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Cover c't 6/2026

Pressemitteilung -

c’t-Magazin: Cell Broadcast und Warn-Apps

Smartphone als Warnzentrale

Hannover, 6. März 2026 – Angesichts wachsender Bedrohungslagen in Europa rückt der Zivilschutz in den Fokus. Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t zeigt in Ausgabe 6/2026, wie sich das Smartphone mit wenigen Handgriffen zur Warnzentrale einrichten lässt – von Cell Broadcast über die Warn-Apps Nina, Katwarn und Biwapp bis zur Notruf-App Nora.

Der erste Schritt ist ohne App möglich: Bei Cell Broadcast findet man die Einstellungen ab Android 11 unter „Benachrichtigungen/Warnmeldungen an Mobilgeräte“, bei iOS ab Version 16.1 unter „Mitteilungen/Cell-Broadcast-Warnungen“. Nachrichten werden von allen Funkzellen im Warngebiet gleichzeitig ausgestrahlt und erreichen Empfangsgeräte binnen Sekunden – auch bei Stummschaltung.

Zusätzlich empfiehlt c’t-Redakteur Urs Mansmann eine der drei verbreiteten kostenlosen Warn-Apps Nina, Katwarn oder Biwapp. „Für den Empfang wichtiger Meldungen spielt es keine Rolle, ob man sich für Nina, Katwarn oder Biwapp entscheidet, da die Systeme ihre Meldungen über das bundesweite modulare Warnsystem MoWaS miteinander austauschen.“ Wer Warnmeldungen feiner einstellen möchte, ist mit Nina am besten bedient: Die offizielle App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erlaubt die genaueste Konfiguration nach Warnstufe und Themengebiet – von Hochwasser bis Polizeimeldung. In allen Apps lassen sich ausgewählte Standorte hinterlegen.

Als sinnvolle Ergänzung nennt Mansmann die Notruf-App Nora. Sie ermöglicht Notrufe nicht nur per Sprache, sondern auch per Chat – hilfreich für gehörlose Menschen, aber auch für alle, die in einer Gefahrensituation unauffällig Hilfe rufen müssen. Nora übermittelt automatisch Standort und persönliche Daten direkt an die Rettungsleitstelle. Wer 112 über die reguläre Telefon-App anruft, profitiert seit 2024 bundesweit vom Ortungsdienst AML (Advanced Mobile Location). Beim Polizeinotruf 110 beteiligen sich die meisten Bundesländer an einem Pilotprojekt zur automatischen Standortermittlung.

Einen wichtigen Hinweis gibt Mansmann noch: Wer das Handy eingeschaltet nachts neben dem Bett lädt, hat eine gute Chance, wach zu werden, wenn eine Warnung ertönt – denn sowohl Warn-Apps als auch Cell Broadcast können die Stummschaltung bei dringenden Meldungen übersteuern.

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