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Cover Make 3/2026

Pressemitteilung

Make-Magazin: Alter Benziner wird zum E-Auto

Umbau kann sich nach sieben Jahren rechnen

Hannover, 29. Mai 2026 – Statt ein neues Elektroauto zu kaufen, lassen immer mehr Autobesitzer ihren alten Benziner oder Diesel auf Elektroantrieb umrüsten. Ab 12.000 Euro ist das möglich, in Eigenregie sogar deutlich günstiger. Das DIY-Magazin Make zeigt in Ausgabe 3/2026, wann sich der Umbau lohnt und worauf Autofahrer achten müssen.

Mehrere Tausend umgerüstete Fahrzeuge sind bereits auf deutschen Straßen unterwegs– vom kleinen Fiat bis zum Oldtimer-Traktor. Was früher eine Nische für Bastler war, wird zunehmend professionell: Spezialisierte Werkstätten sind monatelang ausgebucht.

Auch Marco Lorey, der in Offenbach eine Werkstatt für Elektroumbauten betreibt, bestätigt gegenüber dem Make-Magazin: „Wir sind bis zum Ende des Jahres ausgebucht.” Seit 2008 hat er rund 300 Fahrzeuge elektrifiziert. Gemeinsam mit dem TÜV entwickelte Lorey frühe Grundlagen für die heutige Richtlinie zur Abnahme solcher Umbauten.

Nicht jedes Auto eignet sich für den Umbau. Bei leichten Fahrzeugen mit Schaltgetriebe wie Fiat 500, Citroën 2CV, VW Golf 1 oder 2, Renault Twingo, VW Polo oder Lupo gelingt die Umrüstung besser. Auch ältere Mercedes-, BMW- oder Audi-Modelle kommen infrage. Schaltgetriebe gelten als effizienter und daher meist besser geeignet als Automatikgetriebe. Wichtig ist außerdem das Baujahr: Wer ein Auto mit Erstzulassung vor Oktober 2002 wählt, spart häufig eine teure Spezialprüfung zur elektromagnetischen Verträglichkeit, die sonst zwischen 2.000 und 4.000 Euro kosten kann.

Das Fraunhofer-Institut hat berechnet, dass bei einer Jahresfahrleistung von 14.000 Kilometern sich ein Umbau für 12.000 bis 15.000 Euro nach rund sieben Jahren amortisiert. Wer viel fährt, erreicht die Gewinnzone schneller. Hinzu kommen niedrige Wartungskosten. Elektromotoren benötigen keinen Ölwechsel, keine Zündkerzen und keinen Auspuff. Für viele umgerüstete Elektroautos gilt zudem eine zeitweise Kfz-Steuerbefreiung.

Der Umbau selbst ist vergleichsweise unkompliziert. Verbrennungsmotor, Tank, Kühler und Auspuff werden entfernt, Getriebe und Kupplung bleiben meist erhalten. Der Elektromotor wird über eine Adapterplatte mit dem vorhandenen Getriebe verbunden. Hinzu kommen Batterien, Leistungselektronik und ein elektronisches Gaspedal.

Für die Umwelt kann der Umbau ein Gewinn sein. Die größte Hürde bleibt jedoch die TÜV-Abnahme. „Selbstumbauer sollten vor Projektbeginn mit dem zuständigen Prüfer sprechen und klären, was dieser sehen will“, rät Make-Redakteur Marcus Hansson.

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