er.

Doch der Weg ist steinig. Viele Behörden kämpfen mit veralteten Systemen und Personalmangel. Daten liegen oft noch in verschiedenen Registern und können nicht automatisch abgerufen werden – Bürger müssen dieselben Informationen immer wieder neu angeben. Die Registermodernisierung, also die Vernetzung dieser Datenbanken, ist eines der großen Themen der Konferenz.

Dr. Alexander Georgiadis, IT-Chef des Landes Niedersachsen, spricht am zweiten Tag darüber, wie das Land schneller werden will. „Niedersachsen muss digitaler werden, die Digitalisierung muss bei den Menschen spürbar ankommen“, wünscht er sich. Gleichzeitig würden die Bedrohungen im Cyberraum größer. Erst im vergangenen Jahr hatten Hacker mehrere Kommunalverwaltungen lahmgelegt.

Die Konferenz im Hannover Congress Centrum wird vom renommierten IT-Magazin c’t organisiert. „Die spannendsten Erkenntnisse entstehen oft, wenn sich Praktiker aus verschiedenen Behörden untereinander austauschen“, erklärt Christian Wölbert, leitender c’t-Redakteur und inhaltlich verantwortlich für die Veranstaltung. Anders als bei vielen Branchenveranstaltungen gehe es nicht um Verkaufsgespräche, sondern um ehrliche Erfahrungsberichte: Was hat funktioniert? Wo gab es Probleme?

Neben Verwaltungen sind auch Unternehmen betroffen. Schnellere digitale Prozesse bedeuten für sie kürzere Wartezeiten bei Genehmigungen, Gewerbeanmeldungen oder Fördermitteln. „Wenn Behörden digital arbeiten, profitiert die ganze Wirtschaft“, sagt Wölbert.

Ob die Digitalisierung der Verwaltung gelingt, entscheidet sich in den kommenden Jahren. Die Konferenz zeigt: Technisch ist vieles möglich. Jetzt muss es nur noch flächendeckend umgesetzt werden.

Die Konferenz findet im Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Frühbucherrabatt: Tickets für Behördenmitarbeiter kosten bis Ende August 249 Euro, für Teilnehmer aus der Wirtschaft 749 Euro (jeweils zzgl. Mehrwertsteuer). Das Programm steht unter public-it.de.

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