Pressemitteilung —
c’t-Magazin: Sicher zahlen auf Reisen
Kartenmix schützt vor Urlaubsfrust
Hannover, 12. Juni 2026 – Abgelehnte Karte, gesperrtes Konto, versteckte Gebühren: Wer im Ausland nur auf eine Zahlungsmethode setzt, riskiert böse Überraschungen. Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t erklärt in Ausgabe 13/2026, wie Reisende mit der richtigen Mischung aus Karten und Bargeld Probleme vermeiden und Kosten sparen.
„Viele Schwierigkeiten beim Bezahlen im Ausland sind auf falsche Annahmen zurückzuführen“, erklärt c’t-Redakteur Markus Montz. Selbst in Japan oder den USA akzeptieren Händler häufig keine internationalen Kreditkarten. Bargeld bleibt daher unverzichtbar – auch in bargeldlosen Ländern wie Schweden hilft eine kleine Reserve im Notfall für Lebensmittel oder Fahrkarten.
Die wichtigste Grundregel: mindestens zwei physische Karten mitnehmen, idealerweise eine Visa- oder Mastercard-Kreditkarte plus eine Debitkarte. „Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Smartphone-Wallet“, warnt Montz. Die deutsche Girocard funktioniert im Ausland nur mit einem Co-Badge – einem integrierten Zweitsystem wie Visa Debit oder Mastercard Debit, erkennbar an der 16-stelligen Kartennummer. Ältere Systeme wie Maestro und V Pay wurden weitgehend abgekündigt.
Bei Autovermietungen und Hotels können Debitkarten problematisch werden, da diese Betriebe bei verspäteter Rückgabe nachbelasten müssen. Prepaid-Karten sind noch kritischer: Händler können nur den aufgeladenen Betrag abbuchen, zudem drohen happige Auslandsentgelte.
Versteckte Kosten lauern beim Bezahlen in Fremdwährungen. Wer im Ausland Geld abhebt oder mit Karte bezahlt, sollte die Abrechnung in der Landeswährung wählen und angebotene Euro-Umrechnungen ablehnen. Andernfalls drohen ungünstige Wechselkurse und hohe Zusatzkosten. Direktbanken wie N26, Revolut oder Wise verlangen zwar niedrigere oder gar keine Auslandsentgelte, deren kostenlose Kontomodelle haben jedoch oft Maximalbeträge pro Monat.
„Schützen Sie Ihre PIN und achten Sie darauf, dass niemand Ihre Kartendaten ausspäht“, rät Montz. Regelmäßige Kontrolle der Kartenumsätze über Banking-Apps hilft, Betrug schnell zu erkennen. Der c’t-Redakteur gibt einen weiteren wichtigen Hinweis: „Onlinebanking sollte im Ausland nur über Mobilfunknetzegenutzt werden, idealerweise mit aktiviertem VPN.“ In unbekannten WLANs oder Hotel-Hotspots ist ein VPN-Dienst unverzichtbar. Montz rät: „Geldkarten sollten getrennt aufbewahrt werden, Bargeld an verschiedenen Stellen am Körper und im Hotelsafe
verteilt.“ Bei Verlust oder Diebstahl erreichen Betroffene den zentralen Sperrnotruf +49 116 116, betrügerische Buchungen lassen sich per Chargeback reklamieren. Im Notfall können Freunde über Banken wie Wise günstig Geld auf ausländische Konten überweisen.
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