Pressemitteilung —
c’t-Magazin: Datenschutz bei Videokonferenzen
Teams-Alternativen aus Europa
Hannover, 1. Juni 2026 – Videokonferenzen ohne US-Dienste wie Microsoft Teams sind möglich. Europäische Anbieter entwickeln DSGVO-konforme Software mit Servern in der EU oder der Schweiz, die nicht dem US-Cloud-Act unterliegt, berichtet Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t in Ausgabe 12/2026. Die Bandbreite reicht von kostenlosen Browserdiensten bis zu selbst gehosteten Lösungen für Behörden und Unternehmen.
Microsoft Teams dominiert die Arbeitswelt, doch europäische Alternativen bieten entscheidende Vorteile: Ihre Server stehen in der EU oder in europäischen Nicht-EU-Staaten wie der Schweiz. Außerdem arbeiten sie DSGVO-konform und unterliegen nicht dem US-Cloud-Act, der US-Unternehmen verpflichtet, Kundendaten auf Anfrage an Regierungsbehörden herauszugeben.
„Eines der wichtigsten Argumente gegen Microsoft Teams und andere US-Dienste ist der Wunsch, die Kontrolle über die eigenen, möglicherweise sensiblen Unternehmensdaten zu behalten“, erklärt c’t-Redakteurin Greta Friedrich. Eine naheliegende Lösung bestehe darin, die Videokonferenzsoftware auf den eigenen Servern und unter den eigenen Bedingungen selbst zu hosten.
Nextcloud Talk organisiert als Open-Source-Lösung Chats und Videokonferenzen und kann auch mit Teams verbunden werden. OpenTalk eignet sich für Behörden, Schulen und Unternehmen – mehrere deutsche Landesbehörden nutzen den Dienst bereits. Pexip richtet sich an sensible Kundengruppen wie Regierungen und Ärzte und ermöglicht die Meeting-Teilnahme über Microsoft Teams, Google Meet oder Zoom.
Wer nicht selbst hosten will, findet Alternativen als Software-as-a-Service: bei den Anbietern alfaview aus Deutschland sowie Hostpoint, Infomaniak und Proton aus der Schweiz. Die kostenlosen Dienste kMeet und Hostpoint Meet laufen auf Servern in der Schweiz, Proton Meet nutzt Server hauptsächlich in der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern.
Die Gratisangebote sind teils überraschend großzügig: kMeet erlaubt unbegrenzt viele Räume und optional eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Hostpoint Meet nimmt unbegrenzt viele Teilnehmer auf. Beide erlauben wie alfaview beliebig lange Meetings. Bei Hostpoint, Infomaniak und Proton können Nutzer Ad-hoc-Meetings direkt im Browser starten, ohne sich registrieren zu müssen.
Die im Artikel vorgestellten europäischen Anbieter sind nur eine kleine Auswahl: „Abhängig von den eigenen Ansprüchen und Einsatzbereichen finden Privatpersonen, kleinere Unternehmen und auch Behörden praxistaugliche Alternativen zu US-Diensten wie Microsoft Teams“, fasst Friedrich zusammen.
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