Pressemitteilung —
c’t-Magazin: Werbeblocker für Millionen
Fritzbox sperrt Werbung im ganzen Haus
Hannover, 13. Oktober 2026 – Millionen Fritzbox-Besitzer bekommen einen Werbeblocker – eingebaut in den Router. Der Berliner Hersteller Fritz (vormals: AVM) hat das kostenlose Update seines Betriebssystems FritzOS 8.50 veröffentlicht, berichtetEuropas führendes IT- und Technikmagazin c’t in einem aktuellen Video. Anders als Browser-Erweiterungen wirkt die Funktion auf allen Geräten gleichzeitig – vom Smart-TV bis zum Smartphone.
Das Update ist zunächst für die Fritzbox 7690 verfügbar, als Testversion auch für weitere Modelle. Die c’t-Redaktion hat es ausprobiert. Herzstück sind DNS-Filterlisten: Der Router lädt Verzeichnisse mit unerwünschten Webadressen und verweigert deren Adressauflösung. Werbung und Betrugsseiten laufen damit ins Leere.
„Konkret bedeutet das, dass ihr zum Beispiel Werbung oder Scam-Websites blocken könnt, sodass diese dann im Idealfall nicht nur im Browser verschwinden, sondern auch in Apps und auf dem SmartTV“, erklärt c’t-Redakteur Andrijan Möcker. Die Redaktion testete eine Liste mit rund 72.000 Werbe- und Malware-Domains. Das Blocken funktionierte, Websites luden nicht langsamer.
Bisher brauchte es für netzweites Werbe-Blocking Zusatzsoftware wie Pi-Hole. Die nötige Extrahardware kostet 40 bis 100 Euro, dazu kommt Konfigurationsaufwand. Die Fritzbox-Lösung hat allerdings einen Haken: Die Sperrlisten gelten für alle Geräte im Netz. Gibt es Probleme am Smart-TV, muss die Funktion komplett deaktiviert werden. Beim Kinder- und Jugendschutz geht AVM seit Jahren einen anderen Weg – dort lässt sich das Schutzmodul der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz pro Gerät aktivieren.
Wer im Homeoffice arbeitet, profitiert von einer zweiten Neuerung: Videokonferenzen werden automatisch bevorzugt. Die Fritzbox erkennt Dienste wie Microsoft Teams oder Signal und hält Bandbreite frei. „Unsere Anrufe liefen ohne Aussetzer weiter, obwohl ein Belastungstest die verfügbare Bandbreite bis zur Obergrenze ausnutzte“, berichtet Möcker. Die Box reservierte die nötigen drei bis fünf Megabit pro Sekunde. Auch Netflix wurde gegenüber anderen Downloads bevorzugt. Die Funktion läuft automatisch.
Nutzer mit wackeligen Internetleitungen bekommen eine Backup-Lösung. Mobilfunk-Fritzboxen wie die 6850 5G können jetzt eine zweite Verbindung über DSL, Kabel oder Glasfaser aufbauen. Bricht die Hauptleitung zusammen, springt der Mobilfunk ein. „Fällt diese Verbindung aus, schwenkt die Fritzbox automatisch auf Mobilfunk um“, sagt Möcker. Gerade bei DSL-Anschlüssen, die etwa bei Regen oder durch Hochfrequenzstörer schwächeln, kann das helfen. Online-Spiele oder Videoanrufe werden allerdings kurz unterbrochen.
Die MyFritz-App prüft neuerdings in neun Kategorien, ob die Fritzbox sicher konfiguriert ist. Der Smart Check zeigt Schwachstellen und schlägt Korrekturen vor – etwa, wenn Auslandsanrufe nicht gesperrt sind. Für Einsteiger eine nützliche Hilfe, Profis dürften wenig Neues erfahren. Nach anfänglichen Fehlern behob Fritz diese Schwachstellen noch während des c’t-Tests mit einem Update.
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