Pressemitteilung —
c’t-Magazin: Cloudhosting wird deutlich teurer
Preise für virtuelle Server steigen um bis zu 167 Prozent
Hannover, 26. Juni 2026 – Unternehmen, die ihre Webseiten oder Apps auf gemieteten virtuellen Servern betreiben, müssen mit drastisch steigenden Kosten rechnen. Eine Analyse von Europas führendem IT- und Technikmagazin c’t zeigt: Die Preise bei deutschen Anbietern sind innerhalb eines Jahres um bis zu 167 Prozent gestiegen. Ein Server, der früher 16 Euro im Monat kostete, schlägt heute mit 42 Euro zu Buche. Grund sind massive Engpässe bei Computerchips, ausgelöst durch den weltweiten Boom bei KI-Rechenzentren.
Das Computermagazin c’t hat die Angebote von fünf deutschen Cloudhostern untersucht und deren aktuelle Preise mit denen vom Juni 2025 verglichen. Virtuelle Server sind gemietete Rechenkapazitäten in Rechenzentren, auf denen Firmen ihre digitalen Dienste betreiben, ohne eigene Hardware kaufen zu müssen. Das Ergebnis der Analyse: Alle Anbieter haben die Kosten erhöht, manche extrem.
Der Hoster Hetzner verlangt für seine Standardangebote inzwischen teilweise mehr als 150 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Bei Strato stiegen die Preise um bis zu 167 Prozent, bei Ionos um bis zu 36 Prozent. Netcup erhöhte um 23 bis 45 Prozent, Contabo um rund 19 Prozent. Für kleine Online-Händler oder Start-ups kann das Hunderte Euro Mehrkosten pro Monat bedeuten.
Bestandskunden sind meist geschützt, solange sie ihre gebuchte Konfiguration nicht ändern. Wer jedoch neu einsteigt oder seinen Server aufstocken will, zahlt meist die neuen Preise.Ursache sind globale Engpässe bei Speicherchips. Große KI-Betreiber wie OpenAI oder Google kaufen riesige Mengen an Arbeitsspeicher und Speicherchips auf und binden sich langfristig. Für kleinere Anbieter bleibt kaum noch etwas übrig. Das US-Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert für das laufende Jahr einen Preisanstieg von 125 Prozent bei Arbeitsspeicher und sogar 234 Prozent bei Flash-Speicher.
c’t-Redakteur Holger Bleich rät, jetzt noch zuzuschlagen. Wer ein Projekt plant, sollte nicht auf sinkende Preise warten. „Billiger als heute dürfte es längere Zeit nicht mehr werden”, sagt der Experte. Kunden sollten ihren tatsächlichen Bedarf genau ermitteln und Server nicht überdimensionieren. Provider im Ausland sind keine Alternative, sie sind fast ausnahmslos teurer.
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