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Pressemitteilung

c't-Magazin mit Faktencheck zum Internetanschluss

Glasfaser: Wann sich der Umstieg lohnt

Hannover, 5. August 2026 – Panik ist unangebracht, aber der Umstieg kann sich lohnen. Verbraucher werden derzeit von zwei Seiten verunsichert. Zum einen warnen aggressive Verkäufer vor baldiger DSL-Abschaltung, zum anderen erklären selbsternannte Experten Glasfaser für überflüssig. Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t ordnet ein, was wirklich stimmt und rät zum genauen Angebotsvergleich.

An deutschen Haustüren spielen Vertriebsmitarbeiter mit der Angst der Kunden. Sie behaupten, DSL-Anschlüsse würden bald abgeschaltet, und verkaufen überteuerte Glasfaserverträge mit unnötig hohen Datenraten. Gleichzeitig kursieren in sozialen Netzwerken Behauptungen, Glasfaser sei komplett überflüssig, DSL und Kabel reichten völlig aus. Beide Extreme führen in die Irre.

Die Fakten: Derzeit nutzen rund 24 Millionen Festnetzanschlüsse in Deutschland DSL über Kupferleitungen. Diese Leitungen wurden einst für Telefongespräche bis 3 Kilohertz entwickelt. Sprachsignale transportierten sie problemlos über mehrere Kilometer. Doch mit dem Internet wurden aus Telefonleitungen Datenautobahnen – eine Aufgabe, für die niemand sie gebaut hatte.

„An der Haustür klingeln Vertriebsmitarbeiter und behaupten, der DSL-Anschluss werde bald abgeschaltet“, warnt c’t-Redakteur Andrijan Möcker. Das Kalkül: Verunsicherte Kunden sollen schnell unterschreiben. Eine flächendeckende, kurzfristige Abschaltung der Kupfernetze steht jedoch nicht bevor.

Trotzdem hat Glasfaser echte Vorteile, denn Kupferleitungen stoßen irgendwann physikalisch an Grenzen: Je höher die Frequenz und je länger die Leitung, desto schlechter die Übertragungsqualität. Glasfaserkabel nutzen stattdessen Lichtsignale. Sie sind unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen und ermöglichen deutlich höhere Geschwindigkeiten.

Wer profitiert vom Umstieg? Haushalte, in denen mehrere Personen gleichzeitig streamen, Videokonferenzen abhalten oder große Dateien übertragen. Wer mit seinem jetzigen Anschluss zufrieden ist, muss nicht sofort handeln. „Wir raten dazu, Angebote genau zu vergleichen und sich nicht drängen zu lassen“, sagt Möcker. „Die technische Notwendigkeit für Glasfaser wächst. Doch die Entscheidung sollte auf Basis des eigenen Bedarfs fallen, nicht wegen Panikmache an der Haustür.“

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