Pressemitteilung —
c’t-Magazin: Leasingrückläufer im Angebot
Sparen mit gebrauchten E-Bikes
Hannover, 28. Mai 2026 – Der E-Bike-Gebrauchtmarkt wächst stetig, vor allem durch Leasingrückläufer. Diese kosten deutlich weniger als Neuräder, doch Käufer müssen Akku, Motor und Elektronik genau prüfen. Im Interview mit Europas führendem IT- und Technikmagazin c’t in Ausgabe 12/2026 rät Fahrradexperte David Koßmann zu Markenprodukten und einer Inspektion vor dem Kauf.
Ein neues E-Bike kostete 2025 durchschnittlich mehr als 2.500 Euro. Wer sparen will, findet auf dem Gebrauchtmarkt eine wachsende Auswahl. Allein 2025 wurden rund 80.000 aufbereitete Räder verkauft – ein Anstieg um 192 Prozent gegenüber 2023, wie der Verband Zukunft Fahrrad berichtet. Viele stammen aus dreijährigen Leasingverträgen.
„Vom äußeren Zustand und Verschleißteilen wie Ketten, Reifen oder Bremsen kann man auf Pflege und Alter schließen“, erklärt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad im c’t-Interview. Vorteilhaft sei der Kauf eines Markenprodukts, um auch Jahre nach dem Kauf noch Ersatzteile zu bekommen. Der Experte fordert einen offeneren Ersatzteilmarkt, damit Käufer nicht ausschließlich auf einzelne Hersteller angewiesen sind.
Besonders kritisch ist der Akkuzustand. Die Ladezyklen lassen sich meist nicht selbst auslesen, allerdings häufig die insgesamt gefahrenen Kilometer, die Rückschlüsse auf das Alter des Rads zulassen. Sind die vom Hersteller garantierten 500 bis 1.000 Ladezyklen erreicht, sollten Käufer die Kosten für einen neuen Akku einkalkulieren.
Beim Motor empfiehlt der Experte, auf gleichmäßige Funktion ohne Fehlermeldung zu achten. Kurbel und Ritzel müssen spielfrei sein, alle Stecker intakt. „Je größer der Antriebshersteller, desto besser“, betont Koßmann mit Blick auf die Zukunftssicherheit und Ersatzteilversorgung.
Die Preisgestaltung hängt vom Zustand ab. „Wenn das Rad aus einer dreijährigen Leasingphase kommt, im besten Falle alle Verschleißteile ausgetauscht wurden und es vielleicht die Hälfte seiner Ladezyklen erreicht hat, kann man wahrscheinlich die Hälfte bis zwei Drittel des Neupreises ansetzen“, erklärt Koßmann.
Käufer können zwischen Privatverkäufern und kommerziellen Refurbished-Plattformen wie Upway, Rebike oder Buycycle wählen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband fand bei einer Onlinerecherche keine gravierenden Mängel, mahnt aber zu Vorsicht bei besonders hohen Preisnachlässen.
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