Pressemitteilung -
secIT by heise: IT-Sicherheit im Ernstfall
Daniela Behrens: „Cybersicherheit muss Chefsache sein“
Hannover, 18. März 2026 ‒ Angriffe erreichen Rekordhöhen, kritische Infrastrukturen werden zur Zielscheibe: Auf der secIT by heise im Hannover Congress Centrum diskutieren bis morgen rund 4.000 Fachleute aus der IT-Sicherheitsbranche über Schutzstrategien und Krisenmanagement. 166 Aussteller präsentieren Lösungen, Experten warnen vor neuen Angriffsmethoden. Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens eröffnete die Fachmesse und unterstrich die Bedeutung des Austausches zwischen Behörden, Wirtschaft und IT-Sicherheitsexperten für die Abwehr wachsender Cyberbedrohungen.
Daniela Behrens: „Die Bedrohungslage im Cyberraum bleibt hoch, Angriffe auf Unternehmen, auf öffentliche Einrichtungen und auf kritische Infrastrukturen gehören längst zur Realität. Daher darf Cybersicherheit kein Spezialthema bleiben, sie muss Chefsache sein. Wer heute Unternehmen oder Behörden leitet, muss auch digitale Risiken im Blick haben. Genau aus diesem Grund haben wir in Niedersachsen die Zuständigkeiten für zentrale Sicherheits- und Digitalisierungsthemen im Innenministerium gebündelt. Diese Bündelung hilft uns, Zusammenhänge früher zu erkennen, Entscheidungen schneller zu treffen und Sicherheitsfragen von Anfang an mitzudenken. Ein konkretes Beispiel dafür ist in Niedersachsen unser Projekt AEGIS. Damit bauen wir unseren landesweiten Schutzschirm für Informations- und Cybersicherheit weiter aus. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Cybersicherheitsarchitektur in Niedersachsen und perspektivisch auch für unsere Kommunen und Hochschulen weiter stärken.“
Die Bedrohungslage verschärft sich kontinuierlich. „Ransomware erreicht Rekordhöhen, Einbruchswege verändern sich ständig – wer zu spät patcht, hat oft schon verloren", warnt Stefan Strobel, Geschäftsführer der cirosec GmbH, zum Auftakt der Messe. Auch Daniel Lorch, Leitender Cyberermittler beim Polizeipräsidium Reutlingen, appelliert an die Verantwortlichen: „Sicher ist: Nichts ist sicher – schützen Sie Ihre digitalen Kronjuwelen jetzt.”
Die secIT by heise hat sich als eine der wichtigsten Fachmessen für IT-Sicherheit in Europa etabliert. An zwei Kongresstagen zeigen Aussteller in vier Hallen ihre Tools, Services und Sicherheitslösungen. Unter den erwarteten Besuchern sind IT-Sicherheitsbeauftragte, Rechenzentrumsleiter, Netzwerkadministratoren und Entscheider aus Unternehmen und Behörden.
Auf vier Bühnen bieten Security-Fachleute ein Vortragsprogramm mit aktuellen Informationen zu Cybersecurity, Compliance und IT-Infrastruktur. Die Redaktionen von c’t und iX haben die Inhalte kuratiert. Thematische Schwerpunkte liegen auf Incident Response, Hacking und Pentesting, Identitätsmanagement, Cloud-Sicherheit sowie künstlicher Intelligenz.
Besonders praxisnah wird es in den Workshops und Deep Dive Sessions. Tobias Glemser, BSI-zertifizierter Penetrationstester und Geschäftsführer der secuvera GmbH, lädt in seinem interaktiven Vortrag „Go hack yourself” zum Selbsttest ein: „Mit einfachen Tests können auch Einsteiger ihre eigenen Systeme prüfen.”
Ron Kneffel, Vorstandsvorsitzender der CISO Alliance e. V., betont die strategische Dimension: „KI-Governance, echte Resilienz und strategische Entscheidungsfähigkeit sind heute entscheidend – ein bestandenes Audit ersetzt keinen bestandenen Angriff.” Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e. V., ergänzt: „Cyberangriffe sind ein massives strategisches Risiko – entscheidend ist die organisatorische Vorbereitung auf den Ernstfall.”
Manuel Atug, Gründer und Sprecher der AG KRITIS, mahnt zur Rückbesinnung: „Digitale Souveränität haben wir durch Auslagerung und Datenverlust verloren – holen wir sie uns zurück.” Seit 2025 gehört auch das Side-Event Women in Tech zur secIT, das sich der Förderung von Frauen in der Branche widmet.
„Die secIT ist heute ein zentraler Treffpunkt für die IT-Sicherheitscommunity und gewinnt angesichts der steigenden Bedrohungslage weiter an Bedeutung”, resümiert Johanna Heise, Head & Brand of Culture bei heise.
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